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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptischer Bischof: Gewalt gegen ägyptische Christen nimmt zu 4. August 2012

Filed under: Christenverfolgung,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 18:33

 
Kritik an neuer Regierung mit nur einem Kopten

 

 

Die Gewalt gegen Christen in Ägypten nimmt nach Angaben eines koptischen Bischofs zu.

“Das allgemeine Klima wendet sich gegen die Christen”,

sagte Bischof Morcos am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Zugleich kritisierte er, dass der neuen Regierung in Kairo nur eine Koptin angehöre.

Der neue Präsident Mohammed Mursi, ein ehemaliges Mitglied der Muslimbruderschaft, hatte am Donnerstag die neue Regierung vorgestellt.

{Quelle: www.welt.de}

 

 

 

 

 

Nahrungsmittelknappheit in Syrien

 

 

Der syrische Partner des katholischen Hilfswerks Misereor, Jesuit Refugee Service (JRS), berichtet von einer extremen Nahrungsmittelknappheit in den umkämpften syrischen Gebieten. „Seit einer Woche gelangen keine Lebensmittel und andere wichtige Güter mehr in die Stadt“, gab Misereor am Donnerstag in Aachen einen Bericht der JRS-Mitarbeiterin Anne Ziegler zur Lage in der syrischen Stadt Aleppo wieder. Auch das Welternährungsprogramm habe für eine Woche die Lebensmittelverteilungen aussetzen müssen. JRS betreut den Angaben nach in Aleppo etwa 2.000 Menschen in sechs Schulen, die als Notunterkünfte für Flüchtlinge geöffnet wurden. Die Situation sei sehr schwierig, denn die Stadt sei unter Dauerbeschuss, berichtet Ziegler. Transportwege lägen zwischen umkämpften Gebieten. Die Arbeit mit Flüchtlingen habe zeitweise eingestellt werden müssen, weil sich niemand traue, die Unterkünfte zu verlassen. In Homs betreut der Misereor-Partner den Angaben nach 600 Kinder in zwei Schulen. Es gibt dort Bildungs- und Spielangebote. In Aleppo, Homs und Damaskus versorgt der JRS Menschen mit Unterkünften, Matratzen, Kleidung, Medikamenten und Nahrungsmitteln. Viele Freiwillige würden bei der Verteilung der Güter und der Betreuung helfen. Die Hilfsbereitschaft sei überwältigend, hieß es. „Viele Helfer sind irakische Flüchtlinge, die selbst erlebt haben, was Flucht und Vertreibung bedeutet“, erklärte Ziegler. {Quelle: www.domradio.de}

 

 

Gero Lombardo (links), und Folker Theis mit Erinnerungsfotos, die sie mit Patriarch Gregorios III. in München zeigen, sowie einem Brief des Oberhirten. Foto: Seibel

 

 

Ordensleuteaus der Region

treffen syrisches Kirchenoberhaupt

 

Pforzheim: Enzkreis. Es ist eine knappe Stunde her, dass wir uns verabschiedet haben in Tiefenbronn-Mühlhausen. Auf der Terrasse des schmucken Einfamilienhauses der Lombardos haben der Hausherr, Gero Lombardo, der vor über einem halben Jahrhundert aus Naro auf Sizilien nach Deutschland kam, und Prior Folker Theis als oberster Vertreter – des Lazarus-Ordens in Deutschland, von einer Audienz erzählt, wie sie nicht alltäglich ist. In München trafen sie Gregorios III., den höchsten katholischen Würdenträger im Nahen Osten. Sein Amtssitz: Damaskus, die umkämpfte syrische Hauptstadt. Aus dessen Feder stammt ein mehrseitiges Schreiben – eine Abschlussbotschaft des Patriarchen, der auch Protektor des im 11. Jahrhundert in Jerusalem gegründeten Lazarus-Ordens ist. Es geht um Glauben, um Verzweiflung, um Hoffnung, um Politik (Auszüge im Kasten „Alarmsignal und Hilferuf“).

 

 

Dank für Hilfsangebote

 

Das Schreiben ist wenige Tage alt und was der Patriarch in Syrien jetzt via Mail nachschiebt, ist vor ein paar Sekunden in seinem Amtssitz abgeschickt worden. „Ich danke für Ihr Interesse für das Krankenhaus, das ich baue in der Heimat meiner Mutter in Khabab, 50 Kilometer südlich von Damaskus, eine Region, wo der Heilige Paulus drei Jahre geweilt hat“, schreibt der 79-Jährige. Das Krankenhaus sei in der letzten Stufe des Innenausbaus. Gregorios III. bezieht sich auf das Hilfsangebot der Deutschen und einer österreichischen Gruppe und schickt eine dreiseitige Bedarfsliste, vorwiegend für Gynäkologie und Operationssaal. „Vergelt’s Gott! Mit Liebe und Segen!“, schließt Gregorios III. Darunter das Dienstsiegel und die Unterschrift des Patriarchen, zuständig für rund 800000 melkitisch-katholische Christen in den arabischen Ländern, davon 350000 in Syrien. Der zehnköpfigen Delegation aus der Region, die dem bisherigen Briefverkehr nun die persönliche Begegnung folgen ließ, erzählte der Mann aus Damaskus eine denkwürdige Geschichte: Seine Mutter habe als Amme Babys kranker muslimischer Frauen die Brust gegeben. Gregorios III.: „Diese Milch war nicht christlich oder muslimisch – diese Milch war menschlich“.

 

 

Christen zunehmend Opfer

 

In ihrem mehrstündigen Gespräch mit dem Patriarchen habe dieser bestätigt, was Nahost-Korrespondenten aus Syrien zunehmend berichten: dass die dort lebenden Christen die Situation die Situation vor Ort anders einschätzen als die Welt draußen. Auch weil sie Betroffene sind – unter dem alewitischen Präsidenten Baschar-al-Assad und seinem Vater wurden die Christen relativ in Ruhe gelassen. Kein Wunder: Sind sie doch ebenfalls eine religiöse Minderheit wie die Alewiten, eine Strömung des Schiitentums. Und Christen leiden nun unter religiös aufgepeitschten Sunniten, Assad-Gegnern, die in einem künftigen Syrien nach dem Sturz des Diktators für Christen keine Zukunft sehen. „Wir sind Zeugen des beginnenden Chaos“, schreibt Gregorios III. in seiner Botschaft, „nun sind unsere Gläubigen das Ziel von Banditen, das Ziel von Raubzügen und Einbrüchen, von Ausbeutung, Erpressung, Belästigung und Verschleppung.“ Elemente einer dem Irak vergleichbaren Situation zeichneten sich ab. Lombardo, 77, hat die Missionsprokura für den Orden der Guanellianer, dem er einmal angehörte. Der ehemalige Exportleiter und später Gesellschafter einer Entwässerungsfirma hat 40 Jahre Nahost-Erfahrung, versteht sich wie Theis, 63, auch als Exporteur der Nächstenliebe. Und so werden sie nicht nur ihr Netzwerk für Rumänien, Kongo oder Litauen bemühen, sondern aktuell für Syrien. {Quelle: www.lazarusorden.org – von Olaf Lorch-Gerstenmaier – www.pz-news.de}

 

 

Politische Umbrüche und Wirtschaftskrise

verdrängen Religionsfreiheit

 

Washington. D.C./USA: Das zentrale Menschenrecht der Religionsfreiheit sei im letzten Jahr weltweit zunehmenden Angriffen ausgesetzt gewesen, heisst es im Jahresbericht 2012 der US-Regierung zur globalen Religionsfreiheit, der am 30. Juli in Washington vom US-Aussenministerium präsentiert worden ist. Die Finanzkrise sowie die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in vielen Ländern, hätten die Schlagzeilen dominiert, sodass massive Verletzungen der Religionsfreiheit gegenüber religiösen Minderheiten oft unbemerkt von der Öffentlichkeit stattgefunden hätten. Laut dem Bericht habe die Leugnung, Verherrlichung oder Relativierung des Holocausts zugenommen sowie Verurteilungen wegen Verhöhnung einer Religion (Blasphemie). Zudem verbreite sich der Eindruck, dass Angriffe gegenüber Personen von Minderheitsreligionen oft straflos blieben, was Individuen oder Gruppen ermutige, mit Einschüchterungen oder gar Tötungen fortzufahren. „Angriffe gegen die Religionsfreiheit müssen geahndet werden“, ist ein Fazit, das Leonard Leo, Vorsitzender der „United States Commission on International Religious Freedom“ (USCRIF) zieht.

 

Nach Angaben des US-Jahresberichts 2012 unterdrücken nicht nur Einzelpersonen und Gruppen, sondern auch Regierungsbehörden die Religionsfreiheit von Minderheitsreligionen: Nordkorea bleibe auch nach dem Machtwechsel von Kim Jong Il zu Kim Jong Un im November 2011, weiterhin eines der repressivsten Länder der Welt mit einer unsäglichen Situation bezüglich Menschenrechte und Religionsfreiheit. Wer an geheimen religiösen Treffen teilnehme, werde verhaftet, gefoltert oder gar erschossen. Iran: Die Regierung begehe fortwährend systematische und schwere Verletzungen der Religionsfreiheit: Gefangenschaft, Folter und Hinrichtungen basierten meist auf der Religionszugehörigkeit der Verurteilten. Im Gottesstaat würden Baha‘is, Christen, Zoroastrier und Sufis (muslimische Randgruppe) schikaniert, gefangen und hingerichtet. Gegen die Juden werde mit fortgesetzter Holocaustleugnung der Hass geschürt. Ägypten: Die Militärregierung habe die koptischen Christen nicht beschützt, sondern auf sie schiessen lassen und Dutzende getötet sowie Hunderte verletzt. Die Übergangsregierung habe sowohl systematische Übergriffe auf religiöse Minderheiten toleriert, sowie Ausgrenzungen und Diskriminierungen. Dies habe ein Gewaltklima geschaffen, das weitere Verletzungen der Religionsfreiheit fördere.

 

China: Die Bedingungen für Tibetische Mönche und uighurische Muslime seien aufgrund der Regierungsmassnahmen die schlechtesten seit Jahrzehnten. Religiöse Gruppierungen und Einzelpersonen würden als Bedrohung für die nationale Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt betrachtet. Nigeria: Die jahrelange Untätigkeit der Regierung der Gewalt zwischen Christen und Muslimen Einhalt zu gebieten, habe diese eskalieren lassen und im Berichtsjahr, April 2011 bis Februar 2012, einen hohen Blutzoll gefordert: 800 Tote und 65.000 im Land Vertriebene. Pakistan: Die Blasphemie Gesetze und andere diskriminierende Massnahmen hätten eine gewaltbereite Atmosphäre geschaffen. Für den Mord an Shahbaz Bhatti (2011), Christ und Minister für Minderheiten der Pakistanischen Regierung, sei bis heute niemand angeklagt worden.

 

Christen lebten seit 2000 Jahren in den Ländern des Mittleren Ostens.

Aufgrund der zunehmend gegen sie gerichteten Bedrohungen in der Region,

gehe der christliche Bevölkerungsanteil teilweise massiv zurück.

 

Westeuropa: In Westeuropa stellt der USCRIF-Bericht eine zunehmende Einschränkung gewisser muslimischer Kleidungsformen fest: Belgien und Frankreich hätten die Ganzkörperverschleierung verboten. In Italien habe eine Parlamentskommission mit einem Gesetzesentwurf vorgeschlagen, das Tragen des Ganzkörperschleiers in der Öffentlichkeit zu verbieten. In der Schweiz habe der Nationalrat während der Berichtsperiode des US-Jahresberichts einer Motion zugestimmt, welche in öffentlichen Verkehrsmitten und öffentlichen Gebäuden ein Verhüllungsverbot bringen würde. {Quelle: www.stanet.ch}

 

4 Responses to “Koptischer Bischof: Gewalt gegen ägyptische Christen nimmt zu”

  1. Emanuel Says:

    Carma und Co. , die den Staat Israel und seine Politik über alles lieben und verehren, werden ihren Krieg gegen Iran bekommen … bald ist es soweit Carma ! Schlägt dein Herz schon schneller vor freudiger Erwartung von Mord und Totschlag ? Tausende von Tote werden dir dein Leben dann verschönern … ???? Ihr werdet in euren Höllen schmoren .. und zwar endlos … in der Hölle gibt es keine Zeit und keinen Raum .. ihr Kriegstreiber und Menschenverachter werdet dort in Ewigkeit ohne Zeit vegetieren ….

    • CARMA Says:

      saudepperte bemerkung, mit verlaub! und ja, auf ahmadinedschad, den mullahs und dem iranischen atomaren angriffswaffenplan kann ich verzichten, und dass als nicht(???) israel-hassender überzeugter christ. obwohl ich mich nicht erinnern kann, jemals irgendeiner kriegspartei das wort geredet zu haben, polemisierst du und unterstellst solchen unfug, selbst nach tausend klarstellungen meinerseits. du kannst dich ja gerne der syrischen oder iranischen armee zur verfügung stellen und sie mit swedenborgschem tiefsinn vom christlichen glauben überzeugen, statt hier den “maulhelden” abzugeben…
      nur polemische phrasen dreschen hab ich auch drauf – deinen höllen-schmorbraten geniesse ruhig alleine, wenn du dann heroisch das schiietentum und seinen obersatanisten verteidigst…

      mit den allerherzlichsten grüßen wie gewohnt – möge unser christliches einverständnis beispielgebend auch für andere sein

      • CARMA Says:

        es gäbe auch die möglichkeit, die russische staatsbürgerschaft anzunehmen und uns als korrespondent hautnah von den meuchelnden rebellen zu berichten, da wir leider nach wie vor auf zionistische, freimaurerische, illuminatorische, rothschildische und bilderbergerliche propaganda angewiesen sind, ohne die wir sonst gar keine informationen hätten. den syrischen staatsfunk kann ich leider nicht empfangen und iranisch verstehe ich nicht so recht…
        hilf uns und filme die wahrheit!!

  2. G.K Says:

    …Nahrungsmittelknappheit in Syrien
    trotz der schweren Kämpfe in Syrien setzt Help – Hilfe zur Selbsthilfe seine Projekte für irakische Flüchtlinge unter Einschränkungen fort. Seit 2008 unterstützt Help irakische Kinder und Flüchtlinge in Syrien und im Libanon mit umfangreichen Bildungs- und sozialen Projekten.

    Syrien: Über 1,5 Millionen irakische Flüchtlinge
    Help unterstützt irakische Flüchtlinge in Syrien. Während des Krieges im Irak und aufgrund den internen Konflikten und Gewalttaten danach, haben über 2,5 Millionen Menschen den Irak verlassen. Mit ihren letzten Ersparnissen flüchteten sie in die Nachbarländer Syrien, Jordanien und Libanon. Allein in Syrien leben 1,5 Millionen irakische Flüchtlinge unter schwierigen Bedingungen, in den Vororten von Damaskus und anderen syrischen Großstädten, ohne Arbeit und Einkommen. Die Flüchtlinge haben einen völlig unzureichendem Zugang zu Wasser, Strom, zur Gesundheitsversorgung und Bildung. An eine Rückkehr in den Irak ist aufgrund der andauernden Gewalthandlungen nicht zu denken.

    Flüchtlinge aus Irak: Kaum Zukunftschancen in Syrien

    http://www.help-ev.de/laender/syrien/


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