kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Verzweifelte Körner zwischen den Mühlensteinen 11. Dezember 2009

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 12:57

 Am 04.12.08 wurde eine Pressekonferenz in Wien gehalten, an der ein Kopte teilnahm, welcher von Akademikerbund eingeladen wurde, um über die Verfolgung in Ägypten zu sprechen. Es ging dabei um eine Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“.

Die Press vom 05.12.08

 

Die aktiv mitwirkenden Mitglieder waren: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Kirche in Not, Pro Oriente, Christian Solidarity International (CSI), Union Orientalischer Christen, Institut für Ehe und Familie (IEF), Integration Koptisch-österreichischer Freundschaften (IKÖF), Akademikerbund, und die Österreichische Evangelische Allianz (ÖEA). Hauptthema war: „Stopp der weltweiten Christenverfolgung“ – Aktions-Aufruf zum internationalen Tag der Menschenrechte.

 Von „Ethnischer Säuberung“ ging der Kopte aus, und berichtete über die folgenden Fälle:

 Kirche in „Ain Schams“: Am Sonntag (23.11.08) zelebrierte seine Heiligkeit Papst Schenuda, Bischof Mathias und einige Priester die Heilige Messe in einer neu gegründeten Kirche in „Ain Schams – Kairo“, um jene Kirche einzuweihen. Nachdem seine Heiligkeit in Begleitung Bischofs Mathias fortfuhr, versammelte sich ein Mob von über 15.000 Moslems. Anfangs wurde es getrommelt und getanzt, wobei die Frauen Jubelsignale (Zaghariet) von sich gaben. Dann ging es mit der Randale los! Gut vorbreitet waren sie. Denn sie hatten Molotowflaschen und unendlich viele Steine bei sich. Während die Kopten noch in der Kirche waren, hagelte es von Steinen und Molotow. Folglich wurden alle Finsterscheiben zerschmettert und die Bänke fingen Feuer. Als die Moslems versuchten die Kirche zu stürmen, verteidigten die eingesperrten Kopten ihre Kirche, bis endlich die Polizei eintraf. Kennen Sie die Zeichentrick-Serie „Tom and Jerry“? Genauso ging es vor der Kirche zu! Um mir glauben zu können, sehen Sie das Video.

 Pater „Mathias“ :  Das Strafgericht in Giza verurteilte den koptischen Priester „Mathias Wahba“ (Hirte der Kirche des Hl. Georg in Kerdasa) zu fünfjährigen Haftstrafe. Dem koptischen Priester wurde vorge-worfen, die zum Christentum konvertierten „Riham Abd Elaziz“ mit „Aiman Fawzy“ getraut zu haben. Pater „Mathias“ soll neue Dokumente (die Geburtsurkunde und der Personalausweis) für die konvertierte „Riham“ verfälscht haben. Der koptische Priester befindet sich bis jetzt im Gefängnis, während ein Moslem zu einer einjährigen Haftstrafe zur Bewährung verurteilt wurde, nachdem er einen Christen ermordete. Die Regierung mit all ihren extremen Mitgliedern können nicht mehr ertragen, dass massenhafte Moslems zum Christentum übertreten.

Schließen vieler koptischen Klöster : Nachdem die fundamentalistischen Islamisten wie „Zaghlul Elnagar – Mohamed   Emara – Yousef Zidan – Salim Elawa“ die Heiligtümer der Christen und die Heilige Schrift in aller Öffentlichkeit (Zeitungen / TV / Radio / Internet) herabwürdigten, hetzte der Erste die Gesellschaft auf, indem er behauptete, dass die Christen „Wafaa Kostantin“ in einem der Klöster vom Natrontal ermordeten, weil sie darauf bestand, den Islam nicht abzuschwören. Diese Dame ist die Gattin eines koptischen Priesters, um die es viel Rummel im Jahr 2004 gab. Sofort hagelte es von Drohungen, die Klöster zu zerstören! Weil das Innenministerium angeblich überfordert sei, mussten viele Klöster während der letzten 10 Tage vom vergangenen Ramadan geschlossen bleiben, und zwar bis zum 14.10.08! Ist das fassbar oder überhaupt akzeptabel? Unsere Klöster mussten üppige Verluste hinnehmen; und vor allem Demütigungen!

 Mario und Andrew:  Es handelt sich dabei um die koptischen „Zwillingstürme – World Trade Center“, welche die ägyptische Justiz zu zerstören versucht. Der Vater der Zwillinge ist zum Islam übergetreten und kämpft um das Sorgerecht für seine zwölfjährigen Söhne, um seiner Ex-Frau eines zu würgen! Er bekam, was er wollte, und das ist unerhört, weil er wieder heiratete, während seine geschiedene noch christliche Frau nicht heiratete. Das aller Schlimmste dabei ist, dass die Kinder dazu gezwungen werden, den Islam angedreht anzunehmen. Mit all ihren Kräften lehnten sie das ab und wehrten sich dagegen. Sie mussten den islamischen Religionsunterricht besuchen und nicht zur Kirche gehen. Daraufhin flohen die Kinder zu ihrer Mutter, die mit der Justiz zu kämpfen hat, und zwar seit über drei Jahren. Im vergangenen November urteilte das Kairoer Gericht, dass der konvertierte Vater das Sorgerecht zugesprochen bekommt. Wer das Plädoyer der Gegenverteidigung und das Rechtfertigen des Urteils aus dem Mund des Richters hört, wird bestimmt den Kopf vor lauter Staunen schütteln! Dabei wurde das Christentum buchstäblich in den Dreck gezogen. Von wegen: „Es wird befürchtet, dass die Kinder durch das Verkehren mit Christen und den Gang in die Kirche widrige Eigenschaften und Angewohnheiten eigenen; wie zum Beispiel Trinken vom Alkohol, Verzehren vom Schweinefleisch oder Glauben an Beigesellung Allahs“. Und der Kampf geht zwischen koptischer Kirche und Regierung weiter!

 Über folgende Fälle wurde auch berichtet: Das Dorf „El-Tajeba“ in Minya  / Die Tankstelle in Schobra / Die Kirche in Raschid / In Faschn – Bani Sweif. Am Ende wurde darauf hingewiesen: Das sind bloß wenige von den Ereignissen, die sich nur in den letzten drei Monaten ereigneten!

        Zu Beginn seines Wortes sagte jener Kopte: „Wir Kopten gleichen den winzigen Körnern, welche zwischen zwei Mühlensteinen ums Überleben kämpfen. Der eine Stein ist die ägyptische Regierung, die uns mit allen erdenklichen Mitteln vertreiben will. Der andere Stein aber ist leider die eigene Kirche, da sie öfters dementiert, dass die Kopten in Ägypten systematisch verfolgt sind, was zu Folgen hat, dass die anderen Staaten uns anhand der Aussagen der Kirche nicht ernst nehmen. Ich erinnere mich gut daran, dass einem koptischen Asylanten gesagt wurde: Sie behaupten, in Ägypten verfolgt zu sein, während Ihre Kirche dies dementiert! Überdies gehen damit unsere Rechte verloren“.

        Erklärend fuhr er fort: „Die koptische Kirche ist auf alle Fälle nicht zu beneiden. Aus Sorge um ihre Kinder muss sie so handeln. Falls Sie sich erinnern können, erwähnte ich zuvor, welche Politik die ägyptische Regierung verfolgt. Diese Politik lässt sich „Politik der Balance“ nennen. Bei allen Attentaten oder Unruhen werden Kopten inhaftiert, obwohl sie das wahre Opfer sind, welche zu Druckmittel verwendet werden, um die koptische Kirche dazu zu zwingen, nachzugeben. Dies tut die Kirche, um ihre Kinder freizubekommen, und auch um die restlichen Kinder vor dem brüllenden Löwen zu schützen, der umherläuft und gnadenlos nach Beuten sucht“.

        Wer sich denkt, dass seine Heiligkeit Papst Schenuda III nur Tränen gegen das Unrecht übrig hat, irrt sich bestimmt gewaltig. Dieser Mann besiegte durch die Macht des Herrn den verrückten Tyrannen Sadat, der ihn im Kloster des Heiligen Bischoy im Natrontal unter Hausarrest stellte und damit entmachten wollte. Papst Schenuda blieb 40 Monate im Kloster, obwohl der Sadat ein Monat danach durch die Hand seiner fundamentalistischen Kinder erschossen wurde. 39 Monate blieb seine Heiligkeit während der Ära Mubaraks isoliert, weil er sich nicht biegen ließ. Papst Schenuda meint dazu: „Ich schweige, damit Gott spricht. Dieses Schweigen nimmt der Herr wahr. Er kennt dessen Inhalt, und was es in sich von Seufzen trägt“.

Die Press vom 05.12.08

Die Press vom 05.12.08

Die Press vom 05.12.08

 

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