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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

82 Kilogramm landen im Müll 29. Juni 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 20:17

 

82 Kilogramm Lebensmittel schmeißt jeder Deutsche pro Jahr in den Müll.

 

Gleichzeitig leiden in anderen Teilen der Erde

Millionen Menschen an entsetzlichen Hungerkatastrophen.

 

Wie kommt es,

dass die einen darben während die anderen haben?

Und zwar im Überfluss!

 

“Es ist genug für alle da” – so lautet der Slogan auf Plakaten der evangelischen Hilfsaktion Brot für die Welt. Und tatsächlich: Laut Berechnungen der “Food and Agriculture Organization” der UNO würde die Menge der Lebensmittel auf unserem Planeten ausreichen, um das Doppelte der Weltbevölkerung zu ernähren, mit etwa 2.000 Kalorien täglich. Es wäre tatsächlich genug Essen für alle da, das Problem aber ist die Verteilung. Vor einem Jahr stürzte am Horn von Afrika eine außergewöhnliche Dürre Millionen Menschen in eine entsetzliche Hungerkatastrophe. Bis heute haben sich die Gebiete nicht erholt. Hierzulande mahnt währenddessen Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner zu weniger Wegwerfmentalität: 82 Kilogramm Lebensmittel wirft jeder Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr in den Müll, oftmals nur aufgrund eines abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums, das ergab eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums. Wie kommt es, dass die einen darben während die anderen haben und zwar im Überfluss? Und wie funktioniert das eigentlich: “Ethisch essen” angesichts des Welthungers? Diesen Fragen geht Theo.Logik auf den Grund. Außerdem stellt Theo.Logik wieder ein geheimnisvolles Gotteshaus in Bayern vor: die Allerheiligenkapelle in Reichersdorf am Irschenberg, die direkt über einem so genannten “Erdstall” erbaut wurde, einem unterirdischen Gangsystem aus dem Mittelalter.In der Reihe “Was glaubt Bayern – Weltanschauungen von A bis Z” geht es dieses Mal ebenfalls um ein sagenumwobenes Phänomen: die Freimaurer. {Quelle: www.br.de}

 

 

 

 

11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen auf dem Müll

 

Deutschland, die Wegwerf-Republik

 

 

Unser tägliches Brot gib uns heute – aber bitte reichlich und vor allem billig:

Als Folge landen in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Essen auf dem Müll.

Den größten Anteil haben Privathaushalte,

die meisten Abfälle wären vermeidbar.

 

Die meisten Lebensmittel wandern von privaten Haushalten aus in den Müll (61 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Die Untersuchung der Universität Stuttgart kommt zu dem Ergebnis, dass Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte jährlich knapp 11 Millionen Tonnen Lebensmittel als Abfall entsorgen. Kantinen, Restaurants und Klinikküchen tragen 17 Prozent zum deutschen Lebensmittel-Müllberg bei. Ebenso viel Abfall entsteht in der Lebensmittelindustrie. Für etwa fünf Prozent oder 550 000 Tonnen ist der Handel verantwortlich. „Wir leben in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. In Deutschland und Europa wird viel zu viel weggeworfen, wertlos gemacht, vernichtet. Jeder von uns kann seinen Beitrag leisten, die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu stoppen. Es ist Zeit für einen Bewusstseinswandel – und für mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel“, sagte Aigner. Die Studie gibt ihr recht: Obst und Gemüse muss knackig sein, frei von Dellen oder gar braunen Stellen. Ist es das nicht, wandert es in den Müll. Entsprechend machen Gemüse (26 Prozent) und Obst (18 Prozent) den Hauptanteil der Lebensmittelabfälle in Haushalten aus.

 

Im Schnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilogramm weg. Pro Verbraucher und Tag lässt sich eine Menge von 225 Gramm Lebensmittel errechnen, die in der Tonne landen. Das entspricht ungefähr dem Volumen eines durchschnittlichen Frühstücks. 65 Prozent dieser Lebensmittelabfälle wären völlig oder zumindest teilweise vermeidbar. Der Wert der vermeidbaren Lebensmittelabfälle wird pro Kopf auf jährlich 235 Euro geschätzt. In einem Vier-Personen-Haushalt summiert sich der Betrag im Schnitt pro Jahr auf rund 940 Euro, auf Deutschland hochgerechnet sind es bis zu 21,6 Milliarden Euro pro Jahr, die diese Verschwendung kostet.
Bei Lebensmittelabfällen muss grundsätzlich unterschieden werden zwischen: vermeidbaren Abfällen, die zum Zeitpunkt der Entsorgung noch uneingeschränkt genießbar gewesen wären, teils vermeidbaren Abfällen, die aufgrund unterschiedlicher Gewohnheiten der Verbraucher auf dem Müll landen wie etwa Brotrinden oder Speisereste und nicht vermeidbaren Lebensmittelabfällen, die überwiegend nicht essbare Bestandteile enthalten, etwa Bananenschalen oder Knochen.

 

Die Hauptursachen des Wegwerf-Wahns

 

Die Studie zeigt: Lebensmittelabfälle fallen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an.

Die Ursachen sind vielfältig.

 

Lebensmittelindustrie

Abweichung von den geforderten Produkt- und Qualitätseigenschaften – Aufbewahrung von Rückstellmustern, die später entsorgt werden – Überproduktion und Fehlplanung – Fehler im Herstellungsprozess (zum Beispiel Fehlchargen, Produktionsausfälle, Verschütten, Fehletikettierungen)

 

Handel

Volle Regale bis Ladenschluss – mit Backwaren, Obst und Gemüse und anderen leicht verderblichen Waren – Beschädigung von verderblichen Lebensmitteln (zum Beispiel eingedrücktes Obst) – Ablauf von Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum – Überbestände durch kaum kalkulierbares Einkaufsverhalten – Falsche Lagerung, Schäden beim Transport

 

Großverbraucher

Fehlendes Wissen über Abfallmengen

 

Mangelhafte Lagerung

Kalkulation schwierig, wenn die Nachfrage stark schwankt – Hygiene- und Sicherheitsvorschriften – Zu wenig differenzierte Portionsgrößen (etwa in Kantinen)

 

Private Haushalte

Mangelnde Wertschätzung von Lebensmitteln, bedingt auch durch ständige Verfügbarkeit

und das im EU-Vergleich äußerst niedrige Preisniveau

Fehlplanung, Fehlkauf, fehlender Überblick über Vorräte – Falsche Aufbewahrung – Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums

 

 

Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass jede noch so gründliche Untersuchung nur Schätzwerte liefern kann. Denn die Abfälle werden nicht oder kaum erfasst. Bio- und Restmüll werden zwar über das kommunale Sammelsystem entsorgt, aber dazu kommen Lebensmittel, die in der Kanalisation verschwinden oder auf dem Kompost landen. Sie tauchen in keiner Statistik auf. Besonders bei Industrie und Handel existieren Datenlücken, uneinheitliche Definitionen und oft auch unterschiedliche Messsysteme, die die Erhebung verlässlicher Zahlen erschweren. Die Abschätzung der in der aktuellen Studie angegebenen Müllmengen resultiert aus Hochrechnungen zum Abfallaufkommen in Deutschland und anderen europäischen Ländern sowie Nordamerika. Sie berücksichtigt verschiedene Versorgungsbilanzen für Deutschland und Daten der „Nationalen Verzehrstudie“. Ergänzend wurden Befragungen und Stichproben durchgeführt. {Quelle: www.focus.de}

 

4 Responses to “82 Kilogramm landen im Müll”

  1. 82 Kilogramm Lebensmittel schmeißt jeder Deutsche pro Jahr in den Müll.

    Gleichzeitig leiden in anderen Teilen der Erde
    Millionen Menschen an entsetzlichen Hungerkatastrophen.

    ja man sollte sich echt fragen warum das so wirklich ist!!

  2. Im Ersten Weltkrieg hatte Deutschland erhebliche Probleme mit der Nahrungsmittelversorgung

    Im Zweiten Weltkrieg stand man vor einer ähnlichen Situation. Trotz der aufwendigen „Erzeugungsschlachten“ der deutschen Landwirtschaft genügte die Agrarproduktion des Reiches nicht zur Selbstversorgung (vergleiche Agrarwirtschaft und Agrarpolitik im Deutschen Reich (1933–1945)). Am 14. Februar 1940 erklärte Herbert Backe, Staatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, es drohe der „Zusammenbruch der Ernährungswirtschaft im Laufe des zweiten Kriegsjahres, wie im Jahre 1918“.

    Backe, der die Geschäftsgruppe Ernährung im Vierjahresplan leitete, war der Meinung, dass das deutsche Ernährungsproblem mit dem bevorstehenden Angriff auf die Sowjetunion gelöst werden könne. Da aber Berechnungen der Landwirtschaftsführung zeigten, dass größere Überschüsse in der Sowjetunion nicht vorhanden waren, wurde eine Strategie für die Behandlung der sowjetischen Bevölkerung entworfen, um ein Höchstmaß an Nahrungsmitteln aus dem Land zu pressen und gleichzeitig den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg im Osten voranzutreiben. Nach Einschätzung des Historikers Christian Gerlach war die nationalsozialistische Wirtschaftsführung im Osten ein Instrument der Massenvernichtung

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hungerplan

    Das wahre Elend ist woanders

    Wie gebannt schaut die Welt derzeit auf die Entwicklung der Finanzmärkte – doch die wahre Katastrophe spielt sich anderswo ab: Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika hat sich dramatisch zugespitzt. In Somalia haben die Vereinten Nationen inzwischen in fünf Regionen eine Hungersnot ausgerufen. “Wir fürchten, dass sich diese Situation noch auf andere Landesteile ausweiten wird”, sagte der neue Direktor des Welternährungsprogramms in Äthiopien (WFP), Abdou Dieng, in Addis Abeba.

    So ist in Deutschland heute fast jede/r Fünfte von Armut betroffen. Besonders zu leiden haben Arbeitslose, Kinder und allein erziehende Mütter.

    http://www.paradisi.de/Freizeit_und_Erholung/Gesellschaft/Armut/Buecher/15653.php

    • maria Says:

      “Obst und Gemüse muss knackig sein, frei von Dellen oder gar braunen Stellen. Ist es das nicht, wandert es in den Müll.”
      Das ist die seit 20 Jahren das Bild und die Vorgabe, die die EU eingeführt hat. Kein Apfel, der nicht eine Standard-Größe hat oder alte Sorten dürfen z.B. in den Handel kommen.
      Überzogene Sanktionen/Strafen für mal ein verdorbenes Lebensmittel führten zu Mindesthaltbarkeitsdaten, die noch noch gute Lebensmittel als “abgelaufen = schlecht” deklarieren.
      Miese Brotsorten z.B., die am nächsten Tag nicht mehr schmecken oder gar schon schimmeln, bestrahltes Obst und Gemüse, das z.B. Möhren 3 Tage nach dem Kauf schwarze Flecken bekommen lässt ……. man könnte Tausende von Beispielen nennen – nicht zuletzt unsinnige Hygienevorschriften in Handel, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

      Wie soll es denn gehen, wenn 20% von Armut betroffen sind, dass sie es sich leisten können, PRO PERSON 82 kg Lebensmittel wegzuwerfen? Und auch diejenigen, die nicht arm sind, haben mehrheitlich nicht mehr das Geld, Lebensmittel wegzuwerfen.

      Bäckereiketten verkaufen ihre Ware vom Vortag nicht günstiger. Sie vernichten sie nicht selten oder verkaufen sie an Schweinemästereien 250 kg für 5 Euro – obwohl Kuchen und süßes Gebäck nicht unbedingt in großen Mengen Tierfutter ist – falls überhaupt noch jemand Schweine mästet.

      Das Thema ist vielschichtiger als wie es probagiert wird.

  3. Bazillus Says:

    Der Artikel weist eher technische Mängel und Unkenntnis der Menschen aus, wie mit Lebensmitteln umgegangen wird. Dabei ist der Umgang mit Lebensmitteln ein Akt der extrem mangelnden Ehrfurcht vor der Schöpfung. In dieser kapitalisierten Welt hat dasjenige keinen Wert, was preisgünstig zu haben ist. Der gedankenlose bis hin zum verbrecherischen Umgang mit Lebensmitteln wird sich rächen. Er rächt sich leider schon jetzt, allerdings nicht bei denen, die viel haben, die für die Lebensmittelvernichtung verantwortlich sind, sondern bei denen, die schuldlos verhungern müssen aufgrund von unmenschlichen politischen Systemen auf dieser Erde.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich die EWG damals versündigt hatte, als Obst oder Gemüse (daran kann ich mich nicht mehr erinnern), um Preise zu halten, vernichtet wurden durch Wurf in den Rhein, so meine ich. Persönliche Erfahrungen habe ich in dieser Frage bei der Bundeswehr diesbezüglich machen müssen. Der damalige Spieß (Kompaniefeldwebel) berichtete mir auf Anfrage, dass jeden Tag soviel noch brauchbare Lebensmittel in einer Kaserne weggeworfen werden (das war 1972/73), von denen ein ganzes Dorf hätte ernährt werden können, ohne dass auch nur eine Person dieses fiktiven Dorfes um den Lebensunterhalt hätte arbeiten müssen.

    Am besten erinnere ich mich noch an die Erziehung meiner katholischen Eltern, denen ich bis auf den heutigen Tag dankbar dafür bin, die uns Kindern von kleinauf beibrachten, dass Lebensmittel niemals weggeworfen werden dürften. Wer dies leichtfertig tue, begehe eine schwere Sünde. Das war ihre Rede, die wir des öfteren uns anzuhören hatte, wenn wir mal wieder kein altes Brot essen wollten, weil um frisches vorhandenes wussten. Schließlich sei die Nahrung uns letztlich von Gott geschenkt worden durch der Menschen Hände Arbeit. Das hat sich bei uns beiden eingeprägt bis auf den heutigen Tag. Dafür bin ich ihnen noch heute zutiefst dankbar.

    Eine weitere Episode erzählte mir mein Vater, der in Kriegsgefangenschaft kam und vom Hunger der Insassen berichtete. Ein Insasse sei ihm besonders aufgefallen, als einer “der sein Brot so ehrfürchtig aß, als wäre es der Leib des Herrn”. Genau diese ehrfürchtige Wertschätzung bräuchten Lebensmittel heute. Wir müssen uns einmal wieder richtig bewusst machen, dass wir vom Tod anderer Mitgeschöpfe leben, vom Tod von Pflanzen, von Tieren. Erst muss das Weizenkorn sterben, um zu Brot oder Kuchen verarbeitet zu werden. Erst muss der Fisch qualvoll sterben, um bei uns auf den Teller zu landen. Erst muss das Schwein, das Lamm, das Kalb, das Rind ja auch qualvoll gegen seinen Willen sterben, bevor wir es verzehren dürfen. Im Grunde leben wir vom Tod unserer Mitgeschöpfe. Wer dies nicht mehr verinnerlichen kann, hat eine gewisse Roheit verinnerlicht.

    Nicht umsonst rät uns die Kirche zu Recht vor den Mahlzeiten zu beten. Tischgebete gibt es genug.

    O Gott, von dem wir alles haben,
    wir danken dir für diese Gaben.
    Du speisest uns, weil du uns liebst.
    O segne auch, was du uns gibst.

    Dir sei, o Gott, für Speis und Trank,
    für alles Gute Lob und Dank.
    Du gabst, du willst auch künftig geben.
    Dich preise unser ganzes Leben.
    Amen.

    Komm, Herr Jesus, sei unser Gast
    und segne, was du uns bescheret hast.

    Diese Regelmäßigkeit des Tischgebetes macht uns erst bewusst, das Lebensmittel Geschenke Gottes sind. Das macht unser Menschsein aus. Ein Tier bekommt etwas zu fressen und es stürzt sich zu Recht auf es. Der Schnellste und Stärkste bekommt die besten Happen. Der Mensch zeichnet sich dadurch aus, dass Gott ihm seinen Verstand gegeben hat und er erkennen müsste, dass er ohne Lebensmittel, ohne Pflanzen, ohne Tiere, ohne Wasser, ohne Licht ein Nichts wäre und er erkennt, dass er diese seinem Schöpfer zu verdanken hat. Da er dies erkennt, betet er Gott lobend und ihm dankend für die Gaben, die da auf dem Tisch liegen, seien sie noch so einfach, trocken und fad. Sie erhalten uns am Leben.

    Diese unsere ganze Wirtschaftspolitik ist auf Konsum ausgerichtet und es geht wie überall natürlich um Profit. Der Kampf um Preise, somit um Angebot und Nachfrage, wird nicht nur auf dem Rücken der Armen ausgetragen, sondern auch auf dem Rücken der Schöpfung Gottes. Denn diese wird somit wie eine selbstverständliche Sache behandelt, eine Sache, die natürlich nachwächst, die uns einfach zur Verfügung steht, deren Wert von uns Verbrauchern auch nur gering eingeschätzt wird. Davon zeugen in Massen weggeworfene Schulbrote, davon zeugen die tägliche Abfallbeseitigung im Biobereich. Bestenfalls kommen die Abfälle von Bäckereien zu den Mastbetrieben.

    Wir brauchen heute gar nicht weit zu schauen bis nach Afrika oder Asien. Auch hier in unserem Lande herrscht Armut. Die Tafeln weisen wachsenden Zulauf auf.

    Und dann lässt sich unsere Politik noch perfideres einfallen. Sie lässt Felder mit Pflanzen bestellen, deren Tod lediglich der menschlichen Mobilität dient, während anderswo auf diesem Planeten die Sonne die Felder verbrennt, der Regen das Land überflutet und der Rauch das Land vernichtet und sonstwo Gegenden existieren, in denen niemand im Voraus berechnen kann, ob die Ernte dieses Jahr auch zu einer segensreichen Vollendung kommen kann.

    Die Kirche feiert diesen Dank mit dem Fest Erntedank. Nicht umsonst. All das geschieht, um die Ehrfurcht vor Lebensmitteln aufrecht zu erhalten, nicht zum Selbstzweck.

    Die hierzulande immer mehr um sich greifende gedankenlose, sich selbst betäubende Spaß- und Fungesellschaft, die vielfach atheistisch angehaucht ist, kann vor Lebensmitteln keine Ehrfurcht empfinden, denn diese Pflanzen und Tiere sind ja keine Geschöpfe Gottes, sondern nur evolutionäre Erdbewohner wie wir selbst, die durch Zufall entstanden sind. Wir bedienen uns ihrer nur , weil wir in unserer Selbstherrlichkeit und Gottvergessenheit wähnen, die Stärkeren und “Klügeren” zu sein und merken nicht einmal, dass wir diesen Planeten nur zerstören, durch monokulturellen Anbau und zusätzlich von Pflanzen der genmanipulierten Art, deren langfristigen Auswirkungen auf Fauna und Flora wir noch gar nicht kennen können. Wir wollen selbst Gott spielen. Nur Gott spielt nicht immer mit und seine Erfindung, Schöpfung, die wir als “die Natur” zu erkennen glauben, schon mal garnicht.

    Welches Bild gibt der Mensch als Lebensmittelvernichter in den Augen Gottes ab? Ich glaube, ein mehr als mäßiges. Besinnen wir uns wieder der Wichtigkeit der Pflanzen und Tiere, die uns als Lebensmittel, als Mittel zum Leben dienen, nein als uns von Gott geschenkte Mitgeschöpfe dienen müssen. Sie haben unseren ganzen Respekt und unsere ganze Ehrfurcht mehr als verdient!


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