kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nasenbruch oder Bauchlandung? 11. Januar 2010

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 22:04

 In Ägypten versuchen die Medien bei jedem Attentat oder Anschlag gegen die Kopten die Wahrheit unter den Teppich zu fegen, indem sie diese Wahrheit verdrehen. Jedes Mal verbreiten sie nur Lügen. Daher verloren die Ägypter jede Spur vom Vertrauen zu den Medien, was dazu führte, dass sie andere Zeitungen lesen, ausländische Fernsehsender sehen oder ausländische Radiosender hören. Zum Glück gibt es jetzt die Plattform „Pal-Talk“, deren Administrator rund um die Uhr berichten. Dank der emsigen koptischen Webseiten erfuhren alle Kopten im Ausland und mit ihnen die ganze Welt von dem Massaker in Naag Hamady, und zwar nur einige Minuten später. Die Wahrheitsverdreher gingen baden, als sie sahen, wie die renommiertesten Pressagenturen, Zeitungen, Magazine, Radio- und Fernsehsender in der ganzen Welt über das Blutbad objektiv berichteten. Noch dazu kam der weltweiten Druck seitens der Kopten. Zum ersten Mal demonstrieren die Kopten fast in jedem Land. Fast jede Diözese zeigte ihre Empörung durch eine Demo. Allein in den USA gingen mehrere Kirchen auf Straßen. Dieser enorme Druck verursachte eine Befragung im Bundestag und anderen Räten. (more…)

 

Gesuch an Staatspräsident Mubarak

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 17:10

Von: „Wilhelm Ludwig“ <whludwig@t-online.de> 

An: Embassy@egyptian-embassy.de CC: egyptembassyvienna@egyptembassyvienna.at

München, Samstag, 9. Januar 2010

His Excellency, Mr President

Muhammad Hosni Mubarak

President of the Arab Republic of Egypt

Abedine Palace, Kairo, Ägypten 

c/o S.E. Herr Ramzy Ezz Eldin Ramzy

Kanzlei der Botschaft der Arabischen Republik Ägypten

Stauffenbergstraße 6 – 7, 10785 Berlin

Fax: 030 477 1049 – E-Mail: Embassy@egyptian-embassy.de 

 Sechs Christen erschossen

Exzellenz, sehr geehrter Herr Botschafter,

In Ägypten endete ein koptischer Weihnachtsgottesdienst mit einer Gewalttat.  Nach der nächtlichen Weihnachtsmesse am 6. Januar in der St.-Johannes-Kirche in Nag Hammadi standen die Besucher vor der Kirche zusammen und plauderten.  Plötzlich näherte sich ein Auto.  Mutmaßlich drei fanatische Muslime schossen wahllos auf die Menschenmenge.  Sechs Christen und ein Wachmann wurden getötet.  Neun weitere teilweise schwer verletzt. (more…)

 

Früher Geistesgestörte – jetzt Vergewaltigungen

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:59

Die ägyptische Regierung mag die Abwechselung und hasst die Monotonie. Daher bestimmt sie eine gewisse Rechtfertigung für die Unruhen und Angriffe gegen Kopten. Das erfundene Schema deckt aber nur eine Zeitspanne, und wenn dieses Schema bzw. dieser Bügel schon ausgedient hat und durchschaubar wurde, wird eine andere neue Ursache geschmiedet.

       Für eine bekannte Zeitspanne galt das Schema: Geisteskrankheit! Ich kann zwei Beispiele nennen: Alexandria und Menofiya. Im April 2006 stürmte ein Moslem vier koptische Kirchen in Alexandria, die überaus weit voneinander entfernt sind, und zwar mit zwei kleinen Schwertern. Er ging auf die Betenden los, die im Hof der Kirchen waren, nachdem die Heilige Messe zu Ende war. Dies war an einem Freitag. In der Kirche der Heiligen Christi erstach er einen älteren Rentner namens Noshy (Video liegt vor). In den anderen drei Kirchen verletzte er mehrere Menschen, sodass manche von ihnen in Lebensgefahr schwebten. Die Kirchen, die dieser „Irre“ angriff, sind: Die Kirche des Heiligen Markus und des Heiligen Papstes Petrus (Elkedisien) in Sidy-Bischr – Die Kirche des Heiligen Georg in Elhadara – Die Kirche des Heiligen Georg in Sporting – Die Kirche der Heiligen Jungfrau in Janaklies. (more…)

 

Gibt es einen Gott?

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 16:44

Von Kardinal Christoph Schönborn

 

     Wie findet man Gott? Viele stellen sich diese Frage. Gibt es Gott? Wer ist er? Wo ist er? Wie können wir ihn uns vorstellen? Zuerst geht es überhaupt darum, Gott zu suchen. Wenn ich mir die Frage nach Gott nicht stelle, werde ich ihn kaum zu suchen beginn. Oft taucht die Frage erst auf, wenn etwas Schmerzliches geschieht: eine Krankheit, ein Unfall, der Tsunami.

       Dann kommt die Frage auf: Wie kann ein guter Gott das zulassen? Manchmal aber wird daraus ein Weg der Gottsuche. Und das Gottfinden. Von einem solchen Weg ist heute die Rede. Die „Heiligen Drei Könige“, wie die volkstümliche Tradition sie nennt, die „Weisen aus dem Morgenland“, die „Sterndeuter aus dem Osten“ – sie sind Gottsucher. Können sie Wegweiser für Menschen sein, die heute Gott suchen? Da ist sicher eine erste Schwierigkeit: Sie haben in einer völlig anderen Zeit gelebt. Wir können uns kaum vorstellen, wie das Leben vor 2000 Jahren in Mesopotamien (dem heutigen Irak) ausgesehen hat? Wie sah ihr Alltag aus? Wie war ihre Religion? Wie war ihre Wissenschaft der Sternkunde? Sie hatten offensichtlich eine sehr genaue Kenntnis der Himmelsphänomene, der Planentenbewegungen, auch ohne Teleskope, ohne unser Wissen über das Universum. Sie waren sicher tief religiös, wie wir modernen Europäer es nur schwer nachempfinden können. Und doch: Trotz aller Fremdheit können wir von ihnen lernen. Sie können uns wirklich Wegweiser sein. (more…)