kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Das Blut der Märtyrer rüttelte die Kopten wach 13. Januar 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 11:28

Die Kopten Deutschlands melden sich zurück

 

       Lange verhüllte sich die koptische Kirche in Schweigsamkeit und hielt sich zurück, obwohl die Attentate weder aufhörten noch weniger wurden. Allein im vergangenen Jahr (2009) gab es jeden Monat ein Attentat und jeden Tag eine traurige Nachricht im Hinblick auf „Entführung minderjähriger Koptinnen“, „Verweigerung der Gewährung einer Bauerlaubnis für eine Kirche oder einen Saal“, „Herabwürdigung des Christentums“ und die gewöhnlichen Gemeinheiten der ägyptischen Regierung den Konvertiten und den Revertiten gegenüber.

       Mussten die acht Märtyrer von Naag Hamady nach der Weihnachtsmesse erschossen werden, damit diese enthusiastische Erwachung geschieht. Bischöfe, Mönche und Priester schütteln die Sorge von den Schultern ab, Spannung seitens der ägyptischen Regierung zu bekommen. Sie gehen auf die Straße und führen die besorgten und eifersüchtigen Kopten, die Banner und Bilder hochheben, auf denen die Opfer verschiedener Massaker zu sehen sind. Die koptischen Jugendlichen in verschiedenen Ländern der Welt tauschten die Details des letzten Blutbads mit ihren Freunden aus. Manche von ihnen veröffentlichten die Videos und stellten auch welche auf Youtube. Man hört nur von Demos und Pressekonferenzen überall. (more…)

 

Zwischen Moslembrüdern und Regierung

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 11:24

Das Blutbad, das angeblich drei muslimische Ganoven am 06.01.2010 anrichteten, ist im Endeffekt ein Denkzettel von den Moslembrüdern an die ägyptische Regierung. Gamal, der Thronfolger, möchte die Moslembrüder nicht mehr am Board haben, was er auch ihnen ganz deutlich sagte, weil sie seiner Auslegung nach mehr Schaden verursachen und deshalb man auf ihr Nutzen verzichtet. Das lassen die Moslembrüder nicht auf sich setzen und greifen zu ihren alten Methoden, um die Regierung in die Ecke zu treiben, damit sie doch nachgibt.

       Vielleicht erinnert sich der ein oder der andere an die Zeit von 1989 bis 1993. Die Dschihadisten machten der ägyptischen Regierung die Hölle heiß. Es fing mit der Erschießung von dem Kabinettschef „Refaat Elmahgub“ an. Sie versuchten den Premier und viele Minister in ihren Dienstwagen zu erschießen, was aber scheiterte. Dann versuchten sie die aller beste Einnahmequelle Ägyptens zu zerstören, nämlich Tourismus! Sie machten Jagd auf Touristen und versetzten das ganze Land in Angst und Schrecken. Die Antwort der ägyptischen Regierung war überaus stahlhart. Denn es ging dabei um die Stabilität des Staats. Anders handelte die Regierung, als die Islamisten die Kopten ermordeten und sie dazu zwangen, Tribut zu zahlen. (more…)

 

Ein Racheakt und kein religiös motiviertes Blutbad

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 11:19

Elkamuny heißt der registrierte Verbrecher, der mit zwei Komplizen (Koraschy und Hendawy) das Blutbad plante und anrichtete. Die Medien verbreiten, dass diese Bluttat auf keinen Fall einen religiösen Hintergrund hat. Sie versuchen sogar die Ägypter zu Narren zu halten, indem sie bekräftigen, dass dieser Verbrecher von der Familie des Mädchens (welches vorgetäuscht im vorigen November von einem Kopten vergewaltigt wurde) gegen Bezahlung angeheuert wurde. Er sollte sich an Kopten rächen, weil einer von ihnen eine Muslimin entehrte. 

      Bevor ich fortfahre, muss ich dem Europäer erklären, was bis jetzt im Süden Ägyptens passiert, wenn jemand – egal wie – ermordet wird. Es ist eine Schande, die Polizei zu rufen, weil sie in Selbstjustiz eine Art Austilgung der Schuld finden. Sie beerdigen ihren ermordeten Angehörigen. Jedoch lassen keine Trauerfeier zu, eher der Schuldige oder jemand von seiner Familie erschossen wird. Erst dann fangen sie an, zu weinen und die Tröstenden zu empfangen.

       Ein Parlamentarier rief während der Sendung „48 Stunden“ an, weil er es nicht mehr ertragen konnte, was die ägyptischen Medien für Schwachsinn verbreiten. Er erklärte die allen Ägyptern bekannten Regeln der Rache im Süden und sagte: Logisch ist es nicht, dass ein solcher Verbrecher, der ein langes Register hat und dreimal Frauen vergewaltigte, Kopten aus Eifersucht auf die Ehre einer Muslimin erschießt. (more…)

 

Balance-Politik a la ägyptische Regierung

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 11:14

Bevor man spricht, sollte man sich erstmal informieren oder rational recherchieren, was in den Kulissen vor sich geht. Viele Kopten waren stocksauer, als sie im ägyptischen Fernsehen mit eigenen Augen zusahen, wie Bischof Kyrillos von Naag Hamady das Gegenteil von dem sagte, was er unmittelbar nach dem Blutbad äußerte. Seine Exzellenz nahm alles zurück, was er der ägyptischen Regierung vorwarf. Derjenige, der nicht den Dolch im Rücken des mutigen Bischofs wahrzunehmen vermag, verurteilte ihn und warf ihm Feigheit und Verrat vor. Die Spitze dieses Dolches steckt schon in seinem Rücken, sodass er vor Schmerzen laut schreien sollte. Ganz im Gegenteil dazu! Er malt ein Lächeln übers Gesicht und reißt sich zusammen. Hat jemand sich die Frage gestellt, warum Bischof Kyrillos sich das gefallen lässt?

       Was die Wenigen wissen, wurden mehrere Kopten inhaftiert, nachdem die Kopten der Stadt Naag Hamady vor dem Krankenhaus demonstriert hatten. Die schläfrige Sicherheitskraft schlug auf sie mit Stöcken ein und vertrieb sie durch Tränengas und Gummischüsse. Während die Kopten ihre Märtyrer zu Grabe trugen, wurden sie auch nicht in Ruhe gelassen. Wie schon berichtet, bewarfen die Moslems sie mit Müll und Steinen. Die Polizisten provozierten sie wie bei jedem Massaker, bis sie einige von den Jugendlichen festnahmen. Diese Szene erinnert mich an viele Morde und Massaker, bei denen viele Kopten absolut wahllos verhaftet wurden. (more…)

 

schwarzgekleidete Kopten demonstrierten in Rom

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 11:04
        In dem italienischen Hauptstadt Rom demonstrierten die Kopten aus verschiedenen Städten Italiens. Was diese Demonstration besonders macht, ist die Teilnahme der koptischen Kirche daran. Seine Exzellenz Bischof Bernaba von Turin und mehrere Mönche und Priester führten das koptische Volk auf der Straße. Eine ökumenische Unterstützung erhielten die Kopten von ihren katholischen und protestantischen Schwestern und Brüdern; sowohl Klerus als auch Laien. Einer der koptischen Priester las die Stellungnahme der koptischen Diözese in Italien auf Arabisch und dann auf Italienisch vor. Die italienischen Medien verfolgten diese Demonstration mit großem Interesse. Die Bevölkerung zeigte Mitgefühl; vor allem nach der Äußerung des italienischen Außenministers, dass er in großer Sorge wegen der Verfolgung der Christen in Ägypten ist. Dabei riet er zu Befestigung der Toleranz zwischen Kopten und Moslems. Das italienische Fernsehen strahlte aus, wie die Kopten Italiens ganz offen darüber sprachen, dass die Sicherheitskräfte und das Innenministerium nicht dazu fähig sind, die Kopten zu schützen. Sie erklärten die Ursache dahinter, und zwar dass die ägyptische Regierung alles daran sitzt, die Kopten zu terrorisieren, damit sie ihr Land verlassen und auswandern. (more…)
 

Ethnische Säuberung

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 11:00

Unsere Märtyrer von Elkoscheh

Was die Kopten besonderes in den letzten fünf Jahren erlebten und durchmachen mussten, deutet mit hundertprozentiger Sicherheit auf ethnische Säuberung hin! Planmäßig werden die Kopten durch Mord und eine Menge von Gräueltaten vertrieben. Sie werden rausgeekelt und dazu gezwungen, entweder das Land zu verlassen oder zum Islam überzutreten. Die ägyptische Regierung treibt es überaus hoch, sodass sie daran keinen Zweifel ließ, dass die Kopten in ihrem eigenen Land unerwünscht sind. Alles deutet darauf hin! Hier sind einige unverkennbare Beispiele dafür:

Kirche inAin Schams „: Am Sonntag (23.11.08) zelebrierte seine Heiligkeit Papst Schenuda, Bischof Mathias und einige Priester die Heilige Messe in einer neu gegründeten Kirche in „Ain Schams – Kairo“, um jene Kirche einzuweihen. Nachdem seine Heiligkeit in Begleitung Bischofs Mathias fortfuhr, versammelte sich ein Mob von über 15.000 Moslems. Anfangs wurde es getrommelt und getanzt, wobei die Frauen Jubelsignale (Zaghariet) von sich gaben. Dann ging es mit der Randale los! Gut vorbreitet waren sie. Denn sie hatten Molotowflaschen und unendlich viele Steine bei sich. Während die Kopten noch in der Kirche waren, hagelte es von Steinen und Molotow. Folglich wurden alle Finsterscheiben zerschmettert und die Bänke fingen Feuer. Als die Moslems versuchten die Kirche zu stürmen, verteidigten die eingesperrten Kopten ihre Kirche, bis endlich die Polizei eintraf. Kennen Sie die Zeichentrick-Serie “ Tom and Jerry  „? Genauso ging es vor der Kirche zu! Um mir glauben zu können, sehen Sie das Video an.

Pater „Mathias“:  Das Strafgericht in Giza verurteilte den koptischen Priester „Mathias Wahba“ (Hirte der Kirche des Hl. Georg in Kerdasa) zu fünfjährigen Haftstrafe. Dem koptischen Priester wurde vorgeworfen, die zum Christentum konvertierten „Riham Abd Elaziz“ mit „Aiman Fawzy“ getraut zu haben. Pater „Mathias“ soll neue Dokumente (Geburtsurkunde und Personal-ausweis) für die konvertierte „Riham“ verfälscht haben. (more…)

 

Aus dem Tagebuch eines verfolgten Kopten – Teil II

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 10:45

Mit meinen Kindern unterwegs

Mit den Kindern auf der Straße

       Die Kirche, in der ich jahrelang diente, war und ist sehr beliebt. Sie dient Menschen in vielen Stadtteilen, die manchmal weit weg von ihr wohnen. Die Kopten, die in dieser Kirche groß wurden, wollten auch dasselbe für ihre Kinder, obwohl sie weit entfernt von ihr wohnten, da es nicht leicht ist, eine Wohnung in Alexandria zu finden. Obwohl wir Christen sind, können wir nur am Freitag gemütlich zur Kirche gehen. Denn dieser ist das offizielle Wochenende, dessen erste Hälfte den ganzen Tag durch  das Freitagsgebet ruiniert.

       Unsere Kinder können nur am Freitag zur Sonntagsschule kommen, weil sie staatliche Schulen besuchen. Dasselbe gilt auch für die meisten Diener, weil sie entweder an der Uni studieren oder als Beamte arbeiten. Aus diesem Grund findet unsere Sonntagsschule gezwungenermaßen am Freitag statt. Am Morgen begleiten manche Diener ihre Schützlinge zur Heiligen Messe. Danach geht es nach Hause, damit die Kinder frühstücken. Gegen 14 Uhr kommt derselbe Diener oder ein anderer, um die Kinder zur Kirche wiederum zu begleiten, wo die Sonntagsschule stattfindet. Genügend Geld hat die Kirche nicht für Busse gestellt, die man mietete, um Kinder von einer bestimmten Stelle abzuholen und wieder nach Hause zu bringen. Darum sollten einige Diener dies zu Fuß machen; auf der mit Hass erfüllten Straße!

       Etwa 20 Jungen und Mädchen zwischen 5 und 12 Jahren holte ich von Zuhause ab, und brachte sie wieder gegen 17 Uhr nach Hause. Mir selbst hat es trotz allem Spaß gemacht, obwohl ich nachher zur Kirche erneut zurückkehren sollte, um an der Zusammenkunft der Diener teilzunehmen. Es war weder für mich noch für die Kleinen einfach, mit den Blicken bzw. vulgären Kommentaren oder ordinären Schimpfworten fertig zu werden. (more…)