kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sträuße beschimpfen Löwen 27. Januar 2010

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 12:42

 

Koptische Demo in Athen

Verkehrte Welt echt ist diese, in der wir leben! Die Sträuße, die dafür bekannt sind, die Köpfe in den Sand zu stecken, beschimpfen die mutigen Löwen. Es reichte nicht, dass sie die Fakten vertuschten und Lügen verbreiteten. Sie vertauschten sogar die Plätze bzw. die Rollen. Sie sind jetzt die Kläger, und nicht die Drahtzieher. Sie streiten vehement ab, dass die Kopten diskriminiert, unterdrückt oder verfolgt werden. Das ganze Land macht den koptischen Jugendlichen für das Massaker verantwortlich, der im vergangen November ein muslimisches Mädchen vergewaltigt haben soll. Im November 2009 war er auch für die Unruhen in Farschut verantwortlich, bei denen ein Mob alles zerschlug, was koptisch ist. Um die Öffentlichkeit abzulenken und sie wie üblich zu manipulieren, werden die Kopten im Ausland für die Gefährdung der religiösen Einheit zwischen den Christen und den Moslems Ägyptens und in den anderen Ländern (in denen sie leben, und wo sie protestierten) verantwortlichen gemacht.

 

       Anstatt sachlich mit der Christenverfolgung in Ägypten umzugehen und sie endlich mal zuzugeben, werden die Kopten und ihre geistlichen Führer als Verräter bezeichnet, die ihrer Heimat nur schaden wollen. In der ägyptischen Zeitung „Aljom Elsabä“ schrieb eine Journalistin namens Nahed Nassr einen geschmacklosen Artikel mit dem Titel: „Fünf Priester steuern die politische Hetze im Ausland„. Die muslimische Journalistin kennt nicht einmal den Unterschied zwischen Bischof und Priester, und das soll eine sein, die berichten darf, ohne sich genügend Informationen geholt zu haben? Das war doch nicht alles! Ihr Bericht ist überfüllt von solchen Fehlern. Zum Beispiel: Bischof Gabriel ist nicht für den ganzen deutschsprachigen Raum verantwortlich. Am vorigen 10. Dezember hielt er in Stephansdom keine Rede, bei der er über die Benachteiligung der Kopten in Ägypten sprach. Er führte nicht die aufhetzende Demo am 10.12.09. Bischof Bernaba ist nicht für Italien verantwortlich, sondern nur für Turin, weil es einen Bischof gibt, der für Milano zuständig ist. Bischof Serapion ist für Los Angeles zuständig, aber er führte nicht die einzige und erstmalige Demo in den USA. Die Journalisten, die nichts von Manieren versteht, warf den ehrwürdigen koptischen Bischöfen vor, dass sie Lügen verbreiten.

 

       Sie sollen in den Ländern, in denen sie sich aufhalten, den Ruf Ägyptens beschmutzt zu haben, als sie lügenhaft davon berichteten, dass die Kopten verfolgt wären. Was soll das, dass die Kopten benachteiligt werden? Wer will sie aus Ägypten verjagen? Wer zerstört und brennt ihre Besitztümer nieder? Von welchen Massakern und Vertreibung redet ihr? Der Bischof, der den Titel „Oberhaupt der Hetzer“ bekam, war Bischof Antony von Nord-England und Schottland, der für seine aufhetzende Stellungnahmen bekannt ist, seitdem er in 1995 eingesetzt wurde. Was bezweckt Bischof Soryal von Melborne, als er vor dem europäischen Parlament demonstrierte und mit australischen Parlamentariern auf Straße marschierte? Wo war Papst Schenuda, als dieser Bischof dasselbe in 2006 unternahm und dabei behauptete, dass die minderjährigen Mädchen entführt und zwangsweise islamisiert werden sollen? Spinnt der Kompass in den Händen der koptischen Bischöfe im Ausland? Oder versuchen sie einen systematischen Druck zu erzeugen, dessen Folgen unbeschreiblich gravierend sein können?!?

 

       Jene Journalistin bzw. jene Zeitung ist nicht die einzige, welche sich solche feigen Attacken erlaubten. Außerdem ist das auch nicht das erste Mal, dass die hochrangigsten Persönlichkeiten denselben Ton singen. Von wegen seien die Koten im Ausland: Verräter, Arbeitslose, die etwas Geld verdienen wollen, verbitterte Menschen, die sich an Ägypten rächen wollen, oder sogar Söldner der Amerikaner und Zionisten! Wann wird dieses Land damit aufhören, die Fakten unter den Teppich zu kehren? Die ganze Welt steht uns bei, nur unsere Landesleute nicht. Schaut nur die Unruhen und Massaker in den letzten 30 Jahren an!

 

One Response to “Sträuße beschimpfen Löwen”

  1. deadman Says:

    Ich bin da total anderer Meinung. Keiner warf ALLEN ägyptischen Muslimen vor, Christen zu terrorisieren bzw. sie für zweitrangig zu erachten. Es geht lediglich um die Akzeptanz der Tatsachen dass regelmäßig Angriffe und Übergriffe auf Kopten, sowie ihre religiösen Einrichtungen und Besitztümer stattfinden und dass die Regierung sich auf Seiten der radikalen Muslimen geschlagen hat. Es geht darum dass auch wenn es nur mehr einen Kopten in Ägypten gibt, dass er als Minderheit anerkannt und respektiert wird und dass seine Rechte gewahrt bleiben. Es ist an der Zeit, dass man Religion und Staat trennt. Wer zu wem betet ist eine Privatsache, solange man dadurch keine anderen gefährdet. Falls Leute sich entscheiden freiwillig die Religion zu wechseln, dürfen sie nicht verhaftet, gefoltert und getötet werden und das gilt für beide Seiten.

    Ich verstehe es nicht wenn sich Angehörige der muslimischen Gemeinde dies beneinen und sich einfach auf die Seite ihrer Landsleute stellen. Ein Staat sowie jeder Bürger hat die Pflicht zur Rechtssprechung, das heißt er hat die Pflicht die Wahrheit zu erfahren und sich zur Wahrheit zu bekennen. Was in Ägypten geschieht, geschieht schon viel zu lange.

    Was ich auch nicht verstehe, ist was die Regierung von dieser Strategie hat. Wenn die Kopten weg sind, sind das nicht weniger Leute die arbeiten, die Steuern zahlen, die Ägypten Wohlstand bringen? Dieser Staat wird von Leuten geführt die meiner Meinung nach keine Vernunft zeigen und dieses Land langsam aber sicher in den Ruin ziehen. Es ist vollkommen ersichtlich dass die Regierung dieses Feuer zwischen Muslimen und Christen regelmäßig mit Brennstoff versorgt. Das ist alles sinnlos, destruktiv und im höchsten Grade schmerzlich, für beide Parteien. Aus diesem Grund bin ich Befürworter der Demonstrationen auf der ganzen Welt. Sie dienen der Informierung der Welt und jeder hat das Recht auf seine Meinung und die Argumente die man hervorbringt sind zu beachten und nicht die Anzahl der Leute die eine Meinung vertritt und wie laut sie schreien.


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