kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Afrika-Wochenüberblick 12. August 2012

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 14:37

 

Nigeria:   Der Krieg zwischen radikalen Islamisten und Christen geht weiter. Am Mittwoch griffen unbekannte Täter eine Mosche kurz nach dem Morgengebet an und flüchteten auf Motorrädern. Die Attacke folgt einer vorhergehenden Attacke, bei der die fundamental-islamistische Sekte Boko Haram Christen vor einer Kirche angriff. Das Blutvergießen geht weiter, obwohl Präsident Goodluck Jonathan letzten Monat die Situation als entspannter eingestuft hatte. Boko Haram kämpft für die Einführung der Sharia in dem Land, in dem Christen und Muslime nebeneinander leben. Die Attacken haben sich ausgebreitet und umfassen mittlerweile alle großen Städte, darunter Maidiguru im Zentrum und Bauchi und Abuja im Osten. Allein in diesem Jahr forderte ihr Kampf über 500 Tote.
 

 Kenia: Ein kenianisches Gericht hat diese Woche einen symbolischen Schritt gegen die Piraterie am Horn von Afrika unternommen. Es verurteilte sieben somalische Piraten zu je 20 Jahren Haft. Die Gruppe hatte 2009 versucht, ein Fischerboot zu überfallen, wurde jedoch von einer dänischen Einsatztruppe gefangen genommen. Ihr Verteidiger wird eigenen Angaben zufolge in Berufung gehen. Somalia wurde als funktionierender Staat zwischen Piraten, religiösen Fanatikern und Warlords zerrissen. Kenia sandte im Zuge der AMISOM-Mission seine Truppen in das Land. Der Übergangspräsident Omar Sheikh Sharif dachte diese Woche offen über eine Amnestie nach für Piraten, die ihr kriminelles Dasein aufgeben wollen.

 

DR Kongo: Die Präsidenten zentralafrikanischer Länder scheiterten diese Woche dabei, sich auf eine Militärintervention im Osten der DR Kongo zu einigen. In der Provinz Nord-Kivu haben Kämpfe zwischen der Armee und Rebellen bereits mehr als eine halbe Million Menschen mobilisiert. Während vor allem der Nachbarstaat Uganda auf eine regionale Truppe drängt, will der Kongo eine internationale Schutztruppe und eine stärkere Zusammenarbeit mit der UNO. Der ruandischen Regierung werden Verbindungen zu den Rebellen im Kongo nachgesagt. Einige EU-Staaten, darunter auch Deutschland, haben ihre Entwicklungshilfe daher vergangene Woche gekürzt.

 

Madagaskar: Die Europäische Union gab diese Woche bekannt, die Entwicklungshilfe für Madagaskar wieder aufnehmen zu wollen. Laut einer Aussendung der EU wolle man dieses Jahr 54Mio. Euro vor allem in die benachteiligte Bevölkerung des Inselstaats investieren. Die westlichen Staaten hatten ihre Hilfe eingefroren, nachdem der derzeitige Präsident Andry Rajoelina seinen Vorgänger aus dem Amt geputscht hatte. Ex-Präsident Marc Ravalomanana lebt seitdem im Exil In Südafrika. Am Dienstag trafen sich die Rivalen erneut auf den Seychellen, doch das Gespräch endete wieder nach einer halben Stunde ohne ein konkretes Ergebnis. Rajoelina sagte nach der Zusammenkunft, es müsse alles unternommen werden, um Ravalomanana von den nächsten Wahlen fernzuhalten. Diese sollen im Frühjahr 2013 stattfinden. Die neue Regierung beschuldigt Ravalomanana, das Militär auf Demonstranten gehetzt zu haben.
 

Ghana: Tausende Menschen haben diese Woche der Beerdigung von Ex-Präsident John Atta Mills beigewohnt. Unter den Trauergästen befanden sich auch die Präsidenten der Elfenbeinküste, Liberias, Benins und Togos. US-Staatssekretärin Hillary Clinton, die sich derzeit auf einer Afrikatour befindet, nahm ebenfalls an der Zeremonie teil. Mills starb letzten Monat an einer langen Krankheit, die ihn zunehmend schwächer wirken ließ. Sein Tod kam überraschend, fünf Monate vor den nächsten Wahlen. Vizepräsident John Dramani Mahama hat in der Zwischenzeit die Regierungsgeschäfte übernommen und wird wohl auch für die Partei zu den Wahlen antreten.

 

Südafrika: Zum ersten Mal überhaupt fiel in allen neun Provinzen Südafrikas Schnee. Für die Hauptstadt Pretoria brachte eine Kaltfront Anfang der Woche den ersten Schnee seit 1960, während es für die Provinz Free State der stärkste Schneefall seit sechs Jahren war. In Johannesburg, wo für das Wochenende 0 bis 16 Grad erwartet werden, lagen 20cm Pulverschnee. In manchen Regionen erreichte die Marke 70cm und Schulen blieben geschlossen. Am Wochenende erlebt das Land am Kap einen erneuten Temperatursturz.

 
Markus Schönherr, Kapstadt – schoenherr@africa-live.de
Quelle:  africa-live.de

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