kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die digitale Stimme des Dschihad 4. Januar 2010

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 10:46

Anwar Alawlaky steht im Mittelpunkt der US-Ermittlungen

       Die Predigten von Anwar Alawlaky fanden sich auf Laptops, CDs und Audio-Clips von Terrorverdächtigen in den USA, Kanada und Großbritannien. Auf Foren rief er mit Texten wie „44 Wege zur Unterstützung des Dschihads“ oder „warum Muslime den Tod lieben“ dazu auf, nicht-islamische Länder und „Ungläubige“ zu attackieren. Man könnte ihn auch die digitale Stimme des Dschihads nennen. Seine Facebook-Fanseite war jedenfalls gut besucht, sein Publikum lebt in den USA, ist jung, gebildet und muslimisch; und spricht Englisch, wie Alawlaky selbst auch, der in den USA Al-Kaida-Nachwuchs rekrutieren soll.

       Alawlaky wurde 1971 in Mexiko geboren. Sein Vater Nasser, ein Jemenit, arbeitete nach seinem Doktoratsstudium an der Uni in Minnesota. 1978 kehrte die Familie in den Jemen zurück. Dort wurde der Vater Landwirtschaftsminister und Präsident der Universität von Sanaa. Alawlaky-Junior ging 1991 zurück in die USA, studierte Technik und Pädagogik. Er wurde ab 1996 Imam in Colorado und Kalifornien. Damals fiel er den Behörden durch sein Interesse an Prostituierten auf. 1999 stand Alawlaky dann an der Spitze eine Wohltätigkeits-organisation, die das FBI später als eine „Frontorganisation zur Weiterleitung von Geld an Terroristen“ bezeichnete. Später predigte er in Washington an der Uni. 2002, als das FBI ihn unter die Lupe nahm, ging er nach London dann in den Jemen. Heute ist Alawlaky für das FBI ein „hochrangiger Anwerber für Al-Kaida“ und spiritueller Motivationsgeber.

       Sicherlich ist der Mann mit dem milden Lächeln und dem weißen Gewand eine Quelle der Inspiration für Terroristen. Drei der 9/11-Attentäter lauschten seinen Gebeten, zwei besuchten seine Moschee in San Diego, bei einem „Hamburger“ 9/11-Attentäter fand man seine Telefonnummer. Auch Nidal Malik Hassan, der im November traurige Berühmtheit erlangte, als er auf dem Militärstützpunkt Fort Hood mehrere Personen erschoss, stand mit Alawlaky in regem Mail-Kontakt. Nach der Bluttat schrieb Hassan seinem Idol: „Ich kann es nicht erwarten, dir nachzufolgen“. Seitdem es bekannt wurde, dass offenbar auch Omar Faruk Abd Elmotaleb, der am 25. Dezember ein Flugzeug in Detroit in die Luft zu jagen  versuchte, ebenfalls mit Alawlaky in Verbindung stand, steht Letzterer im Zentrum der Ermittlungen amerikanischer und jemenitischer Behörden. Alawlaky ist jedoch seit März 2009 im Jemen nicht mehr lokalisierbar. [Der Standard vom 02. Januar – Seite 36 – von Adelheid Wölfl]

 

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