kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Elkoschehs Massaker jährt sich zum 10. Mal 2. Januar 2010

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 11:25

Zehn Jahre sind vergangen, während das Blut der „21“ Märtyrer zum unseren Vater im Himmel nach Gerechtigkeit schreien, aber während auch ihre Mörder frei herumlaufen. Etwas über dieses furchtbare Massaker lesen Sie unter diesem Artikel. Auf alle Fälle hat die koptische Kirche seit Januar 2000 viele weitere Märtyrer in allen Bundesländern Ägyptens verloren. Es liegt auch nicht an der Zahl der Märtyrer, die bei diesem Massaker den Märtyrertod erlitten. Denn im Juni 1981 ereigneten sich die Unruhen von „Elzawya Elhamra“, welche drei Tage andauerten; ohne irgendeine Polizeipräsenz! Bilanz der Misere: In einem Interview mit der ägyptischen Zeitung „Elahram International“ gab der Ex-Innenminister „Hassan Abu Pascha“ bekannt, dass die Zahl der getöteten Kopten bei den Unruhen mehr als „81“ Menschen betrug.

       Vielleicht waren die Kopten dermaßen erschüttert, weil das Komplott überschaubar war, welches die ägyptische Regierung einfädelte. Das Massaker dauerte viel lange Tage und endete mit Verhaftung von einem Priester und 37 Kopten. Am Ende wurden alle die 55 muslimischen Angeklagten freigesprochen. Die drei Moslems, welche zu zwischen 10 und 3 Jahren Haft verurteilt wurden, waren nur wegen des unerlaubten Besitzes von Schusswaffen oder des Anstiftens von Unruhe schuldig. Dieses unfaire Urteil rief bei den Kopten das Gefühl hervor, dass sie Bürger zweiter Klasse sind, welche sogar im eigenen Land unerwünscht sind. (more…)

 

Das Massaker von Elkoscheh – Januar 2000

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 11:14

Zehn Jahre sind inzwischen vergangen und die Verbrecher laufen immer noch frei herum!

Elkoscheh ist ein Dorf, das 50 km entfernt vom Bundesland Sohaag liegt, und dessen Einwohner 40,000 sind {70% davon Christen }!

 

Es schaudert mir, wenn ich gezwungenermaßen daran erinnert werde, wie dieses Massaker an unschuldigen und wehrlosen Kopten verübt wurde, die gar nichts verbrachen. Ihre einzige Schuld lag nur darin, dass sie sich an ihrem Glauben festklammerten, und dass sie es ablehnten, Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, zu verleumden. Wie gewöhnt, setze ich keine Aussagen in die Welt, ohne bereits handfeste Beweise darüber gesammelt zu haben.

       Meine Quellen beschränken sich nicht nur auf Berichte der internationalen Zeitungen und TV-Sender. Ich las den Bestseller „Elkoscheh; die fehlende Wahrheit“ von Dr. William Wissa. Außerdem habe ich das Glück, persönlich mit seiner Exzellenz Bischof Markus von der Diözese Schobra Alkhima zu sprechen, der schilderte, dass die getöteten Kopten viel mehr als 21 sind. Denn seine Heiligkeit Papst Schenuda schickte ihn und seine Exzellenz Bischof Sarabamon, Abt von Bischoy-Kloster, als das grausame Gemetzel sich noch nicht gelegt hatte. (more…)

 

Der brennende Dornbusch

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 11:04

Von seiner Exzellenz Bischof Rafael

       „Der Dornbusch, den der Prophet Mose in der Wildnis sah, brannte und trotzdem verbrannten seine Zweige nicht“. Damit fängt die Theotokie vom Donnerstag an. Jener brennende Dornbusch, der nicht verbrannte, inspirierte die meditativen Väter, welche es ihnen gelang, ihn mit spirituellen und theologischen Ausdrucken zu interpretieren. Bei jener Theotokie wird der brennende Dornbusch folgendermaßen erörtert: „Er ist ein Sinnbild für die reine Maria. Das Wort des Vaters kam und nahm sich durch sie Fleisch. Das Feuer seiner Gottheit verbrannte den Schoß der Jungfrau nicht, und nachdem sie ihn gebar, blieb sie eine Jungfrau“.

       In der Erläuterung jener Theotokie lesen wir dieselbe Auslegung: „Mose war es würdig, den vor allen Zeiten unsichtbaren Gott in seiner Herrlichkeit auf dem Berg anzusehen. Denn er sah den brennenden Dornbusch, dessen Zweige und Blätter weder verbrannten noch verwelkten. Die Flamme schlug aus dem Dornbusch empor und verbrannte nicht, weil Gott in ihm war. Der Herr sprach zum Propheten: {Mose, Mose, den ich liebe! Ich bin der Gott deiner Väter. Außer mir gibt es keinen anderen Gott. Lege deine Schuhe ab, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden“.

       Betrachte den Dornbusch, der in Flammen stand, und trotzdem nicht verbrannte! Er ist ein Sinnbild für die reine Jungfrau Maria, zu ihr das Wort des Vaters kam und sich durch sie Fleisch nahm. Daher loben wir sie mit dem jungfräulichen Johannes und sagen: „Wahrhaftig rein ist die Braut, welche für das Lamm geschmückt wurde“}. (more…)

 

Blut Paters „Stephanus Schehata“ wurde freigegeben

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 10:58

Pater Metaos Wahba

Pater Stephanus Schehata ist ein koptischer Priester, der zu der Diözese „Samalut -Bundesland Minya“ gehört, und dient in einem kleinen Dorf namens „Ezbet Josef Dawud“. Bei einem Interview mit der koptischen Webseite „vereinigte Kopten – www.coptsunited.com“ sprach Pater Stephanus ganz offen (Video liegt vor). Ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich das Video nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Der traurige Priester erzählte: „Als ich noch ein kleiner Junge war, dürfte ich nicht mit den muslimischen Kindern Fußball spielen, weil ich Christ bin. Das ist was unsere Kinder heute noch erleben. Unsere Kinder tun mir echt Leid. Daher habe ich mich entschieden, nachdem ich mit Bischof Befnotius darüber sprach, das Haus meines Vaters in einen Saal zu verwandeln, in dem wir sowohl die Hochzeiten als auch die Trauerfeier begehen. Es ist beschämend, dass wir die Hochzeiten und die Trauerfeier auf der Straße feiern. Schauen Sie selbst die Fotos an (Pater Stephanus zeigte Bilder). Als mein Onkel verstarb, zelebrierte ich die Trauerfeier auf Straße. Ich wünsche mir, dass wir das alles zwischen vier Wänden begehen, wo wir unter uns bleiben, ohne dass jeder unsere Sakramente sieht, und damit es Diskretion auch geschützt wird. Unsere Kinder könnten auch einen Platz finden, in dem sie zum Beispiel einen Film sehen oder Tischtennis spielen können. Wir sind ein Drittel der Bewohner dieses Dorfes und trotzdem haben wir keine Kirche. Die Kopten müssen 5Km. zurücklegen, um die Kirche in dem naheliegenden Dorf „Tayeba“ zu besuchen, was auch nicht reibungslos bleibt. Sie werden beschimpft und mit Steinen beworfen. Daher gehen viele nicht zur Kirche. Wir sind über 800 Kopten und dürfen gar keine Kirche bauen“. (more…)

 

Antwort auf den deutschen Autor „Peter Seewald“ – Teil I

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 10:52

Hochzeit in Kana

Das Boulevardblatt „Österreich“ veröffentlichte am 25.12.09 den folgenden Artikel: „Bestseller: Neue Biographie über Jesus Christus – Der deutsche Autor Peter Seewald legt mit „Jesus Christus“ die erste umfassende Biographie von Jesus vor“. Es wurden dabei mehrere verleumderische Fragen gestellt, welche nicht nur blasphemisch sind, sondern auch glatt gelogen sind. Wir werden dazu Stellung nehmen, wenn keiner es tut, damit keiner in die Irre geführt wird, und damit auch sich keiner denkt, dass der christliche Glaube wacklig wäre. Wir machen bloß die Christen in dem deutschsprachigen Raum darauf aufmerksam, dass sie sich bei den Zeitungen melden sollten, welche solche lügenhafte Artikel veröffentlichen, um Kassen zu machen. Protestieren Sie bitte dagegen und zeigen Sie, dass so eine Beleidigung Sie verletzt.

* Österreich bzw. Peter Seewald: „Wie ist das Verhältnis zu seiner Mutter Maria? Auf einer Hochzeit scheint das Verhältnis zu seiner Mutter nicht mehr das alte zu sein. Als der Wein ausgeht,, berichtet das Evangelium, zupft Maria ihren Sohn am Ärmel: Sie haben keinen Wein mehr! Aber wie derb ist seine Antwort: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen“. Ausschließlich Lügen und verdrehte Interpretation in die Welt setzen.

+ Kopten ohne Grenzen: Die Rede über die Gebenedeite und die Gesegnete, Jungfrau Maria, nimmt kein Ende. Ihre Tugenden sind eine unerschöpfte Quelle, aus der man viel lernen kann. Sie hat jede Menge Beinamen und Attributen, aber nun reden wir über das elfte Kapitel des Evangeliums nach unserem ehrwürdigen Lehrer Apostel Lukas; und zwar über Vers 27.

       Als Jesus zur großen Menge sprach, rief eine Frau daraus ihm zu: „Selig die Frau, deren Leib dich getragen und deren Brust dich genährt hat“ (Lk.11:27). Wie man hier deutlich liest, pries diese Frau die Mutter Christi selig, was die Heilige Jungfrau Maria auch über sich selbst sagte. „Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter“ (Lk.1:48). (more…)

 

Nicht nur Pater Methaos ist eingekerkert

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 10:45

Eritreisch-orthodoxer Patriarch Antonius

Seit Oktober 2008 sitzt Pater Methaos im Kairoer Gefängnis Kanater. Der koptisch-orthodoxe Priester wurde wegen angeblicher Urkundenfälschung zur fünf jährigen Haftstrafe verurteilt. Er hatte den von einer Konvertitin zum Zweck ihrer Heirat mit einem Christen von ihr geänderten Personalpapieren Glauben geschenkt und getraut. Sie selbst – Riham Abd Elaziz – war zu Gast bei der Sendung „Gewagte Frage“ auf dem Sender Alhayat. Sie sagte, dass Pater Methaos keine Ahnung von ihrer Konversion hatte (Video liegt vor). Mariam Nabil (ihr neuer Name in Christus) musste untertauchen, um einer Verhaftung zu entkommen. Nach ägyptischem Recht ist das Abschwören des Islam (Übertritt – Apostasie) verboten und ein todeswürdiges Verbrechen. Das ungeheuerlich ungerechte Urteil gegen Pater Methaos ist ein Zeichen für die Panik, in die die ägyptische Regierung angesichts der steigenden Zahlen der Konvertiten geriet. In Ägypten leben viele Moslems, die sich für Christus entschieden, aber sich nicht trauen, ihren christlichen Glauben preiszugeben. Ein Übertritt ist für Menschen im arabischen Raum ein Weltuntergang, weil der Islam das Abschwören keineswegs duldet. Daher trachten sowohl die eigene Familie als auch die ägyptischen Behörden dem Konvertit nach dem Leben. Dabei erinnert man sich an Pater Zakaria Boutros, der im Jahr 1989 inhaftiert wurde, weil er Naher Metwaly taufte, nachdem er prominente Persönlichkeit zu Christus führte.

+ Türkische Republik: Nationalistisch-islamische Gruppen bedrohen in den letzten Jahren verstärkt die Geistlichen. Am 06. Februar 2006 wurde der 60jährige italienische Missions-priester Don Andrea Santoro in der türkischen Hafenstadt Trapzon von einem 16jährigen erschossen. Zu den am 18. April 2007 in einem Bibelverlag der Stadt Malatya umgebrachten Protestanten gehörte der türkische Pastor und Konvertit Necati Aydin. Einige Priester und Pastoren stehen aktuell unter Polizeischutz. Der türkische Premier meinte: „Wir sind alle zu 99% Moslems, Allah sei Dank“. Das stimmt wirklich, da die Christen knapp 1% ausmachen. (more…)

 

Von wegen falsche Übersetzung!

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 10:38

Karadawy als „the Grinch

Analyse zur Berichterstattung über Karadawy und WeihnachtenDie Geschichte vom Muslim, der Weihnachten stehlen wollte

       Herr Tarafa Baghajati {Obmann der Initiative muslimischer Österreicher: http://www.islaminitiative.at – Vorstandsmitglied „Platform for Intercultural Europe PIE“: http://www.intercultural-europe.org/ – Member of ENAR’s Advisory Council of Eminent Experts, ENAR – European Network against Racism www.enar-eu.orgbaghajati@aon.at} kommentierte die Berichte der diversen Zeitungen und Magazine in Bezug auf die Fatwa des ägyptischen Hasspredigers Yousef Karadawi, der vor laufender Kamera sagte, was wir vor ein paar Tagen veröffentlichten. Baghajati meinte: „Eingehend ist festzuhalten, dass jeder jeden kritisieren kann und soll. Das ist in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Muslimische Persönlichkeiten sind davon natürlich nicht ausgenommen. Allerdings sollte eine kritische Meldung, insbesondere wenn sie von Qualitätsmedien kolportiert wird, auf überprüften Quellen basieren. Insbesondere was Islam und Muslime betrifft, gehören falsche Übersetzungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate zu den beliebtesten Instrumenten, um Muslime und ihre Religion zu diffamieren“. (more…)