kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Spiritualität des Fastens 9. Februar 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 15:46

Die Verklärung Christi

Von seiner Heiligkeit Papst Schenuda III

       Das Fasten ist der Verzicht auf die Nahrung für eine gewisse Zeit, während der man fettarme Speisen zu sich nimmt. Man soll bis zu einer vereinbarten Stunde des Tages fasten, denn wenn man vom Beginn des Tages an isst, dann ist man ein Vegetarier und keiner, der sich das Essen für einen gewissen Zeitraum enthält.

       Das Fasten ist das älteste Gebot, welches die Menschheit kannte. Denn das Gebot, das Gott unserem Vater Adam gab, war der Verzicht auf eine bestimmte Frucht eines Baumes (Gen.2:16,17), während er von dem Rest der Früchte aller Bäume essen durfte. Somit bestimmte Gott dem Leib gewisse Grenzen, welche er nicht überschreiten sollte. Auf dem Berg der Verklärung standen drei, deren Licht unausgesprochen herrlich leuchtete (Mt.17:1-9). Die drei waren von der Menschengruppe, die das Fasten pflegte und darin geübt war, weil jeder von ihnen 40 Tage und 40 Nächte fastete. Sie waren: Christus, der Herr, ihm gebühre die Herrlichkeit (Mt.4:2), Mose (Exd.40:28) und Elija (1Kön.19:8). Steckt hinter dieser herrlichen Szene ein wichtiges Prinzip? Dass es durch Besiegen des Leibes mit Hilfe des Fastens, die Seele verklärt wird, und damit auch der Leib? Wählte der Herr – mit sich – zwei, die im Fasten geübt waren, um uns die Natur zu zeigen, welche in der Ewigkeit verklärt wird, und die den Leib durch das Fasten gezähmt und seine Begierden besiegt hat?

       Durch das Enthalten der Speisen steigt der Mensch übers Niveau des Leibs und der Materialien empor. Der Herr begann seinen Dienst mit dem Fasten und lehnte die Verführung des Satans ab, das Essen allein als Mittel zum Leben des Leibes zu akzeptieren. Christus, der Herr, zeigte ihm, dass er nicht nur aus einem Leib ist, sondern auch einer Seele! Die Nahrung der Seele ist jegliches Wort, das aus dem Mund Gottes kommt. Und so sagte Jesus zum Versucher: „Der Mensch lebt nicht nur vom Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ (Mt.4:4). Dies war keine neue spirituelle Regel des neuen Testamentes, sondern ein altes Gebot, das dem Menschen innerhalb des verfassten Gesetzes gegeben wurde (Deut.8:3).

 

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