kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Es geht um Glauben, nicht um Konfessionen 31. Dezember 2012

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 15:49

Tausende Jugendliche beim Taizé-Treffen in Rom

 

Die Treffen, die die Gemeinschaft von Taizé Jahr für Jahr in einer europäischen Großstadt organisiert sind einzigartig: Junge Menschen aus allen Ländern und Konfessionen kommen in diesem Jahr nach Rom und erleben dort eine etwas andere Kirche als in ihrer Heimat. Für den Prior der Gemeinschaft, den Deutschen Frère Alois, ist diese ökumenische “Unverkrampftheit” das Markenzeichen von Taizé. Im Gespräch mit dem ARD-Studio Rom fordert er mehr solcher Treffen und Gebete zwischen den Konfessionen. Die Lateranbasilika ist ein Lichtermeer. Rund um den Altar leuchten hunderte Kerzen, im Halbdunkel des Kirchenschiffes hocken mehrere Tausend junge Menschen auf dem Boden und singen; die Lieder der Gemeinschaft sind einfach und eingängig und vor allem deshalb so populär. “Spätestens nach der dritten Wiederholung kann man das auf jeden Fall mitsingen. Das ist gar kein Problem”, sagt Felicia Schuld. Die 21-Jährige war schon oft in Taizé, diesem kleinen Ort im Burgund, in dem der Schweizer Roger Schutz vor mehr als 60 Jahren eine ökumenische Gemeinschaft gründete. Ein kleines Kloster, das vor allem in Sommermonaten von vielen Jugendlichen besucht wird und das rund um den Jahreswechsel ein Jugendtreffen in einer europäischen Großstadt organisiert. Der Rahmen dieser Treffen ist bescheiden. Felicia managet ein Nachtlager in römischen Messehallen: “Es ist wie beim Pilgern, alles sehr einfach, aber ausreichend. Wir werden noch einigen Spaß haben mit den Duschen. Aber am Ende wird alles gut sein, weil in Taizé läuft immer alles irgendwie”, sagt sie. “Das Mittagessen für die 40.000 Gäste wird am Circus Maximus ausgeteilt, Löffel und Tasse mitbringen!”, steht im Programm. Danach kann man an Workshops und Gesprächsrunden teilnehmen. Das Wichtigste aber sind Gebete, die in den großen Kirchen Roms stattfinden: “Es ist einfach nur faszinierend, wie so viele Jugendliche zusammenkommen, beten, singen und zwischendurch leise sind und nichts tun”, sagt Felicia.

 

Taizé 2012: begeisternde Begegnungen, Gebet, Stille und einfaches Leben

www.go-hdh.de

 

 

 

Konfession kein großes Thema

 

Zwischen den Jugendlichen in der Kirche sitzen die Brüder von Taizé in ihren schlichten weißen Kutten. Bruder Alois ist der Prior dieser Gemeinschaft, die weder katholisch noch evangelisch noch orthodox ist: “Es gibt etwas ganz Entkrampftes, wenn man als Eingangsfrage nicht die Frage der Ökumene stellt, sondern die Frage des Glaubens: Was bedeutet uns Christus, was bedeutet es, das Evangelium zu leben? Wenn man dann nach und nach die verschiedenen konfessionellen Herkünfte entdeckt, dann entdeckt man auch Bereicherungen im Gespräch mit den Konfessionen”, sagt er. Für Bruder Alois ist diese ökumenische “Unverkrampftheit” das Markenzeichen von Taizé. Der Grund, warum so viele junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Kirchen und Ländern zusammenkommen. Im Gespräch mit dem ARD-Studio Rom merkt man bei dem deutschen Prior der Gemeinschaft auch eine gewisse Ungeduld: Zwischen den verschiedenen Konfessionen gebe es immer noch eine “gegenseitige Fremdheit”: “Warum kommen wir nicht öfter zusammen, was hält uns davon ab? Es gibt schmerzliche Grenzen in der Ökumene, aber es gibt auch viele brachliegende Felder, die wir zu wenig beackern”, fragt er.

 

 

 

 

Die “verlorene Generation” im Blick

 

Bruder Alois will die Jugendlichen in Rom auf eine “Pilgerreise des Vertrauens” mitnehmen. Dabei hat er die Jugend Italiens oder Spaniens besonders im Blick, die Verlierer der Krise, die verlorene Generation. 35 Prozent der Altersgenossen von Santiago aus Rom haben keine Arbeit. Er war zumindest seit September beschäftigt – mit der Vorbereitung des Jugendtreffens in seiner Heimatstadt: “Die Jugendlichen suchen Hoffnung, eine Zukunft, Solidarität untereinander, sie suchen etwas, was sie mit anderen teilen können. Und das gibt es wirklich”, sagt er. Bruder Alois will, dass die Jugendlichen in Rom ihren Beitrag zu einer neuen Solidarität in Europa leisten. Die Krise in vielen europäischen Gesellschaften sei auch eine Vertrauenskrise. Dagegen gelte es “Misstrauen und Abgrenzung” zu überwinden und neues Vertrauen in der Gesellschaft zu schaffen. {Quelle: www.tagesschau.de – Von Tilmann Kleinjung, ARD-Hörfunkstudio Rom}

 

 

 

Berlin: Tausende Jugendliche aus ganz Europa sind zum Auftakt des 34. Europäischen Jugendtreffens der Glaubensgemeinschaft von Taizé am Mittwoch nach Berlin gekommen.

www.news.ch – Mittwoch, 28. Dez 2011

news.ch

 

 

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