kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Fasten auf Koptisch 9. Februar 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 15:52

Der Prophet Jona

Viele Europäer wissen nicht, dass in Ägypten 15 Millionen Christen leben. Was sogar manche unserer Jugendlichen nicht wissen, ist das bedeutungsvolle Geheimnis der Stärke der koptischen Kirche, welches unter anderem beiträgt, dass es sie bis jetzt trotz der brutalen Verfolgung gibt. Dieses Geheimnis, dass ich allmählich zu lüften versuche, ist das Fasten.

       Zunächst einmal werfe ich das Licht auf die Fastenzeiten in der koptischen Kirche. Wie üblich wird es gefastet vor der Geburt und vor der Auferstehung Jesu Christi. Bei den Kopten beträgt die Dauer der Fastenzeit nicht „40 Tage“, die Christus für uns fastete (Mt.4:2).

  Vor der Geburt Jesu, unseres Heilands, fasten die Kopten „43 Tage“. Die drei zusätzlichen Tage haben mit der Geschichte der Koptenverfolgung zu tun. Dabei geht es um das Wunder der „Versetzung des Elmokatam-Bergs“ zur Ära des Papstes „Ibram Ibn Zarah, der Syrer“ und durch den Heiligen „Simeon, den Schuster“. Dieses Wunder geschah im Jahr 978 während des Kalifats von „Almoäz Ledin Allah, dem Fatimid“. Die Einzelheiten dieses Wunders werde ich bald veröffentlichen. Als Dank und zugleich Gedenken bestimmte die koptische Kirche diese drei Tage, die uns Kopten daran erinnern, wie Gott die Feinde der Kirche zu Schande brachte und seine Kinder in den christlichen Glauben befestigte. Warum dann 55 Tage anstatt 40? 

       Die vorösterliche Fastenzeit ist die Wichtigste und Strengste in der koptischen Kirche. Wo kommen also die übrigen 15 Tage her? Vor den regulären 40 Tagen fasten die Kopten 7 Tage, die als „Woche der Vorbreitung“ bekannt sind. Nach den 40 Tagen und vor Ostern (dem Auferstehungsfest) fasten wir 7 Tage, die als „Karwoche“ bekannt sind. Jeder Sonntag dieser Fastenzeit wird nach der biblischen Lesung genannt, welche an ihm gelesen wird. So heißen diese Sonntage folgendermaßen: Die Versuchung Jesu – der verlorene Sohn – die Samariterin – der seit 38 Jahren Gelähmte – der Blindgeborene – Palmsonntag. Wie schon gesagt, gilt diese Fastenzeit als überaus relevant, weil man während ihr Segen fürs ganze Jahr speichert, wie es so schön in dem koptischen Mönchtum heißt. Fasten und Gebet trennt man nicht. (more…)

 

Die Spiritualität des Fastens

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 15:46

Die Verklärung Christi

Von seiner Heiligkeit Papst Schenuda III

       Das Fasten ist der Verzicht auf die Nahrung für eine gewisse Zeit, während der man fettarme Speisen zu sich nimmt. Man soll bis zu einer vereinbarten Stunde des Tages fasten, denn wenn man vom Beginn des Tages an isst, dann ist man ein Vegetarier und keiner, der sich das Essen für einen gewissen Zeitraum enthält.

       Das Fasten ist das älteste Gebot, welches die Menschheit kannte. Denn das Gebot, das Gott unserem Vater Adam gab, war der Verzicht auf eine bestimmte Frucht eines Baumes (Gen.2:16,17), während er von dem Rest der Früchte aller Bäume essen durfte. Somit bestimmte Gott dem Leib gewisse Grenzen, welche er nicht überschreiten sollte. Auf dem Berg der Verklärung standen drei, deren Licht unausgesprochen herrlich leuchtete (Mt.17:1-9). Die drei waren von der Menschengruppe, die das Fasten pflegte und darin geübt war, weil jeder von ihnen 40 Tage und 40 Nächte fastete. Sie waren: Christus, der Herr, ihm gebühre die Herrlichkeit (Mt.4:2), Mose (Exd.40:28) und Elija (1Kön.19:8). Steckt hinter dieser herrlichen Szene ein wichtiges Prinzip? Dass es durch Besiegen des Leibes mit Hilfe des Fastens, die Seele verklärt wird, und damit auch der Leib? Wählte der Herr – mit sich – zwei, die im Fasten geübt waren, um uns die Natur zu zeigen, welche in der Ewigkeit verklärt wird, und die den Leib durch das Fasten gezähmt und seine Begierden besiegt hat?

       Durch das Enthalten der Speisen steigt der Mensch übers Niveau des Leibs und der Materialien empor. Der Herr begann seinen Dienst mit dem Fasten und lehnte die Verführung des Satans ab, das Essen allein als Mittel zum Leben des Leibes zu akzeptieren. Christus, der Herr, zeigte ihm, dass er nicht nur aus einem Leib ist, sondern auch einer Seele! Die Nahrung der Seele ist jegliches Wort, das aus dem Mund Gottes kommt. Und so sagte Jesus zum Versucher: „Der Mensch lebt nicht nur vom Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ (Mt.4:4). Dies war keine neue spirituelle Regel des neuen Testamentes, sondern ein altes Gebot, das dem Menschen innerhalb des verfassten Gesetzes gegeben wurde (Deut.8:3).

 

Entführung der minderjährigen Koptinnen zwischen Realität und Gerüchten

Filed under: Entführung minderjähriger Koptinnen — Knecht Christi @ 15:42

Als eine verlässliche Quelle muss ich erstens neutral und zweitens sachlich bleiben. Man darf sich nicht den Fehler erlauben, über etwas zu berichten, ohne vorher gründlich zu recherchieren. Auf alle Fälle ist es ein Plan, den die ägyptische Regierung seit der Ära Saddats bestimmte, dass die Koptinnen und vor allem die Minderjährigen von ihnen zwangsweise zum Islam konvertieren. Dadurch steigen die Zahlen der Moslems und sinken dafür die von den Kopten. Ferner erniedrigt man die koptischen Familien, damit sie mit gesenktem Kopf laufen.

       Nicht jedes Mädchen wird überwältigt, aber jedes Mädchen wird übers Ohr gehauen. Es stimmt, dass es manchmal passiert, dass junge Koptinnen mit Gewalt in ein Auto gequetscht und betäubt werden. Fakt ist es, dass es eine bekannte Zelle von Islamisten gibt, die sich auf Entführung der jungen Koptinnen spezialisierten. Dies verkörperten die Diener einer Kirche in Alexandria durch ein Theaterstück, wegen dem am 14.10.2005 ein Mob von über 15,000 zornigen Moslems vor dieser Kirche versammelte. Diese islamische Zelle pflanzt ihre jungen Studenten und Studentinnen in den Fakultäten und Instituten. Sie machen Jagd auf die koptischen Studenten und Studentinnen. Die Leichsten sind die, die nichts mit der Kirche zu tun oder gar keine Ahnung vom Christentum haben. Leichte Beute ist auch ein Junge oder ein Mädchen, die mit ihrem Lebensstandard unzufrieden sind, wie Mina von dem islamkritischen Theaterstück, der von einer Wohnung, einem Auto und viel Geld träumte. Meistens geht es so. (more…)

 

Entführt oder verführt?

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 15:38

Jack wie Hose, lautet meine Antwort darauf, weil das Endergebnis gleich bleibt. Freche Stimmen von dem islamischen Lager meldeten sich zum Thema „Entführung der minderjährigen Koptinnen“. Dreist und provokant liest und hört man: „Was verbreitet ihr denn da für Märchen? Die koptischen Mädchen gehen freiwillig mit den muslimischen jungen Männern, weil sie sich in sie verliebt haben. Überdies haben diese Mädchen sich für den Islam frei entschieden“.

       Selbst wenn diese gemeine Behauptung richtig wäre, müssen dennoch die Polizei und die anderen Behörden sich kooperativ zeigen, wenn sich die koptische Familie eines vermissten Mädchens an sie wendet. Stattdessen wird die Familie entweder auf falsche Fährte geschickt oder ganz skrupellos einschüchtert, vor allem wenn diese Familie bescheiden ist. In diesem Fall soll die Polizei die koptische Kirche benachrichtigen, welche einen Priester schickt, der mit diesem Mädchen über ihre Motive spricht, warum sie übertreten will, falls sie dies aus freiem Stück täte. Das alles passiert nicht. Weder die Familie noch die Kirche erfahren etwas.  (more…)

 

Vorlesung im amerikanischen Institut „Hudson“ – Teil II

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 15:33

Seine Exzellenz Bischof Thomas

Das heißt, dass der Begriff „Kopte“ nicht nur religiösen Hintergrund hat, sondern auch Kulturellen. Außerdem dauert die Arabisierung an, welche nicht nur die Sprache umfasst. Denn sie verschlingt auch kulturelle Werte wie Kalender, Bräuche, Sitten und die Arten der Kunst. Darum hat man das Gefühl, von unseren Mitmenschen im Stich gelassen zu werden, weil wir zusehen müssen, wie man unsere Werte wegnimmt, denen dann andere Namen verliehen werden. Als Beispiel dafür nennen wir die „Holzschnitzerei „.

       Jene Kunstart ist bekanntermaßen rein ägyptisch. Auf einmal wurde sie eine islamische Kunstart! Dass eine Person, Gruppe oder sogar Millionen zum Islam übertreten, wird das Faktum nicht abändern, dass dieses Handwerk ursprünglich ägyptisch ist. Trotz allem wurde es auch als islamisch umbenannt. Da werden die Ägypter sich fragen, woher diese Kunstart kam, und ob sie islamisch sei? Nachweisbar ist es, dass jene Kunst in der arabischen Halbinsel gar nicht bekannt war, zumal keine Bäume in dieser kahlen Wüste wuchsen [Dr. Mohamed Abdel Aziz Marzuk – „Die ägyptische Kunst“ – S.7,11,19 / Dr. Saiada Ismail Alkaschif – „Ägypten zu Beginn des Islam“ –  S. 293,294].    

       Meine Kultur wurde mir also geraubt und wurde anderes genannt. Nach meinen Begriffen heißt das „Fälschen der Geschichte“! Wenn wir Beispiele dafür anführen würden, bräuchten wir Stunden dafür, zumal sie zahlreich sind [Dr. Said Alkemny – „Gesetz der Gewalt“ – S.27 / Dr. Alfred Butler –  „Die Eröffnung Ägyptens durch die Araber“ – Seite 280].  (more…)

 

Parlamentschef schlief seinen Rausch aus

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 15:28

Bis jetzt weiß keiner, unter welcher Droge Fathi Sorur stand, als er beim Interview mit dem BBC sagte, dass das angebliche Vergewaltigungsopfer von Farschut starb. Er vergaß, dass die Zeit vorbei ist, in der die Kopten nur redeten und keiner ihnen zuhörte. Jetzt ist die Stimme der vereinigten Kopten in allen Ländern der Erde mehr als präsent. Sie bewegt Vieles!

       Nach der dämlichen Äußerung des betagten und erfahrenen Parlamentschefs Ägyptens hagelte es von Artikeln und Kommentaren der Kopten Amerikas und Europas; sowohl in den ägyptischen Zeitungen, arabischen Fernsehsendungen als auch den koptischen Webseiten. Da bekam er gleichzeitig kalte Füße und weiche Knie! Mubarak verpasste ihm eine kalte Dusche und bestellte ihm einen starken Kaffee, damit er seinen Rausch loswird. Schnell rief er das BBC-Fernsehen an, wie zum Beispiel die Journalisten von der ägyptischen Zeitung „Aljom Alsabaä“ Nahed Nassr berichtete. In einem Telefonat meinte Sorur zum BBC: „Als ich sagte, dass das junge Mädchen von Farschut kurz nach der Vergewaltigung starb, meinte ich doch den „seelischen Tod“. Nimmt das bitte zur Kenntnis und korrigiert dieses Missverständnis“! (more…)

 

Mein Zeugnis: Warum ich kein Moslem bin

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:24

Eine Iranerin rechnet mit dem Islam ab

von Parvin Darabi (www.faithfreedom.org)

Ich war gerade mal 6 Tage alt, als mein Großvater seine Religion auf mich übertrug, indem er einige arabische Wörter in mein Ohr flüsterte. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Worte die einzigen arabische Worte waren, die mein Großvater zitieren konnte und vielleicht wusste er nicht mal, was er mir denn da ins Ohr gesprochen hat. Wir kommen aus dem Iran und unsere Sprache ist Persisch. Die große Mehrheit der Iraner, meine Familie eingeschlossen, sprechen kein Arabisch, die Sprache Allahs. Religion ist wie die Farbe unserer Augen. Sie wird vererbt. Ich ging in der Nachbarschaft in einer Schule in den Kindergarten, wo eine ältere Dame namens Kobra die Aufseherin war. Ich hasste diese Schule und diese Aufseherin, weil sie in ihrer schwarzen Hülle so streng aussah. Die ganze Zeit trug sie immer nur schwarz. Es gab kein Lachen, keine Musik, kein Spiel. Es gab nur Allah und den Islam. Die Schule war schmutzig und trotzdem tat sie nichts anderes, als den Koran und Gebetsbücher zu lesen. Ich wusste, dass sie gar keine Ausbildung hatte und gar nicht lesen konnte. Denn als ich den Koran andersherum vor ihr hinlegte, las sie einfach weiter… 

Als Kind wollte ich Dreirad fahren, genau, wie es die Jungs taten. Aber man sagte mir, dass Mädchen nicht Dreirad fahren würden. Als ich in die Schule kam, wollte ich Geige spielen lernen. Aber auch hier wurde mir gesagt, dass ein anständiges Mädchen kein Instrument spielen würde. Dasselbe hörte ich, wenn es ums Fahrradfahren, Reiten, Schwimmen und anderer Freizeitbeschäftigungen ging. Schon als kleines Mädchen wurde mir die Bedeutung der Jungfräulichkeit eingetrichtert. Ein Mädchen muss als Jungfrau in die Ehe gehen. (more…)