kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Warum lässt Gott Katastrophen zu? 24. Januar 2010

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 21:52

Alles verloren ... pure Verzweiflung!

Wie oft bekam ich diese Frage gestellt, als ich mit einem Atheisten über Christus sprach! Nicht nur die einfachen Menschen, sondern sogar gebildete Menschen rechtfertigen ihren Unglauben durch diese These: Wenn es einen gütigen Gott gäbe, der die Menschen liebt und ihnen gute Geben schenkt, dann warum lässt er zu: dass kleine Kinder an Krebs sterben, dass Tyrannen Völker terrorisieren und ausmerzen, dass ein Land von Erdbeben, Hurrikans, Vulkanausbrüche, Epidemien, Waldbrände, Hungersnot, Dürre und Terror heimgesucht wird? 

       Unser Gott und Herr, Jesus Christus, bereitete uns darauf vor: „Ihr werdet von Kriegen hören und Nachrichten über Kriege werden euch beunruhigen. Gebt Acht, lasst euch nicht erschrecken! Das muss geschehen. Es ist aber noch nicht das Ende. Denn ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere und an vielen Orten wird es Hungersnöte und Erdbeben geben. Doch das alles ist erst der Anfang der Wehen“ (Mt.24:6 – Lk.21:9 – Mk.13:7). Anfang der Wehen? Warum sollen wir leiden, wenn du bei uns bist, Herr?

       Darauf antwortet Christus: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt.28:20). Das Problem aber liegt daran, dass wir uns von Gott abwenden. Wir betrachten seine Gebote als Fessel und Barrieren, welche uns daran hindern, die verbotenen Früchte zu kosten. Wir gleichen einem Kind, das sich von der behütenden Hand seines Vaters losreißt, während sie eine mehrspurige Straße überqueren. Erst dann stellt das Kind fest, dass er einen Fehler beging.

      Manche Kinder bleiben aus Trotz allein und werden angefahren oder sogar überfahren. Andere dagegen rufen nach ihrem Vater und rennen zu ihm zurück, wo sie damit überrascht werden, dass er ihnen entgegenkommt. Erinnert man sich an den Gerechten Ijob? Da fragt man sich, wie Gott zulassen kann, dass der Satan vor ihn hintreten darf ? (Ijob 1:6-22). Warum lässt der Allmächtige zu, dass der Satan dem rechtschaffenen Ijob alles wegnimmt; sogar seine Gesundheit? Ist das der Lohn für seine Gottesfürchtigkeit? Die Antwort lautet, dass Gott ihn auf die Probe stellen wollte, um ihn erstens von der Selbstgefälligkeit zu reinigen, und zweitens um seinen drei Freunden und seiner Frau eine Lektion zu erteilen. Ijob bestand die Prüfung und daher: „Der Herr wendete as Geschick Ijobs, als er für seinen Nächsten Fürbitte einlegte. Und der Herr mehrte den Besitz Ijobs auf das Doppelte“ (Ijob 42:10-17). Das Schönste an dieser Prüfung sind die Betrachtungen Ijobs über Gott. Vielleicht erlaubt Gott uns manchmal eine harte Prüfung! Aber was machen wir dann? Nehmen wir dankend an oder lästern wir rum?

       Von zeitgemäßen Ijobs kann ich auch berichten! Momentan lese ich ein interessantes Buch, dessen Inhalt ein wenig über das erzählt, was acht Bischöfe und 24 Priester im Gefängnis erlebten, als der erschossene Saddat am 05. September 1981 anordnete, dass sie verhaftet werden. Sie waren zerquetscht in einer Zelle, die 1,5×1,5 groß war und eine einzige Öffnung von 30 cm. hatte. In dieser Zelle mussten sie einen Eimer als Toilette benutzen. Man brachte ihnen etwas Linsensuppe oder Bohnen in verrosteten Eimern. Darin schwammen Motten und Kakerlaken. Über das, was sie erlebten, braucht man ein dickes Buch. Was aber dabei wichtig ist, war ihr Verhalten im Gefängnis. Sie verwandelten es in eine Kirche. Sie verrichteten die sieben Gebete am Tag mit 400 Niederknieungen. Das Gefängnis bebte, sodass die Offiziere Angst bekamen. Einmal kam der Direktor und sagte zu den Metropoliten, Bischöfen und Priestern: „Hört bitte damit auf, das Gefängnis stürzt gleich ab“! Papst Schenuda verbrachte vom 05.09.1981 bis 05.01.1985 im Kloster des Heiligen Bischoy im Natrontal die fruchtbarste Zeit seines Lebens, während der er 16 seiner schönsten Bücher verfasste. Überzeugt Sie das?

 

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