kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Tödliche Schüsse nach der Messe – taz.de 20. Januar 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 12:16

Bei einem Anschlag auf ein koptisches Weihnachtsfest in Ägypten sind sieben Menschen gestorben. Die Gewaltausbrüche zwischen den konfessionellen Gruppen nehmen zu. VON KARIM EL-GAWHARY

 

Nach dem Anschlag auf ein koptisches Weihnachtsfest in Nag Hamadi in Ägypten kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der Opfer und der Polizei. Foto: ap

KAIRO taz | Die Mitternachtsmesse zum orthodoxen Weihnachtsfest ist für die koptischen Christen im südägyptischen Nag Hamadi blutig zu Ende gegangen. Als sie den Gottesdienst verließen, wurden sie von drei Unbekannten in der Nacht zu Donnerstag aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug mit automatischen Waffen beschossen. Mindestens sieben Menschen kamen dabei ums Leben, sechs Gottesdienstbesucher und ein muslimischer Wachmann.

Am Morgen danach kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, als ungefähr 2.000 aufgebrachte Kopten vor dem Leichenschauhaus begannen, Krankenwagen anzuzünden. Die Behörden weigerten sich, die Leichen freizugeben, mit dem Argument, dass eine Beerdigung Anlass zu größeren Auseinandersetzungen zwischen Christen und Muslimen bieten könnte. Die Polizei vertrieb die Protestierer, viele davon Verwandte der Toten, mit Tränengas. (more…)

 

Lachen trotz Trauer und Schmerz

Filed under: Humor mit Kultur — Knecht Christi @ 12:00

Sultan, König oder Staatschef

Im Flugzeug wollte Mubarak 100 € zum Fenster schmeißen, um einer ägyptischen Familie Freude zu machen. Seine Frau sagte: Wirf doch zwei 50€-Scheine und mach zwei Familie glücklich! Sein Sohn Gamal war dafür, 25€-Scheine zu werfen, um vier Familien eine Freude zu bereiten. Der Pilot meinte: Herr Präsident; wirf dich und mache 80Mil. Glücklich!

       Mubarak besuchte eine Grundschule und nach einer langweiligen Rede dürften die Bengel Fragen stellen. Peter sagte ihm: Ich habe vier Fragen an Sie! 1] Warum sind Sie seit 28 Jahren unser Präsident? 2] Warum haben Sie bis jetzt keinen Vize? 3] Warum beherrschen Ihre Kinder alles in Ägypten, während Sie nichts machen? 4] Warum ist die Wirtschaft in Ägypten im Eimer? Plötzlich klingelte die Pausenglocke! Als die Pause zu Ende war, kehrten die Schüler ins Klassenzimmer zurück. Grinsend fragte Mubarak, ob jemand etwas fragen möchte. Georg meldete sich und sagte: Ich habe sechs Fragen an Sie. 1] Warum sind Sie seit 28 Jahren unser Präsident? 2] Warum haben Sie bis jetzt keinen Vize? 3] Warum beherrschen Ihre Kinder alles in Ägypten, während Sie nichts machen? 4] Warum ist die Wirtschaft in Ägypten im Eimer? 5] Warum klingelte die Pausenglocke 15 Minuten zu früh? 6] Wo ist Peter?

      Bei Günter Jauch nahm Alaa Mubarak an „Wer wird Millionär“ teil. Alle Fragen waren für ihn leicht, bis er die Frage gestellt bekam: Wer ist der größte Dieb Ägyptens? Alaa machte aus seinem Recht Gebrauch und rief seinen Bruder Gamal an! Bruderherz sagte zu seinem kleinen Brüderchen: Begnüge dich mit dem, was du gewonnen hast, und verliere Paps nicht!

       Ein schlauer Kopte fand Alaa-Eldins Lampe und rieb sie, bis der Geist rauskam und ihm die üblichen Worte sagte: Wünsche dir egal was und ich verwirkliche es dir! Der Kopte sagte ihm: Baue mir eine Autobahn von Alexandria bis Luxor. Der Lampendiener erwiderte, dass das nicht machbar sei. Dann wünschte der Kopte sich, dass Mubarak einem anderen das Regieren Ägyptens überlässt. Entsetzt fragte der Geist: Soll deine Autobahn achtspurig sein?

       Mubarak fragte seinen Premier Nazif, ob Gamal Abd Elnasser, Anwar Saddat oder der Kalif „Omar Ibn Elkhatab“ besser als er seien. Heuchlerisch entgegnete Nazif: Sie sind ganz bestimm besser als sie alle drei. Gamal fürchtet die Russen; Sie aber nicht. Saddat fürchtete die Amerikaner; Sie aber nicht. Ibn Elkhatab fürchtete Allah; Sie ganz bestimmt nicht.   

 

Ich wäre so gern bekloppt

Filed under: Humor mit Kultur — Knecht Christi @ 11:51

Die Not ist die Mutter aller Erfindungen und die Genialität wird durch Tränen erzeugt. Bei bestem Willen kenne ich den Grund hinter der Koptenverfolgung in Ägypten nicht! Um die Dinge beim Namen zu nennen, sage ich klipp und klar, dass es dabei um Hass auf Kopten geht. Es muss aber einen unumstößlichen Grund bzw. gewisse Gründe für diesen Hass geben.

       Als ich ernsthaft versuchte, den wahren Grund dafür zu finden, gab es meiner Ansicht nach drei Gründe dafür: Der Islam und die Terroristen, die Regierung und die Kopten selbst!

{1} Warum hassen die Moslems uns? Wir sitzen doch im selben Boot und teilen dasselbe Schicksal im Guten und im Schlechten. Wie kann ich meinen Nachbar hassen, weil er an eine andere Religion glaubt? Warum soll ich meinen Arbeitskollegen hassen, während wir beide uns um das Aufblühen unserer Firma bemühen? Warum soll ich meine Kommilitonen hassen, während wir dieselben Probleme haben? Was haben sie für ein Problem, wenn ich eine Kirche baue? Es ist ja eine Art von Missionierung, obwohl man nicht durch Kirchen oder Kreuze missioniert, sondern außerhalb der Kirche. Was man dabei nicht vergessen darf, ist der Fakt, dass die Missionsarbeit eine Reaktion auf das, was die islamischen Gruppen verüben, obwohl die Methoden total verschieden sind. Sie greifen zu Gewalt und wir zu rationalen Argumenten. (more…)

 

Angeklagt in der Bananen-Republik

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 11:44

Verzweiflung, Trauer und Wut

Jeder Kannibale oder sogar Unmensch hätte Gänsehaut bekommen, wenn er den armen angeklagten Kopten „Georg“ im Käfig eines der ägyptischen Gerichte gesehen. Georg stand in diesem Käfig neben sich und hörte während der Verhandlung nicht auf, zu weinen. Als er gefragt wurde, was er beantragt, bettelte er geknickt: „Ich flehe Sie, meine Gebieter, an! Bringt mir bitte einen Rechtsanwalt und benachrichtig meine Familie, weil sie nicht wissen, wo ich mich befinde“! Georg wird zu Unrecht beschuldigt, eine Muslimin vergewaltigt zu haben, obwohl der Gerichtsmediziner begutachtete, dass diese Muslimin noch Jungfrau ist.

      Die herzzerreißenden Tränen von Georg nahm das Team von der TV-Sendung „90 Minuten“ {Sender: Elmehwar} auf. Die muslimische Moderatorin „Nanis Elarnusy“ sagte schadenfroh: „Der junge Christ, der ein muslimisches Mädchen im vergangenen November in Farschut vergewaltigte, verursachte mit seinem Verbrechen die Unruhen in Farschut und das Blutbad in Naag Hamady“! Sagt mal: Habt ihr noch Gewissen? Glaubt ihr an einen Gott?!?

       Sie erfinden eine Lüge und glauben selber dann daran! Schämt ihr euch nicht vor euch selbst, wenn ihr in den Spiegel schaut? Könnt ihr ruhig schlafen, ohne die Bilder von den jungen Männern zu erblicken, welche 43 Tage fasteten und Weihnachten mit Familie und Freunden verbringen wollten? Vergisst nicht, dass dieses vergossene Blut euch nie in Ruhe lassen wird. Habt ihr das angeblich vergewaltigte Mädchen von Deirut schon vergessen? Wegen ihr wurden vier Kopten im vergangenen Oktober erschossen. Ein Mob zerschlug unter dem Jubel „Allah Akbar – es gibt keinen Gott außer Allah“ alles, was koptisch ist. Was war dieses Mädchen? Eure Zeitungen deckten alles auf und schrieben, dass sie eine Dirne ist. Das pornographische Video habt ihr und wenn nicht, schicke ich es euch! Ich kenne die Adresse!

 

Eine Moschee in dem U-Bahnhof

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 11:03

A ls ob wir nicht genug davon hätten, haben die gläubigen Mitarbeiter einen Teil des U-Bahnhofs „Albehoth“ in Kairo erobert. Sie rollten Teppiche und stellten ein Schild „Moschee XY“. Ringsum stellten sie auch Blumen und pflanzen, damit man daran erkennt, dass das ein besonderer Ort ist, den man sauber halten muss. Schwuppdiwupp war die Moschee Tatsache!

Als ich die Videos zugeschickt bekam, sah ich die Bilder, die das Blut in meinen Adern zum Kochen brachten. In den Bahnhöfen Ägyptens wurde der Hof in eine winzige Moschee verwandelt, die sich zur Gebetszeit ausdehnt, sodass man seinen Zug nicht erwischt. In allen Banken, Firmen, Ämtern und Ministerien muss es eine Moschee geben. Ich war in dem Lager der Eygpt-Air, um Koffer und Pakete abzuholen, was von 8:00 bis nach 14:00 dauerte. Um genau 12:00 wurden die Teppiche gerollt und alle Beamten machten ihre Gymnastik (aufstehen und niederknien). Ich dachte: Das kann doch nicht war sein! Vielleicht weil wir Christen von Christus lernten, dass man im Verborgenen zu ihm beten soll. Außerdem verstehe ich nicht, wie man die Arbeit lahm legt? Sogar in den Pharma-Fabriken und deren Filialen bekommt man den Rat, nicht gegen 12:00 hinzugehen. Denn es herrscht um diese Zeit Ausnahmezustand.

Meine eigentliche Frage: Wenn man jeden Ort in eine Moschee verwandelt, warum regt sich dann das ganze Land dermaßen auf, wenn eine Kirche gebaut wird, oder wenn der Sicherheitsdienst und Geheimdienst Wind davon bekommen, dass ein paar Familien in einer Wohnung beten? Warum versammelt sich ein Mob, der alles zerstört, was den Kopten gehört?

 

Stolz auf die koptische Kirche

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 10:57

Sowieso bin ich sehr stolz, ein Kopte sein zu dürfen. Ebenfalls habe ich allen Grund, auf meine koptische Kirche stolz zu sein. Sogar vor der arabischen Eroberung Ägyptens hatte die koptische Kirche harte Zeit überstanden. Eines der Weltwunder ist es, dass unsere Kirche immer noch standhaft ist, oder dass es sie überhaupt gibt. Das ist aber nicht der Grund, wegen dem ich jetzt auf die koptische Kirche stolz bin. Der eigentliche Grund ist die Teilnahme der Bischöfe, Mönche und Priester weltweit an den Demos, was für viele Kirchen im Ausland nicht selbstverständlich war. Jetzt sprechen die Priester ganz offen über die Verfolgung durch Islamisten und üben sogar Kritik an ägyptische Regierung. Christus sei Dank fürs Brechen dieses Tabus. Ich konnte sogar meinen Ohren nicht trauen, als ich hörte, dass ein koptischer Priester sagte: „Der Islam kann keine andere Religion dulden. Das ist die Ursache der Unruhen“.

       In Deutschland fanden Demos in Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Hannover und München statt. Man kann sich kurze Abschnitte der koptischen Demos in der ganzen Welt auf unserer Seite anschauen. In Holland gingen über zweitausend Kopten auf die Straßen Amsterdams. Dieselben Szenen waren auch in allen Ländern Europas, in Australien (Melbourne mit Bischof Souryal und Sydney mit Bischof Daniel) und in vielen Staaten Amerikas zu sehen, was aber nicht in den arabischen Ländern geschah, obwohl es zum Beispiel in Libyen, Algerien oder im Sudan viele Kopten leben. Den Grund kennt ja jeder von uns! Oder?

       Einheitlich waren diesmal nicht nur die Plakate und Bilder der Märtyrer, sondern die Särge, die in schwarz verhüllt sind und die Lautsprecher, durch die sogar unsere Priester die Straßen beben ließen. Was man nicht vergessen darf, ist die Solidarität der anderen Kirchen (Katholische, Protestantische, Assyrische, Griechische, Syrische und jede Menge orientalische Kirchen). Es war schön zu sehen, wie ein katholischer Mönch in Düsseldorf durch Lautsprecher schrie: „Deutschland; wach auf“! (more…)

 

Bischof Gabriel: Kopten im Alltag diskriminiert

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 10:44

Massaker werden durch Hasspredigten provoziert

Von Stefan Beig – Wiener Zeitung: 15. Januar 2010

Wien. Am 6. Januar wurden bei einem Angriff auf die Teilnehmer einer Christmette koptischer Christen im ägyptischen Nag Hamadi acht Menschen getötet. Die „Wiener Zeitung“ sprach mit Bischof Gabriel von der Koptisch-orthodoxen Kirche in Österreich über die Lage nach dem Anschlag.

Wiener Zeitung: Wie ist die Stimmung unter den Kopten Österreichs seit dem Massaker in Nag Hamadi?

Bischof Gabriel: Zum ersten Mal sind alle koptischen Jugendlichen von sich aus aktiv geworden. Sie beschlossen eine Demonstration zu organisieren und haben bereits den betroffenen Familien in Ägypten Geld geliefert.

+ Wo liegen die Wurzeln für die wachsenden Spannungen in Ägypten zwischen Kopten und Muslimen?

Präsident Anwar Saddat wollte den Kommunismus mit dem Islamismus bekämpfen. Deshalb hat er die Extremisten unterstützt. Es war dasselbe wie in Afghanistan: Zur Bekämpfung des Kommunismus hat man die Taliban gegründet, die später die USA bekämpft haben.

+ Jahr für Jahr tauchen Berichte über Gewalt gegen Kopten auf. Sind das nur einzelne Vorkommnisse?

Nein, die Kopten werden im Alltag diskriminiert und benachteiligt. Sie werden – mit einzelnen Ausnahmen – von hohen Posten ferngehalten. Früher gab es etliche koptische Professoren an den Universitäten, heute kaum noch. Viele koptische Mädchen und Frauen werden jährlich zum Islam zwangskonvertiert. Das Schlimmste ist, dass diese Frauen danach verschwinden und die Familie keine Möglichkeit mehr hat, mit ihnen in Kontakt zu treten. (more…)