kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ist die Religion „Opium der Völker“? 11. Dezember 2009

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 12:52

Opium der Völker!

Karl Marks war der Meinung, dass die Religion das Opium der Völker sei. Er meinte damit, dass die Religion als Droge von gewissen Gruppen missbraucht wird, unter die die Ahnungslosen bzw. Manipulierten wegen bestimmter Absichten gesetzt werden.

 Stimmt das? Kann er Recht gehabt haben?

      Leider Gottes hatte Marks Recht! Seine Aussage bewahrheitete sich insbesondere in den Gesellschaften, welche weder intellektuell sind noch die Fähigkeit besetzen, die Geister unterscheiden zu können (1Kor.10:12). In der Philosophie nennt man diese Prozedur: „Entfremden“. Das heißt, dass die Menschen von der Realität abgebracht werden, damit sie gezielt abgelenkt werden.

         Trifft das auf Ägypten zum Beispiel nicht zu? In diesem Land gibt es keinen Platz für einen Menschen, der eigene Meinung vertreten will. Das ist aber der größte und unverzeihlichste Frevel. Denn die Menschen sind lediglich kleine Rädchen in einer großen Maschine. Keiner darf aus der Reihe tanzen. Allerdings ist es nicht so furchtbar wie es im Irak war und noch in Syrien ist. Man kann Gott lästern, aber nicht den Namen des Präsidenten in den Mund nehmen. Warum pflegen solche Herrscher diese Methoden? Dies ist äußerst leicht, zu erklären! Wenn das Volk sich mit der Politik auseinandersetzt, bleibt der Diktator nicht ewig auf seinem Thron. Daher muss das Volk mit irgendeinem Thema beschäftigt bleiben: Fußball, Lebensmittel, erdichtete Probleme und Krisen, die nicht wahr sind!

          Es hat sich bewiesen, dass es ein leichtes Spiel ist, wie die Moslembrüderschaft die muslimischen Ägypter unter Kontrolle hat. Denn sie benutzen die Religion als Deckmantel und rechtfertigen ihre Aussagen aus dem Koran und der Sunna, die ihnen bei allem Recht geben. Im Namen des Islam vermochte die Moslembrüderschaft sich überall einzuschleusen und alle Ministerien zu durchdringen. Sie konnten hochrangige Personen für sich gewinnen und sie außerdem instrumentalisieren. Die Religion ist sehr wichtig für den Menschen im Nahen Osten und daher wird sie als Waffe angesetzt, wenn man die Moslems flugs überzeugen will. Die Beispiele dafür sind überaus viel!

         Bei dem Rummel um das islamkritische Theaterstück in Moharem Bey – Alexandria gefiel mir, wie ein Moderator vom TV-Sender Alexandrias (CH5) die Demonstranten fragte, ob sie das Theaterstück oder Abschnitte davon sahen? Alle antworteten mit NEIN! Es reichte ihnen, was sie in den Moscheen hörten, oder was sie in den Flugblättern lasen. Da fand man die Studenten und die Ganoven Seite an Seite. Wie konnte dies geschehen? Ganz einfach! Der Kopf wurde lahmgelegt und war quasi außer Betrieb. Die Gemüter waren Herr der Lage und sie waren so was von erhitzt. Die Gene spielen verrückt und die islamische Mentalität lässt sich auf gar keinen Fall zügeln. Es reicht, dass irgendein Scheich bodenlos irgendein Gerücht in die Welt setzt, damit am nächsten Tag das Land Kopf steht. Zum Beispiel behauptet „Dr. Zaghlul Alnagar“, dass in dem Kairoer Markusdom die Moslems christianisiert werden, die das Übertreten wagen, weil sie bitterarm sind und dies tun, weil sie von reichen Christen gekauft werden. Er behauptet außerdem, dass die koptische Kirche die Moslems gezielt christianisiert. Dies wird an die große Glocke gehängt, und zwar in den diversen Arten von Medien. Viele Zeitungen veröffentlichen seine Artikel oder interviewen ihn, ohne daran zu denken, was für Konsequenzen dies haben kann. Obendrein verbreitet dieser Extremist wie noch ein anderer Fundamentlist namens „Abu Islam“, dass die Heilige Schrift verfälscht sei. Dies wird von den verschiedenen Institutionen im Land unterstützt und blind geglaubt. Keiner hackt nach, um der Sache auf den Grund zu gehen oder um festzustellen, ob es wahr wäre!

         Ob der einfache Bürger oder der intellektuelle Akademiker … alle fallen rein und speien Pech und Schwefel, nur weil man ihnen erzählte, dass der Islam von Israel, Europa und Amerika bedroht sei. Irgendwelche Lügen werden verbreitet, welche mit den hasserfüllten Versen des Korans gegen Juden und Christen gespickt sind, und ratzfatz hat man mühelos die erwünschten Unruhen. Das Volk wird für dumm verkauft und trotzdem behält die Moslembrüderschaft ihre saubere Weste. Denn sie bleiben nach all dem Blut, das an ihren Händen klebt, die Wächter des Islam und die einzigen, welche wirklich den Islam verstehen und das Beste für die islamische Welt gewissenhaft wollen.

         Wie Papageien plappern die Moslems, was sie in den Moscheen hören oder in Zeitungen oder Büchern lesen. Die Amis und die Zionisten werden verteufelt. Man wünscht ihnen das aller Schlimmste. Es war mit Abstand das Makaberste, was ich in meinem Leben je erlebte, als die Moslems in Ägypten, Palästina, Jordanien, Libanon und in anderen islamischen Ländern wie Pakistan auf Straßen tanzten und Süßigkeiten ausschenkten, nachdem sie sahen, wie der ägyptische Held „Mohamed Atta“ mit seinen Kumpeln am 11.09.01 die Türme von „World Trade Center“ zerschmetterte. Noch makaberer als das war der Jubel und Hurrarufe der Moslems auf Straßen und in den Balkonen, als die Ganoven am 21.10.05 in Alexandria alles kurz und klein schlugen, was den Christen gehört. Diese Szenen werde ich nie vergessen, weil ich mich bis jetzt von diesem Schock noch nicht erholte. Das Trauma lässt sich nicht therapieren und die Wunde will trotz allem nicht verheilen.

         Kann jemand sich vorstellen, dass irgendeine Religion diesen Hass und diese Brutalität rechtfertigt. Nur der Islam! Das ist keineswegs eine unbegründete Behauptung oder eine Kampagne gegen den Islam, wie manche islamische Imame behaupten.

Das ist die Vergeltung derer, die Allah und seinen Gesandten bekämpfen, und die Verderben auf Erden anstreben, dass sie erschlagen oder gekreuzigt werden, oder ihnen Hände und Füße wechselseitig abgeschlagen werden

[Sure Almaäda:33]

        Als Christ bete ich zu unserem Heiland, dass er seine Kinder in diesen Ländern behütet und ihnen den Glauben schenkt, der sie bei all ihren Problemen stärkt. Denn es ist gar nicht leicht als Christ in Ägypten zu leben. Die Menschen hassen dich, nur weil du Christ bist. Als ich klein war, beschimpften mich die Jungs, sobald sie wussten, dass ich Christ bin. Ich kann nie vergessen, wie ein Junge ein Kreuz mit Kreide auf dem Boden malte und darauf urinierte. Wie kommt ein Achtjähriger auf so was? Wie auch immer … das hat gesessen und will nicht verarbeitet werden, weil es kein Ende nimmt. Wann endet unsere Misere? Was ist mit dem Opium?

 

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