kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Dauernde Messerstiche seitens der Medien – Teil 2 28. Dezember 2009

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 11:46

Gemailt hat die islamische Glaubensgemeinde Österreichs (dieinitiative@gmx.at) den folgenden Artikel: „Es geht auch ohne Papst ganz gut – Interview von der österreichischen Zeitung „Der Standard“ mit dem evangelischen Bischof Michael Bünker“. Frau Baghajati und alle Moslems freuen sich über die Äußerungen des evangelischen Bischofs, welcher plauderte:

* Eine Moschee oder ein Minarett kann durchaus „ein Zeichen gelungener Integration“ sein. Die Schweizer Kirchen und Religionsgemeinschaften waren auf jeden Fall für die Möglichkeit des Minarett-Baus und gegen ein Verbot. Mit dem entscheidenden Punkt, ob man grundrechtlich abgesicherte Minderheitenrechte durch Mehrheitsentscheidungen zur Frage machen kann, beschäftigen sich ja derzeit ohnehin die Gerichte. Ich bin aber auf jeden Fall der Meinung, dass das Minderheitenrecht auf jeden Fall eine Rolle spielen muss.

* Bis 1861 war es ja auch Ihrer Glaubensgemeinschaft untersagt, Kirchen mit Türmen zu bauen und Glocken zu läuten. Man sieht daraus, dass sich Österreich traditionell schwer tut mit Andersdenkenden und Andersgläubigen – mit Minderheiten überhaupt. Und das hat tiefe historische Wurzeln. Goethe hat schon gesagt ‚Toleranz heißt Missachtung. Und das wollen wir nicht – weder missachtet werden, noch andere missachten. Aber noch einmal ganz klar: Wir haben in Österreich leider ein vererbtes Problem mit Religion im öffentlichen Raum.

* Der Standard: Ist nicht eine Islamisierung Europas zu erwarten? Verstehen Sie, dass Ängste da sind? Bünker: Natürlich gibt es eine gewisse Unsicherheit. Wir kennen halt den Islam einfach zu wenig. Die Islamophobie konzentriert sich sehr stark auf eine bestimmte Form und bestimmte Gruppen – das wird dann sehr gern verallgemeinert. Tatsache ist aber, dass der Islam zu einer der mittelgroßen Religionen wird oder schon geworden ist. Der Standard: Was muss passieren, um den Menschen die Angst vor dem Islam zu nehmen? Bünker: Es braucht viel mehr an Begegnung und Information. Da blicke ich dankbar auf viele evangelische und natürlich auch katholische Pfarrgemeinden, welche solche Begegnungs-Foren darstellen. 

* Der Standard: Von einigen grünen Politikern wurde ein Verbot der Burka gefordert. Wie sehen Sie das? Bünker: Zuerst muss man einmal sagen, dass das doch ein marginales Problem ist. Wie viele Frauen sehen wir in Österreich, die eine Burka tragen. Aber bei der Burka bin ich in der Tat anderer Meinung als beim Minarett. Wenn die Burka dazu dient, eine Nichtgleichberechtigung der Frauen auszudrücken, dann wäre ich dafür, alles dafür zu tun, dass diese Frauen Gleichberechtigung sichtbar leben können. Man kann also über die Burka diskutieren.
 
* Der Standard: Sie treten vehement für eine völlige rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften ein, für eine öffentliche Segnung oder eine Art Trauung gibt es in der evangelisch-lutherischen Kirche aber nach wie vor keine Einigkeit. Wo liegen da konkret die Probleme? Bünker: Die Frage der Bewertung der Homosexualität ist derzeit in den Kirchen ein Spaltpilz. Das ist weltweit so, etwa bei der anglikanischen Kirche sieht man das ganz deutlich. Bei uns in der lutherischen Kirche ist der Konsens derzeit der, dass wir sagen, es soll eine rechtliche Gleichstellung geben. Darüber gibt es keine Verwerfungen. Umstritten ist hingegen die Frage, ob es so etwas wie eine öffentliche kirchliche Segnung homosexueller Paare geben soll. Persönlich hätte ich aber nichts dagegen, aber für unsere Kirche ist das derzeit nicht entscheidbar.

* Der Standard: Wünschen Sie sich für Ihre Kirche nicht auch manchmal einen Papst? Bünker: Niemals. Es geht auch ohne Papst ganz gut – da ist doch unsere Kirche das beste Beispiel dafür. (Alexandra Föderl-Schmid und Markus Rohrhofer / Der Standard – Printausgabe, 24. Dezember 2009). Zur Person: Michael Bünker – 1954 in Leoben geboren – ist promovierter evangelischer Theologe. 1999 wurde er zum geistlichen Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche gewählt. Seit 1. Januar 2008 ist der begeisterte Hobby- Schlagzeuger – aktiv im Einsatz bei der Rockband „Kreuzweh“ – Österreichs evangelischer Bischof A.B.

Ja, ganz genau fühlte ich mich, wie Sie jetzt, als ich diesen Artikel las, den ich von der islamischen Glaubensgemeinde gemailt bekam! Was sagen Sie zu diesem „coolen“ Bischof ?

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s