kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Jungfräulichkeit der Heiligen Maria – Teil I 28. Dezember 2009

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 11:59

{Der Stab Aarons ist nichts anderes außer Maria, weil er ein Sinnbild ihrer Jungfräulichkeit ist. Sie empfing und gebar das Wort, den Sohn des Höchsten, ohne menschliche Pflanzung}

Aus der Theotokie vom Sonntag

Biblisches Faktum: Die Jungfräulichkeit der Heiligen Maria ist keine Angelegenheit, die ausschließlich ihr individuelles Leben anbelangt. Sie ist freilich ein Faktum, das in der Heiligen Schrift verankert ist, hinter dem sich unser Glaube an Jesus Christus, unseren Herrn, verbirgt. Das Wort (der Logos) achtete nicht auf die Räumlichkeit, in der er liegen wird, auf die Nahrung, die er zu sich nehmen wird oder die Windeln, in denen er gewickelt wird, als es sich Fleisch nahm. Dennoch bestimmte Gott, der Herr, mit entschlossener Gewissheit die „Jungfrau“, die ihm eine Mutter sein wird.

      Ein prophetisches Zeichen für diese jungfräuliche Geburt präsentierte der Prophet Jesaja, als er sagte: „Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen. Sie wird einen Sohn gebären und ihm den Namen Immanuel geben “ (Jes.7:14). Dieser Vers deutet unmittelbar und buchstäblich auf die Jungfrau Maria, die Mutter Immanuels, hin. Erstaunlich haargenau bestimmte er den Zustand der Heiligen als Jungfrau, welche gleichzeitig verlobt war. Denn das hebräische Wort, das der Prophet Jesaja verwendete, um Jungfrau zu beschreiben, war „Almah„, und nicht Keusche oder „Ajssa„. Das Wort „Almah“ bedeutet: Eine minderjährige Jungfrau, die vielleicht verlobt sein kann. Hingegen heißt das Wort „Keusche“: Eine Jungfrau, die nicht verlobt ist. Das Wort „Ajssa“ aber heißt: Verheiratete Dame. Wenn er das Wort „Ajssa“ benutzt hätte, wäre das kein Zeichen, welches Gott gemäß der Prophezeiung Jesajas wirkte. Denn eine verheiratete Dame vermag zu empfangen und zu gebären. Und wenn er das Wort „Keusche“ verwendet hätte, entspräche dies nicht der Prophezeiung über die Heilige Maria, weil sie mit dem Heiligen Josef verlobt war. Daher passte das Wort „Almah“ wahrhaftig exakt zu ihrem realen Zustand.

       Sie war eine Jungfrau und auch mit dem Heiligen Josef verlobt, der sie verteidigte und ehrlicher Zeuge ihrer Keuschheit war. Durch ihn entfiel jede Skepsis oder Verdächtigung um sie. Erwähnenswert bedeutet das Wort „Almah“ von der Sprache her, dass die Jungfräulichkeit bleibt. Darum wurde es nicht „Jungfrau“ übersetzt, sondern „die Jungfrau“, um die Mutter Immanuels als Jungfrau zu bezeichnen, auch nachdem sie ihr Kind gebar. Was jedoch die Fortdauer der Jungfräulichkeit der Heiligen Maria bestätigt, ist die Aussage des Propheten Ezechiel. „Dann führte er mich zum äußeren Osttor des Heiligtums zurück. Es war geschlossen. Da sagte der Herr zu mir: Dieses Tor soll geschlossen bleiben. Es soll nie geöffnet wer-den. Niemand darf hindurchgehen. Denn der Herr, der Gott Israel, ist durch dieses Tor eingezogen. Deshalb bleibt es geschlossen. Nur der Fürst darf sich dort niedersetzen, weil er der Fürst ist“ (Ez.44:1-3). Dieses versiegelte Osttor versinnbildlicht die fortwährende Jungfräulichkeit der Heiligen Maria. Denn der Herr allein ging durch ihren Schoß hindurch. Dieses Tor wurde keinem außer ihm geöffnet. Dessen Siegel blieben aufrecht. Demgemäß besagt ein Lobpreis in der koptischen Kirche Folgendes: „Der Prophet Ezechiel bezeugte und überlieferte uns: Ich sah ein Osttor des Heiligtums, durch das Gott, der Erlöser, hindurchging und geschlossen blieb“ (Aus der „Adam – Epsallie“ vom Sonntag). Außerdem wurde der reinen Heiligen Maria bei der byzantinischen Liturgie dieser Beiname verliehen: „Friede sei dir, du einmaliges Tor, durch das allein das Wort hindurchging“ (aus einem Lobgesang, der „Axystous“ genannt und an dem fünften Samstag der österlichen Fastenzeit gesungen wird).

{Aus dem Buch: Die Heilige Maria aus orthodoxer Sicht – Beten Sie für den Buchdruck}

 

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