kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

“Selbstverliebte Kirchen vergessen verfolgte Christen” 3. Juli 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 16:46

Nach dem Maspero-Massaker schrieben einige Kopten auf der Brust:

Märtyrer zur Verfügung“!

 

Christen werden in der muslimischen Welt zunehmend Opfer von Diskriminierungen.

Auf Solidarität von den Kirchen hierzulande könnten sie dabei nur selten zählen.

Das sagt die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer

im Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”

und wirft den Kirchen Selbstverliebtheit vor.

 

Alle mehrheitlich muslimischen Länder befänden sich unter den ersten fünfzig Staaten, die Christen verfolgen, sagt Rita Breuer. “Je intensiver die religiöse Ausprägung eines islamischen Staatswesens ist, desto schlechter ist die Lage der Christen.” Die beiden großen Kirchen in Deutschland gingen allerdings tendenziell davon aus, der Islam habe dieselben Werte und Grundideen wie das Christentum. Das sei eine Form von Blauäugigkeit und Selbstverliebtheit, “zu glauben, dass jeder Mensch die Werte teilt, auf denen das Christentum fußt. Und nicht zur Kenntnis zu nehmen, dass andere eigenständige Religionsgemeinschaften manches anders sehen als wir”, so die katholische Wissenschaftlerin. Damit nehme man den Islam aber nicht ernst. Wie Breuer sagte, seien Christen in der muslimischen Welt oft fassungslos darüber, wie sich die Kirchen für die Rechte der Muslime in Deutschland einsetzten, gleichzeitig aber keinen Sinn für die Lage der Christen in muslimischen Ländern hätten.

 

Es entstehe der Eindruck, dass man sich hierzulande lieber mit der Frage beschäftigt, ob ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen islamfeindlich ist, als sich zu überlegen, wie man den bedrängten Christen zu Hilfe eilen kann“. Zwar gebe es Organisationen, die das tun. Auch die Aufmerksamkeit dafür wachse langsam, doch es gebe noch keine flächendeckende Auseinandersetzung mit dem Thema. Nicht jeder Muslim diskriminiere Christen und auch nicht jeder Christ in einem muslimischen Land werde verfolgt. “Aber es geht darum, es nicht länger zu leugnen, dass Christen in der muslimischen Welt zunehmend Opfer von Diskriminierungen werden, von Beleidigungen, Benachteiligungen, Verfolgung bis hin zur Tötung.”  Oft werde das in der Öffentlichkeit beschönigt oder ignoriert.

 

 

Selbstbewusstes Bekenntnis

 

Von den Kirchen wünscht sich Breuer “ein ganz klares und selbstbewusstes Bekenntnis zur eigenen Religion und Wertigkeit”. Dazu gehöre es, sich für verfolgte Glaubensgeschwister einzusetzen und auch Probleme im Dialog mit Muslimen nicht klein zu reden. Auch Politiker sollten gegenüber muslimischen Staaten sowie Verbänden in Deutschland das Thema Christenverfolgung immer wieder ansprechen und auf dem Recht der freien Religionsausübung bestehen. Wut empfinde Breuer, wenn sie daran denkt, dass Salafisten in Deutschland Korane verteilen dürfen, es aber beispielsweise im Iran verboten ist, eine persisch-sprachige Bibel überhaupt zu besitzen. Eine “unerträgliche Schieflage” sei das. “Muslime haben hier das ungeteilte Recht auf freie Religionsausübung. Dafür werde ich mich immer einsetzen. Dass die Salafisten dieses Recht für sich in Anspruch nehmen, solange es ihnen nützt, aber es nicht vertreten – darauf kann man auch nicht häufig genug hinweisen”. Rita Breuer ist promovierte Islamwissenschaftlerin aus Aachen. Im Herder-Verlag erschien kürzlich ihr Buch: “Im Namen Allahs? Christenverfolgung im Islam”.  {Quelle: www.pro-medienmagazin.de}

 

 

 

 

Glaubensprüfung vor Gericht

 

 

Ist der Glaubenswechsel eines Asylbewerbers aus Albbruck ernst gemeint?

Oder ist er nur Schein,

um die begehrte Aufenthaltsberechtigung in Deutschland zu erhalten?

Mit dieser Frage musste sich am Freitag

die fünfte Kammer des Verwaltungsgericht Freiburg

bei einer Berufungsverhandlung beschäftigen.
 

 

Der erste Asylantrag des jungen Iraners, der Mitglied in der evangelischen Kirchengemeinde Waldshut ist, war abgelehnt worden. Welche Rolle haben Adam und Eva für die Kirche? Wann wird die Dreifaltigkeit gefeiert? Welchem Apostel wird am 29. Juni gedacht? Welche Bedeutung haben die vier Sonntage im Advent? Welche biblischen Gleichnisse sind präsent? Fragen, die auch einen Christen in die Bredouille bringen können. Erst ein Blick in den Kalender verrät, dass der gestrige Tag den Aposteln Peter und Paul gewidmet war. Wer einen Richter überzeugen will, dass er aus glaubhaften Gründen vom Islam zum Christentum konvertiert ist, muss auf solche Fragen Antworten haben. Vielleicht nicht auf alle, aber auf einige. Mohammad Hosseini (35) kannte die Antworten; nicht alle, aber die meisten. Beim Feiertag musste auch er passen. Aber reicht der Rest, damit sein Glaubenswechsel vom Gericht anerkannt wird? Das ist nur eine der Fragen, die sich das gute Dutzend Gemeindemitglieder stellte, die am Freitag die zweieinhalbstündige Anhörung ihres Glaubensbruders vor dem Verwaltungsgericht Freiburg verfolgten. Mohammad Hosseini hätte es einfacher haben können. Er stammt aus einer relativ wohlhabenden Familie in Teheran, er hatte ein kleines Frisörgeschäft, verdiente nicht schlecht, konnte seine Eltern und die Geschwister jederzeit sehen.
 

 

Bei Demo gegen Wahlfälschung

 
Doch mit der höchst umstrittenen Wiederwahl des streng konservativen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad wurde auch für ihn die Situation brenzlig. Nicht nur, dass dem Regime seine Haarschnitte zu westlich waren. Wie Tausende junge Iraner demonstrierte auch er gegen die Wahlfälschung. Als Demonstranten, auf der Flucht vor der prügelnden Polizei, in seinem Geschäft Unterschlupf fanden, wurde die Situation für ihn gefährlich. Die Polizei schloss seinen Laden, er wurde gesucht. “Ich hatte Angst, dass ich ins Gefängnis komme oder aufgehängt werden”, erzählt Mohammad Hosseini Richterin Neumann. Mehr als hundert Menschen seien bei den Demonstrationen im Sommer 2009 ums Leben gekommen. Seine Stimme ist ruhig, er versucht sich auf Details zu besinnen, exakt zu sein. Er taucht unter. Vier Monate versteckt er sich bei einem Freund, bis er einen Schlepper findet, der ihn für acht Millionen Tuman in einem verplombten Lastwagen aus dem Land bringt.
 

 

Im Iran ist der Islam Staatsreligion

 
Die Reise muss eine Tortur gewesen sein, aber er erreicht sein Ziel: Deutschland. Hosseini kommt in die Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Karlsruhe, am 16. Juni wird er der Asylbewerberunterkunft Albbruck zugewiesen, in der ein kleines, schäbiges Zimmer mit zwei Landleuten teilt. Schon im Iran hatte der Muslim Kontakt zu Christen. Ein Freund nahm ihn zu einer christlichen Hausgemeinschaft mit, wie die Untergrundkirchen genannt werden. An wechselnden Orten wurde über das Christentum gesprochen, in der Bibel gelesen, zur Gitarre gesungen. Im Geheimen. Denn in der Islamischen Republik Iran sind Glaube und Religion öffentliche Angelegenheiten: Wer der Staatsreligion abfällt, begeht Staatsverrat. Konvertiten im Iran können daher ihren Glauben nur im Verborgenen leben. Die meisten halten den Glaubenswechsel auch vor der Familie und Freunden geheim. Drei Kirchen seien in dieser Zeit geschlossen, 30 000 Bibeln verbrannt worden, erzählt er. Regierung und geistliche Gelehrte im Mullahregime Iran verweisen dabei auf den Koran, denn dort steht ihrer Ansicht nach geschrieben: “Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet”. Zurück nach Albbruck: Ein Zimmerkollege nimmt ihn mit zur evangelischen Kirchengemeinde Waldshut, dort erhält er Sprach- und Glaubensuntersicht. Er will sich taufen lassen. Während ein Konfessionswechsel unter Christen eher einem Verwaltungsakt gleicht, wird bei Muslimen, die Christen werden wollen, schon genauer geprüft. “Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht”, sagt Pfarrer Hansen, der damals Ansprechpartner von Mohammad Hosseini war. “In vielen Gesprächen haben wir sein Motiv geprüft”. Das neue Gemeindemitglied erhält ein halbes Jahr Glaubensunterweisungen, der dem Konfirmandenunterricht gleicht.
 

 

Hosseini kennt viele Geschichten aus der Bibel

 
Mohammad Hosseini spricht vor Gericht von fünf Treffen, bei denen er viele Fragen gestellt habe und ihm viele Fragen gestellt wurden. “Mir waren so viele Fehler beigebracht worden.” Seine Bibel sei ganz zerlesen gewesen, er habe viele Geschichten und Zitate aus der Bibel gekannt, erinnert sich Pfarrer Hansen. Nach Rücksprache mit der Gemeinde tauft Hansen ihn am dritten Adventsonntag 2010 . Seinen Taufspruch aus dem zweiten Korintherbrief sagt der junge Mann im Gerichtssaal auf Deutsch vor: “Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden“. Das Christentum gebe ihm viel Kraft ihm Alltag, erklärt er der Richterin. “Ich bin viel ruhiger geworden”. Er gehe regelmäßig zum Abendmahl, besuche die wöchentliche Bibelstunde. Der Islam ist in seinen Augen eine gewalttätige Religion, zumindest der Islam, wie er im Iran gelebt werde; das Christentum dagegen basiere auf Liebe. Und was würde passieren, wenn sein Asylantrag abgelehnt würde und er in den Iran zurück müsste? Er wisse nicht, ob die Geheimpolizei erfahren habe, dass er zum Christentum übergetreten sei, lautet seine Antwort. “Aber bei der Einreise würde ich es selbst sagen. Ich als Christ würde nie lügen”. Ob Hosseini in Deutschland bleiben kann, wird er in zwei bis drei Wochen erfahren. Dann liegt die Entscheidung des Verwaltungsgerichts vor.

 
 

Verfolgte Christen im Iran
 

 

Die Situation: Von den 75 Millionen Iranern sind mehr als 90 Prozent schiitische Muslime. Etwa 300 000 Menschen bekennen sich zum Christentum. Armenische und assyrische Christen gehören zu den anerkannten religiösen Minderheiten. Konvertiten: Die Abkehr vom Islam gilt im Iran als Verrat und ist ein Grund für die Todesstrafe. Zu den staatlichen Unterdrückungsmaßnahmen gegen Christen gehören zudem die Beschlagnahmung ihres Besitzes, die Schändung ihrer Gebetsstätten, Inhaftierungen und andere Gewaltakte. Der Iran steht auf Platz fünf des “Weltverfolgungsindex 2012″, einer Liste jener Länder, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Die Liste wird von der überkonfessionellen Hilfsorganisation “Open Doors” jedes Jahr erstellt. Auch nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International sind im Iran Angehörige religiöser Minderheiten ständiger Verfolgung ausgesetzt. Betroffen seien vor allem Konvertiten, die vom Islam zum Christentum überträten, Anhänger der Bahai-Glaubensgemeinschaft, oppositionelle schiitische Geistliche sowie die Gemeinschaften der Ahl-e Haqq und der Derwische. Der Report weist auch auf das Schicksal von Pastor Yousef Nadarkhani hin. Der Sohn muslimischer Eltern war zum Christentum konvertiert und wurde 2010 zum Tode verurteilt. Sein Schicksal ist derzeit unklar. {Quelle: www.badische-zeitung.de}

 

One Response to ““Selbstverliebte Kirchen vergessen verfolgte Christen””

  1. Keine andere Geschichte hat jemals so viele Interpretationsversuche hervorgebracht, wie die wunderbare kleine Geschichte von Adam und Eva im Paradies. Es wurde alles hineininterpretiert, was sich an ein unwissendes Publikum verkaufen ließ, so widersprüchlich, sinnlos oder belanglos es auch war. Mit den naiven Interpretationen ließe sich mit Leichtigkeit eine ganze Bibliothek füllen, und wer sich die Mühe machte, sie alle zu lesen, wäre hinterher nicht klüger als zuvor. Doch allein die Tatsache, dass es so viele Interpretationsversuche gibt, lässt darauf schließen, dass die wirkliche Bedeutung der kleinen Geschichte alles andere als belanglos ist.

    Tatsächlich beinhaltet der Text, der unter Genesis 2,4b – 3,24 bis heute überliefert ist, ein fundamentales Wissen, das man ihm bei oberflächlicher (gegenständlich-naiver) Betrachtung niemals zutraut, das aber im Nachhinein betrachtet die gesamte Kulturgeschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem „Auszug der Israeliten aus Ägypten“ bis heute erklärt. Worum geht es wirklich in dem Text? Um die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung in einer arbeitsteiligen Zivilisation, der Welt des Kulturmenschen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html


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