kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Heilige Jungfrau zeigte sich in Naag Hamady 9. Januar 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 20:35

Zunächst einmal bedanken wir uns ganz herzlich bei den Administratoren der Plattform „Pal-Talk“, welche sich eine außerordentliche Mühe gaben, die klitzekleinen Details über das Blutbad und die rasendschnelle Neuigkeit rund um die Uhr berichteten. Sie riefen die Opfer und die kirchliche Führung stündlich an. Dasselbe taten sie mit den Kopten im Ausland, um sie auf dem Laufenden zu halten. Ich danke der Aktivsten der Webseite „Coptic News“ dafür, dass sie mich öfters anriefen, um mir über die Neuigkeiten zu berichten. Möge Gott sie segnen.

       Pater Makary, welcher für seine Gabe bekannt ist, Dämonen durch die Macht des dreifaltigen Gottes austreiben zu können, betete die Heilige Messe unter klagenden Tränen der Verbitterung wegen der Erschießung von acht jungen Leuten. Seine Trauer und das laute Schluchzen loderten, als ihn die Nachricht erreichte, dass die Moslems unter Aufsicht der Un-Sicherheitskräfte ihrem beliebten Hobby nachgingen: Jagd auf Kopten! Das wiederholte Szenario nahm wie üblich seinen Lauf. Alles, was koptisch ist, muss zerstört und verbrannt werden. Die Christen müssen mit den Zähnen knirschen und wie die Ratten in ihren Häusern kauernd und verbarrikadierend keinen Mucks von sich geben. Keiner denkt daran, dass sie immerhin Menschen sind, auch wenn sie verwünschte Ungläubige sind. Das alles machte Pater Makary sehr traurig. Er schrie zu Christus, dem in Betlehem geborenen Erlöser, und erbat die Fürsprache seiner jungfräulichen Mutter. Nach der Austeilung der Heiligen Sakramente sagte Pater Makary zu den anwesenden Betenden: „Die Mutter des Lichts, die Heilige Jungfrau Maria wird sich den Menschen in den heimgesuchten Orten zeigen“! (more…)

 

Aus dem Tagebuch eines verfolgten Kopten – Teil I

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 20:32

Es ist vielleicht eine gesunde Methode, dass man seine schlechten Erfahrungen loswird, indem man offen darüber spricht. Jene Erlebnisse wurden nach vielen Jahren nicht verarbeitet. Sie hinterließen tiefe Wunden, die nicht verheilen. Denn die Ereignisse sind wie Würmer, die nie ruhen. Es ist keineswegs übertrieben, wenn ich sage, dass ich die Demütigung meiner Kindheit aufgrund meines Glaubens nicht loswerde. Dies ist bestimmt nicht zu begründen, dass ich viel zu sensibel war und noch bin, sondern weil das Unrecht zu massiv war und ist. Man kommt sich hilflos vor. Kein Mensch in dem eigenen Land setzt sich für uns Kopten ein.

Mein Kommilitone „Azmy“:

       Er war ein fleißiger und überzeugter Diener in der Kirche des Heiligen Georg in Elschatby. Von ihm lernte ich viele Sachen sowohl im Studium als auch spirituell. (more…)

 

Müll und Steine von Balkonen der Moslems für unsere Märtyrer

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 20:26

Ich weiß wirklich nicht, aus welchem Stoff diese Menschen sind? Sind das Leute, wie ich und du? Nicht einmal Respekt vor den Toten haben sie, obwohl sie überall verbreiten, dass sie fromm und menschlich wären. Während die Kopten ihre Märtyrer zu Grabe trugen, nachdem Bischof Kyrillos und Bischof Biemen mit 15 Priestern die Trauerfeier in der Kirche des Heiligen Johannes hielten, entleerten die muslimischen Frauen ihre Mülleimer aus ihren Balkonen. Sie bewarfen die verbitterten Kopten mit Müll und ihre Kinder schleuderten Steine.

       Diese gehässige Szene ist keine Seltenheit, wie einer der blauäugigen Gutmenschen damit argumentieren wird. Als Augenzeuge kann ich von dem erzählen, was ich mit eigenen Augen sah und eigenen Ohren hörte, als am 21. Oktober 2005 ganze Bezirke in Alexandria demoliert wurden. In der Iskandarany-Straße und Ibn-Zahrun-Straße jubelten manche Frauen in den Balkonen, weil man die Läden der Ungläubigen und protestantische Kirchen zerstörte. Erinnern Sie sich lieber an den 11. September 2001! Ich werde nie mein Leben lang diese Szene vergessen. Moslems in Libanon, Jordanien und Palästina tanzten auf Straßen und verteilten Süßigkeiten und Getränke. Laut der Erzählung eines deutschen Ingenieurs, der in Saudiarabien arbeitet, feiern viele Moslems in verschiedenen islamischen Ländern an diesem Tag. Entweder sind wir aus dem Mars oder sind diese Menschen nicht normal. Wie kann ich mich über den Tod von 3000 Unschuldigen freuen? Wie kann man jubeln, wenn man Menschen sterben sieht? (more…)

 

Heute erinnert mich an gestern

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 20:20

Bevor die traurigen Kopten die Kirche verließen, in der die Trauerfeier für die acht Märtyrer gehalten wurde, ordnete Bischof Kyrillos an, dass sie das nicht tun, bevor die Polizei grünes Licht gibt. Denn die Moslems versammelten sich, weil die Angehörigen der Opfer und zirka 3000 Kopten vor dem Krankenhaus demonstrierten, in dem unsere Märtyrer lagen. Die Moslems wurden wütend, weil die Kopten Kreuze hochhoben und laut schrien: „Mit Seele und Blut verteidigen wir das Kreuz“. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sollen die koptischen Jugendlichen über den Gouverneur und die ägyptische Regierung geschimpft haben. Selbst wenn das geschehen wäre, warum fühlen sich die Moslems dann beleidigt? Ist es nicht genug, was sie bereits angestellt haben? Ich weiß wirklich nicht, was ich getan hätte, wenn einer der Erschossenen mein Vater oder mein Bruder wäre. Gönnen sie ihnen nicht zu trauern? Oder ist das von vornherein ein Szenario, welches sich wiederkehrend wiederholt? (more…)