kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mein Zeugnis: Warum ich kein Moslem bin 9. Februar 2010

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:24

Eine Iranerin rechnet mit dem Islam ab

von Parvin Darabi (www.faithfreedom.org)

Ich war gerade mal 6 Tage alt, als mein Großvater seine Religion auf mich übertrug, indem er einige arabische Wörter in mein Ohr flüsterte. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Worte die einzigen arabische Worte waren, die mein Großvater zitieren konnte und vielleicht wusste er nicht mal, was er mir denn da ins Ohr gesprochen hat. Wir kommen aus dem Iran und unsere Sprache ist Persisch. Die große Mehrheit der Iraner, meine Familie eingeschlossen, sprechen kein Arabisch, die Sprache Allahs. Religion ist wie die Farbe unserer Augen. Sie wird vererbt. Ich ging in der Nachbarschaft in einer Schule in den Kindergarten, wo eine ältere Dame namens Kobra die Aufseherin war. Ich hasste diese Schule und diese Aufseherin, weil sie in ihrer schwarzen Hülle so streng aussah. Die ganze Zeit trug sie immer nur schwarz. Es gab kein Lachen, keine Musik, kein Spiel. Es gab nur Allah und den Islam. Die Schule war schmutzig und trotzdem tat sie nichts anderes, als den Koran und Gebetsbücher zu lesen. Ich wusste, dass sie gar keine Ausbildung hatte und gar nicht lesen konnte. Denn als ich den Koran andersherum vor ihr hinlegte, las sie einfach weiter… 

Als Kind wollte ich Dreirad fahren, genau, wie es die Jungs taten. Aber man sagte mir, dass Mädchen nicht Dreirad fahren würden. Als ich in die Schule kam, wollte ich Geige spielen lernen. Aber auch hier wurde mir gesagt, dass ein anständiges Mädchen kein Instrument spielen würde. Dasselbe hörte ich, wenn es ums Fahrradfahren, Reiten, Schwimmen und anderer Freizeitbeschäftigungen ging. Schon als kleines Mädchen wurde mir die Bedeutung der Jungfräulichkeit eingetrichtert. Ein Mädchen muss als Jungfrau in die Ehe gehen. Und das Heiratsalter von Mädchen beträgt 9 Jahre. Tatsächlich sagte sogar Khomeini, der Regierungschef des Iran, dass „Der beste Augenblick für ein Mädchen zu heiraten ist der Zeitpunkt, wenn sie ihre Menstruation bekommen könnte und es ist besser, wenn dies im Haus ihres Mannes und nicht im Hause des Vaters geschieht“ (Das heißt mit 9 oder 12 Jahren).

Meine Familie war nicht so streng religiös, aber unser Familienkultur und die Gesellschaft um uns herum war islamisch. Der Gedanke, dass ich mit 9 Jahren verheiratet und an einen Fremden weitergereicht werden würde, verursachte bei mir einen kalten Schauer. Ich hatte miterlebt, wie der Vater des Mädchens, welches für unsere Mutter gearbeitet hat, sie an einen Mann verheiratet hat. Dieser Mann hatte bereits 3 Söhne die älter waren als sie! Sie war gerade mal 11 Jahre alt, aber in den Augen ihres Vaters galt sie schon als alte Jungfer.

Ich erinnere mich daran, als mein Vater vor unseren Augen ein Lamm in unserem Hof opferte. Als ich sah, wie dieses arme Tier um sein Leben kämpfte und die Beine sich noch bewegten, als ihm schon die Kehle durchgeschnitten war, fing ich an dieses Ritual zu hassen, unter welchem das Tier sterben musste. In der darauffolgenden Nacht erzählte mir die Mutter meines Vaters, die einzige religiöse Person in unserer Familie, die Geschichte von Abraham und seinem Sohn Ismael. Sie erzählte mir, wie Allah Abraham dazu aufgefordert hatte, seinen eigenen Sohn zu opfern, damit Abraham seine Treue gegenüber Allah beweisen konnte. Und dann habe Abraham ein Lamm gehört, als er seinem Sohn schon die Kehle durchschneiden wollte und schließlich das Lamm anstelle des Sohnes geopfert. Das sei der Grund, warum wir an dem Tag das Lamm geschlachtet hätten. Die Geschichte machte mir Angst. Ich kann mich an viele Alpträume erinnern, die diese Story mir beschert hat. Ich träume davon, wie mein Vater mich opfern wollte, um Allah seine Ergebenheit zu demonstrieren. Und dann sprang ich auf und stellte fest, dass ich noch am Leben war. Schließlich überzeugte ich mich selbst, dass Allah nur Männer dazu auffordern würde, ihre Söhne zu opfern und nicht ihre Töchter. Warum sollte überhaupt jemand auf die Idee kommen, ein Mädchen zu opfern? In diesem Moment war ich glücklich, ein Mädchen zu sein. Die Mutter meines Vaters lehrte mich üblicherweise in Religion und Islam. Sie erzählte mir, dass Allah allmächtig sei, alles wisse und den Menschen und das ganze Universum erschaffen hätte. Aber dann sagte sie mir, dass ich auf Arabisch beten müsste. „Großmutter, versteht denn Allah kein Persisch“? „Naja, nein. Du musst mit Allah auf Arabisch sprechen“. „Aber du hast gerade gesagt, dass Allah alles erschaffen hat. Wenn er also auch Persisch erschaffen hat, warum versteht er es dann nicht“? Nach solchen Argumenten, die meine Großmutter in die Enge trieben, weil sie darauf einfach keine Antworten fand, hab ich Religion und den Islam vollkommen fallengelassen. Meine Antipathie gegenüber Religion wurde noch verstärkt, als ich an der Highschool über die Schariaa lernen musste. Was ich dort lernte war so entwürdigend gegenüber Frauen und so unterdrückend, dass ich es sogar hasste, die Bücher zu lesen. 

Ich verstand nicht, warum nur Männer sich scheiden lassen durften. Warum mussten die Frauen ihre Kinder in die Familie des Vaters zurückgeben, wenn der Mann sich von ihnen geschieden hat oder verstorben war? Warum erben Frauen nur die Hälfte im Vergleich zu den männlichen Angehörigen? Und warum durfte ein Junge alles tun, was ihm gefällt und ein Mädchen nicht? Warum mussten wir immer darauf warten, bis die Männer und Jungs ihr Essen beendet hatten, damit wir dann die Reste vertilgen konnten? Warum gehörte mein Körper jedem anderen, außer mir selbst? Sobald ich an unserer Tür stand und mit dem Nachbarsjungen sprach, zwangen mich meine männlichen Familienangehörigen dazu, wieder ins Haus zu gehen. Das abscheulichste für mich allerdings war das Ritual von „Khastegary“ (Partnersuche). In diesem Ritual suchen Frauen innerhalb der direkten Verwandtschaft des Mannes oder auch weiterläufigen Verwandtschaft nach einer passenden Lebenspartnerin für den männlichen Familienangehörigen. Immer, wenn meine Familienangehörigen ein Mädchen besuchten, welches als potentielle Ehefrau für einen meiner Onkel oder Cousins in Frage kam, machte mich ihre Beurteilung über das arme Mädchen krank. Es war so, als würden sie ein Möbelstück kaufen. Das einzig Wichtige war ihr Aussehen und körperliche Merkmale. Und natürlich musste sie Jungfrau sein. Für den Fall, dass die Jungfräulichkeit nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann, müssen ihre Eltern den Bräutigam und seine Eltern für all die Kosten der Hochzeit entschädigen und die Ehe wird am nächsten Tag annulliert.

Als Teenager besuchte ich in Teheran die Hochzeit eines Verwandten. Das Mädchen war gerade mal 14 Jahre alt. Die Eltern waren um ihre Jungfräulichkeit so besorgt, dass sie praktisch vor der Tür des Schlafzimmers des frischvermählten Paares klebten. Dort warteten sie, bis der 30-jährige Bräutigam das Zimmer verließ. Dann traten sie ein und holten das blutige Laken, wo gerade ihre Tochter vergewaltigt worden war und zeigten es jubelnd den Eltern des Bräutigams. Somit war der Beweis der Jungfräulichkeit der Tochter erbracht. Niemals im Leben wollte ich auf diese Art und Weise in meiner Hochzeitsnacht behandelt werden! Es gibt so viele Gesetze im Islam, die jeden gebildeten Menschen abschrecken würden.

Eines solcher Gesetze ist zum Beispiel der Brauch von Schiieten, eine Ehe auf Zeit einzugehen (Sigeh). Ich nenne das religiös legitimierte Prostitution. Die Ehe im Islam ist ein Vertrag zwischen einem Mann und dem Vormund einer Frau für eine bestimmte Zeit. In der permanenten Ehe heiratet der Mann die Frau für 99 Jahre, weil angenommen wird, dass niemand so lange lebt. In der Realität sterben die Männer natürlich weit vor Ablauf des Vertrags, denn sie heiraten meistens in ihren 30er oder 40er Jahren. Und die Frauen, die von ihren Eltern in jungen Jahren verheiratet werden, haben so die Möglichkeit, den Rest ihres Lebens allein und in Frieden zu leben. Bei der Zeitehe legt der Mann im Vertrag die Dauer der Ehe fest. Er fragt dabei die Frau oder ihren Vormund, ob sie ihn für einen gewissen Zeitraum heiraten möchte. Der kann dann 10 Minuten, eine Stunde, Woche, einige Monate betragen und kostet eine bestimmte Summe an Geld. Wenn sie oder ihr Vormund zustimmen, dann gilt die Ehe als geschlossen und sie wird annulliert, sobald die vereinbarte Zeit verstrichen ist. Ein weiteres islamisches Gesetz ist das von „Mohalel„. Dies passiert, wenn ein Mann einen anderen Mann dafür bezahlt, seine Ex-Frau zu heiraten. Der Bräutigam soll dann eine Nacht mit der Frau verbringen, mit ihr schlafen und sich am nächsten Tag von ihr scheiden lassen. Nun kann der Ex-Mann seine Frau wieder heiraten. Vor Jahren hat einer unser entfernten Verwandten in Wut seiner Frau gegenüber die Scheidung ausgesprochen. Danach war er darüber sehr traurig und wollte sie zurückhaben. Aber der Mullah wollte sie nicht erneut verheiraten, es sei denn, sie wäre vorher mit einem anderen Mann verheiratet, der auch mit ihr schlafen müsse und sich dann von ihr scheiden lässt. Dann erst wollte er die Hochzeit erneut zulassen. Ich erinnere mich daran, was das für ein Theater wurde. Der Ex-Mann suchte verzweifelt einen Mann, der bereit war, seine Ex-Frau für diesen Tag zu heiraten, um sich dann gleich wieder scheiden zu lassen. Da seine Ex-Frau sehr schön war, suchte der Ex-Mann nach einer Person, der er vertrauen konnte. Schließlich müsste sich der Mann ja auch tatsächlich wieder scheiden lassen. Schließlich fragten sie einen Angestellten meines Vaters. Der Ex-Mann bezahlte diesem Angestellten eine Menge Geld. Der Angestellte heiratete die Ex-Frau, verbrachte die Nacht mit ihr und ließ sich am nächsten Tag scheiden.

Für mich war erschreckend, dass keine der Frauen auch nur im Geringsten an eventuelle Konsequenzen diese One-Nightstands dachten. Vielleicht liegt das daran, weil sie eh alle in ihrer Hochzeitsnacht von einem Fremden vergewaltigt worden waren und so schien es für sie nichts Besonderes zu sein, erneut von einem Fremden benutzt zu werden. Vielleicht hofften aber auch einige von ihnen, dass sich der Mann scheiden lässt, damit sie eben einen anderen Mann finden, der sie besser behandelt, als der Ex-Mann. Wenn ich so über dieses Gesetz nachdenke, finde ich es Frauen gegenüber abscheulich und erniedrigend. In keinem der Fälle wird die Frau nach ihrer Meinung gefragt und immer muss sie akzeptieren, was mit ihr geschieht. Sie muss der Vergewaltigung eines Fremden zustimmen, weil der Ex-Mann sauer war und sich in seiner Wut von ihr scheiden gelassen hat. Verfechter des Islams werden dir erzählen, dass dieses Gesetz in Kraft getreten ist, damit die Männer ihre Frauen gerade nicht dreimal scheiden lassen. Es solle also als Abschreckung vor der Scheidung dienen.

Im Islam hat nur der Mann das Recht (was eine Missachtung der Frauenrechte an sich ist) unter folgenden Bedingungen die Scheidung auszusprechen. Wenn der Mann der Frau einmal sagt „Ich lass mich von dir scheiden“! und sie es sich dann doch anders überlegen, ist die Scheidung praktisch von allein annulliert und sie können als Ehepaar normal weiterleben. Sagt der Mann der Frau zweimal „Ich lass mich von dir scheiden“. und dann schlafen sie doch miteinander, ist die Ehe erneut wieder in Kraft getreten. Sobald der Mann der Frau aber dreimal „Ich lass mich von dir scheiden“ sagt und das auch noch vor Zeugen, kann der Mann seine Frau nur zurückbekommen, indem er einen Mohallel findet, einen Mann, der wie oben beschrieben seine Frau auf Zeit heiratet. Es gibt viele Fälle, in denen der Mohallel sich nicht daran gehalten hat, sich am nächsten Tag von der Frau scheiden zu lassen. Und der Ex-Mann hat in diesem Fall keinerlei Rechte. Ich empfand dieses Gesetz aus mehreren Gründen barbarisch und unmenschlich. Erstens werden die Gefühle und Rechte der Frau überhaupt nicht beachtet und sie ist dazu gezwungen, dass sie eine Nacht lang von einem Fremden vergewaltigt wird. Zweitens ist der Gedanke daran, dass ein Mann einen anderen Mann bezahlt, damit der sich eine Nacht mit der Ex-Frau vergnügt, einfach nur widerwärtig. Und drittens gibt es ja auch noch die Möglichkeit, dass sich der Mohallel nicht an die Abmachung hält und die Ex-Frau gezwungen ist, ihr Leben in Trübsal zu verbringen (es sei denn, dieser Mohallel ist netter zu ihr, als der Ex-Mann), weg von Ex-Mann und eventuellen Kindern.

Nach all diesem Zirkus in der Familie beschloss ich, kein Moslem zu sein. Trotzdem hatte ich nicht den Mut dazu, dies wirklich zu tun. Ich verließ den Iran mit einem kleinen Koran in meiner Tasche. Obwohl ich niemals gefastet hatte, gebetet habe, in der Moschee war oder ein religiöses Ritual mitgemacht hatte, glaube ich immer noch an Allah und daran, dass Mohamed sein Prophet war, als ich 1964 den Iran verließ, um nach Amerika zu gehen.

Nachdem ich Englisch ziemlich gut gelernt hatte, las ich Teile des Korans auf Englisch. Nie zuvor hatte ich den Koran gelesen. Als ich den Iran verlassen hatte, gab es noch keine Übersetzung auf Persisch, zumindest wussten wir nichts davon. Ich las also einige Textstellen des Korans und war erschreckt über Verse, wie sie in der Sure „Das Licht“ vorkommen, wo Allah zu Mohamed sagt „Prophet, sag deinen Frauen, Töchtern und anderen gläubigen Frauen, dass sie ihre Augen und ihre Schätze vor der Sicht von Fremden schützen sollen“. Mein Problem lag darin, inwiefern eine Frau gekleidet sein sollte, um ihre „Schätze“ zu verbergen und was eigentlich sind die „Schätze“ einer Frau? Lag der Schatz einer Frau unterhalb der Gürtellinie oder war er ihr Gehirn? Die Art und Weise wie die Moslems in meiner Familie sich verhielten machte deutlich, dass für sie der Schatz der Frau in ihrer Jungfräulichkeit vor der Ehe lag und in ihrer Vagina nach der Ehe. Ich verachtete diese Einstellung. Immerhin ist die Vagina noch ein Teil MEINES Körpers. Warum sollte also jemand anderes über ihn bestimmen, wie zum Beispiel der Vater oder der Ehemann oder die Mutter oder der Rest der Sippe? Ich beschäftigte mich von da an immer mehr mit dem Koran und las viele Bücher. Nachdem ich alles immer wieder gelesen hatte, kam ich zum dem Entschluss, dass die Religion nur dazu da war, um die Fähigkeit des Menschen, SELBST zu denken und zu handeln zu zerstören. Einige dieser Sätze habe ich hier aufgelistet:

„Die Frauen sind euer Feld. Bestelle dein Feld, wann immer und wo immer du auch willst“ – „Gute Frauen sind gehorsam und solltest du Widerspenstigkeit erwarten, ermahne sie, meide sie ihm Ehebett und schlag sie“! – „Ich stand am Rande des Höllenfeuers und die Mehrheit der Menschen, die ich dort sah, waren Frauen“ (Aussage des Propheten Mohamed) – „Es ist besser, sich im Schlamm mit Schweinen zu suhlen, als einer Frau die Hand zu schütteln“ (ein indonesischer islamischer Führer) – „Das Paradies der Frau liegt unter den Füßen ihres Mannes“ (islamisches Sprichwort) – „Frauen sollten während ihres Lebens dreimal das Licht erblicken. Wenn sie geboren werden, wenn sie verheiratet werden und wenn sie sterben“ (islamisches Sprichwort). Später las ich in meinen Nachforschungen über den Islam über die Hochzeit des Propheten mit seiner ersten Frau als er 24 Jahre alt und damit 20 Jahre jünger war, als sie. Sie war eine reiche Frau, zweimal geschieden und hat den Mohamed um die Hochzeit gebeten und er hat angenommen. Als sie mit 72 Jahren starb, war er 52 Jahre alt und heiratete ein 6-jähriges Mädchen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er mit ihr schlief, als sie 9 Jahre alt war. Und er machte sie zur Mutter aller Moslems, als er starb. Sie war damals 16 Jahre alt und durch diese Bürde konnte sie nie mehr einen anderen Mann heiraten.

In den letzten 8-10 Jahren seines Lebens heiratete Mohamed zwischen 15 und 46 Frauen. Islam-Verteidiger behaupten, dass diese Frauen alles Witwen gewesen wären. Sie hätten keinen Platz gehabt, wo sie hätten hingehen können und niemand habe sich um sie gekümmert. Also hat Allah Mohamed befohlen, sie zu heiraten. Dieses Argument ist absolut lächerlich. Aisha, die er heiratete, als sie gerade mal 6 Jahre alt war, war immer noch ein Mädchen. Zeinab war ursprünglich mit dem Adoptivsohn des Propheten glücklich verheiratet. Aber dann bat Mohamed diesen, sich von ihr scheiden zu lassen, damit er sie heiraten könne. Um die Zustimmung ihres Stammes zu bekommen, brachte er den Vorwand, dass ein Moslem nicht die Erlaubnis habe, den Sohn eines anderen Mannes zu erziehen. Deswegen sei Zaid gar nicht sein Sohn, denn er hatte ihn adoptiert, bevor er zum Propheten auserkoren wurde. Diese Geschichte ist der Hauptgrund, warum Adoption im Islam verboten ist. Und Reyhaneh war eine wunderschöne Frau, deren Ehemann durch die Anhänger des Propheten gefangen genommen wurde und noch in der gleichen Nacht im Bett des Propheten landete. Diese Frauen waren keine Witwen. Sie alle hatten jemanden, der sich um sie gekümmert hat.

Wenn ich solche Geschichten gelesen hab, ist mein Kopf geradezu explodiert. Wie können so viele Menschen auf der Welt so einem Macho und pädophiliem Menschen folgen? Wie konnte mein Großvater mich zu einer Muslimin machen, als ich gerade mal 6 Tage alt war und somit zur Anhängerin eines Kriminellen? Ich kam zu der Schlussfolgerung, dass er davon einfach nichts wusste. Oder falls er es doch wusste, dann lag es einfach daran, dass er in einer solch barbarischen Kultur groß geworden ist und es einfach nicht besser wusste.

Als mein Sohn geboren wurde, gab ich ihm keine Religion. Ich gab ihm keinerlei religiöse Erziehung über Gott und seine Propheten. Und ich ließ ihn auch nicht beschneiden. Mein Glaube an Gott wurde am 1.April 1979 absolut ausgelöscht. Es wurde die islamische Republik oder die Republik Allahs im Iran, meinem Geburtsland, gegründet. Damit erlebte das gesamte Land eine Rückkehr zu düsteren Zeiten, denn von nun an herrschte das islamische Gesetz. Die Frauen waren die ersten Opfer dieses Rückschritts. Mehr als 130 Jahre des Kampfes waren mit einem Male durch die mittelalterlichen, religiösen Führer vernichtet. Unterstützt durch die Verfassung wurden Frauen in der Gesellschaft herabgestuft und zu Individuen zweiter Klasse. Im März 1979 benutzte Khomeini das Kopftuch (Hijab) als Symbol des Kampfes gegen den Imperialismus und gegen Korruption. Er erklärte, dass Frauen die Behörden der Islamischen Republik nicht ohne Kopftuch betreten sollten. Sie könnten weiterhin arbeiten, vorausgesetzt, sie trügen das Kopftuch. Im Jahr 1980 erklärte Khomeini: „Von jetzt an hat keine Frau mehr das Recht, in der Regierung NACKT zu sein. Sie können weiterhin ihre Aufgaben verfolgen, unter der Bedingung, dass sie sich islamisch kleiden“. Das Amt für Bildung legte daraufhin eine Kleiderordnung für die weiblichen Schüler und Studentinnen fest: schwarz, gerade geschnitten, den Körper von Kopf bis zu den Füßen bedeckend und das ab einem Alter von 6 Jahren! Um widerspenstige Frauen unter Kontrolle zu halten, setzte die Regierung Beamten ein. Diese beobachteten dann, ob sich die Frauen auf der Straße an die islamischen Gepflogenheiten hielten, oder nicht.

Die Regierung ging sogar noch einen Schritt weiter. Während der letzten 22 Jahre haben sich die Bedingungen für die Frauen kontinuierlich verschlechtert. Dennoch, trotz der hohen Strafen (Auspeitschungen, Steinigungen, Gefängnis, absolute Geschlechtertrennung), haben die iranischen Frauen ihren wertvollen Kampf nicht aufgegeben. Hashemi Rafsanjani, Präsident der Islamischen Republik Iran, hat vor kurzem den Unterscheid zwischen Mann und Frau entdeckt. In seinem Zitat sagt er: Gleichheit hat keine Priorität bei der Gerechtigkeit. Gerechtigkeit bedeutet auch nicht, dass alle Gesetze für Männer und Frauen gleich sein müssten. Der Fehler der Leute im Westen liegt darin, dass sie dies vergessen. Der Unterschied in der Statur, der Vitalität, der Stimme, der Entwicklung, der körperlichen Kraft und der physischen Stärke zwischen Mann und Frau zeigt, dass die Männer stärker und vielseitig einsetzbar auf allen Gebieten sind. Das Gehirn der Männer ist größer und Männer neigen eher zum Kampf und Frauen sind leichter reizbar. Männer neigen zur Gewissenhaftigkeit und zum Rationalismus, während die Frauen eine fundamentale Tendenz zum Emotionalen haben. Männer haben einen starken Beschützerinstinkt, wohingegen Frauen lieber beschützt werden. Solche Unterschiede beeinflussen die Verteilung von Verantwortungen, Verpflichtungen und Rechten„.

Unter dem islamischen Gesetz wurde das Gesetz zum Schutz der Familie aufgehoben. Die Polygamie wurde wieder eingeführt. Der Iran unterstützt ausnahmslos die Mehrehe. In der Islamischen Republik wurde die provisorische Ehe legitimiert. Als Konsequenz daraus kann ein Mann vier ´permanente´ und so viele ´provisorische´ Frauen heiraten, wie es ihm beliebt. „Viele Europäer haben Geliebte. Warum sollen wir einen menschlichen Instinkt unterdrücken? Ein Hahn befriedigt auch mehrere Hennen und ein Hengst mehrere Stuten. Eine Frau ist während einer bestimmten Periode nicht erreichbar, aber der Mann ist immer aktiv…“ (Ayatollah Ghomi, Le Monde, 20. Januar 1979) – „Die spezielle Aufgabe der Frau in unserer Gesellschaft ist es, zu heiraten und Kinder zu bekommen. Frauen werden davon abgebracht, eine Karriere in Richtung Gesetzgebung oder Gericht zu machen oder was auch immer die Fähigkeit der Entscheidungsfindung verlangt. Schließlich vermissen Frauen diese intellektuelle Fähigkeit und die kritische Urteilsfindung, die solche Berufe erfordern“. (Ayatollah Mutahari, einer der führenden Ideologen der Islamischen Republik bezüglich „The Question of Veil“). Die Zeugenaussage eines Mannes gleicht der von zwei Frauen. Also liegt der Wert einer Aussage einer Frau bei der Hälfte der Aussage eines Mannes. Laut dem islamischen Strafgericht, welches heute im Iran praktiziert wird, ist die „Frau halb soviel wert wie ein Mann“. Laut Klausel 6 des Gesetzes über Vergeltung und Bestrafung gilt im Falle, dass eine Frau einen Mann tötet, Folgendes: Die Familie hat das Recht auf Entschädigungszahlung für das Töten eines Verwandten. Im Gegensatz dazu muss der Mann im Falle, dass er eine Frau tötet, ihren Angehörigen nur die Hälfte dieses Geldes zahlen.

„Jede, die das Kopftuch nicht trägt, wird als Apostat angesehen und die Bestrafung eines Apostaten liegt in dessen Tod“. Wenn Mädchen mit der Todesstrafe verurteilt werden, soll das Urteil nicht vollzogen werden, solange sie noch Jungfrauen sind. Deswegen werden sie in den Gefängnissen systematisch vergewaltigt, bevor sie dann ermordet werden. „Frauen in Gefängnissen zu vergewaltigen, vor allem Jungfrauen, denen vorgeworfen wird, gegen das Regime zu sein, ist eine normale und alltägliche Praxis in den Gefängnissen im Iran. Der Klerus erklärt, dass sie an den Regeln des Islams festhalten und somit verhindern wollen, dass eine dieser Jungfrauen ins Paradies gelangt. Mullahs glauben daran, dass solche Frauen nicht von Allah sind und dass sie das Paradies nicht verdienen. Deswegen werden sie vergewaltigt, damit sichergestellt wird, dass sie in der Hölle landen“ (Bericht einer Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen bezüglich des Irans von 1992).

Der Artikel 15 der islamischen Konstitution schreibt ganz eindeutig vor, dass der Präsident des Landes ein Mann sein muss, der von den gottesfürchtigen und ehrenhaften Männern ausgesucht werden soll. Das bringt zur Folge, dass eine Frau niemals Staatsoberhaupt werden könnte und auch niemals die Stellung eines Valia-e-Faghih (spiritueller religiöser Führer) oder der Führer der muslimischen Nation werden kann. Iranischen Frauen ist es verwehrt, Fremde zu heiraten. Es sei denn, dass sie eine schriftliche Erlaubnis dazu vom Innenministerium vorweisen können. Am 30.März 1991 sagte Ahmed Hosseini (Direktor für Angelegenheiten in Sachen Ausländer und Immigranten), dass „Ehen zwischen iranischen Frauen und Ausländern viele Probleme verursachen für die Frauen und ihre Kinder. Denn diese Ehen werden nicht als legal anerkannt. Religiöse Registrierungen solcher Hochzeiten werden nicht als ausreichende Dokumente anerkannt, wenn es um legale Unterstützungen dieser Familien geht“.

„Verheiratete Frauen dürfen nicht verreisen, es sei denn, dass sie eine schriftliche Erlaubnis ihres Ehemannes bei sich haben“. Laut einem Gesetzesentwurf, der dem Majlis (dem islamischen Parlament) im Mai 1991 gezeigt wurde, ist es unverheirateten Frauen und Mädchen nicht erlaubt, das Land zu verlassen. Obwohl es im Moment noch kein Gesetz gibt, welches den Frauen das Verlassen des Landes verbietet, wissen es die Verantwortlichen in der Realität, wie sie es denjenigen, die gerne verreisen möchte, möglichst schwermachen können, so Keyhan am 23.Mai 1991. Die Behörden sind besonders streng gegenüber den unverheirateten Frauen und Mädchen, die es geschafft haben, ein Stipendium zu bekommen, um im Ausland studieren zu können. Die jüngsten Berichte von verschiedenen internationalen Organisationen wie Amnesty International oder den Vereinten Nationen zeigt ganz deutlich, wie die Basisgrundrechte der iranischen Männer, Frauen und Kinder mit Füßen getreten werden. Das einzige, was die Islamische Republik der iranischen Bevölkerung gebracht hat, ist Armut und Kummer. Ich frage mich, warum Gott sie im Stich gelassen hat? Zur Zeit der Revolution hat Khomeini gesagt, dass Gott auf ihrer Seite sei. Wenn es das ist, was man erhält, wenn Gott einem zur Seite steht, dann bin ich froh, dass er nicht an meiner Seite ist.

So habe ich erkannt, dass Religion und Gott nur dazu da sind, die Menschen zu kontrollieren. Mit Religion und Gott kann man große Geschäfte machen. Man kann viel Geld verdienen, damit die Geistlichen gut leben können, indem man andere dazu bringt, dass sie sich schuldig fühlen. Mein Freund und Kollege Dr. Ahmad sagte, dass es drei Religionen gibt, oder aber auch drei große Geschäfte: eine sammelt das Geld am Freitag ein, die andere am Samstag und die letzte am Sonntag.

Parvin Darabi (Co-Autor des Buches „Rage against the Veil“ – Prometheus Books – 1999) – Startseite von Koraninfo

 

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