kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Weltgemeinschaft muss die Christen schützen 9. April 2012

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:19

Angriffe auf Christen sind in vielen Teilen der Welt Realität. Trotzdem setzen sich westliche Demokratien und Menschenrechtsorganisationen kaum für religiöse Minderheiten ein.

 

Kürzlich schrieb die Menschenrechtsaktivistin, ehemalige niederländische Politikerin und Exil-Somalierin Ayaan Hirsi Ali über einen weltweiten Krieg gegen Christen in muslimischen Ländern.

Sie behandelte ausführlich das abstoßende Phänomen gewalttätiger Intoleranz gegen christliche Gemeinschaften und beschuldigte die internationale Gemeinschaft und prominente Nichtregierungsorganisationen, das Problem zu vernachlässigen.

Aus fast allen Teilen der Welt wird täglich darüber berichtet, wie christliche Gemeinschaften Opfer von Schikanen und Bestrafungen werden. Am 26. Februar wurden in Nigeria drei Christen getötet und Dutzende verletzt, als in der nördlichen Stadt Jos neben einer Kirche eine Autobombe explodierte.

Im letzten Jahr starben mindestens 500 Menschen durch Angriffe der gewalttätigen islamistischen Gruppe Boko Haram, die alle Christen aufgefordert hatte, den Norden Nigerias zu verlassen.

  

Das Naag-Hamady-Massaker am 06. Januar 2010

 

Verfolgung im Nahen Osten

 

Im ostafrikanischen Sudan wurde Christen eine Frist bis zum 8. April gesetzt, um aus dem Norden des Landes wegzuziehen. Von diesem Ultimatum sind bis zu 700.000 Christen betroffen, die vor der Unabhängigkeit 2011 im Südsudan geboren wurden. Aus Eritrea wurde bekannt, dass sich dort 2.000-3.000 Christen in Haft befinden und viele gefoltert wurden. Der gefährlichste Ort für Christen bleibt allerdings der Nahe Osten, wo sie mit erschreckender Regelmäßigkeit angegriffen werden. Die Kopten Ägyptens und die schrumpfende christliche Gemeinschaft des Irak spüren den Druck am stärksten. Angesichts der Ereignisse in Syrien fragen sich viele auch, was aus der lebhaften christlichen Gemeinschaft dieses Landes wird. Im Iran werden Mitglieder sogenannter “Hauskirchen” (unabhängige Versammlungen von Christen, die sich aufgrund ihrer Angst vor Unterdrückung in Privathäusern treffen) zusammengetrieben und eingesperrt.

 

 Jahreswechsel - Arabische Christen

Ägyptische Kopten begleiten die Särge ihrer Glaubensgeschwister,

die am 09. Oktober 2011 in Kairo von Regierungstruppen getötet wurden

 

 

Blasphemie-Gesetz gegen Christen

 

2012 hat die Organisation Open Doors, die sich mit der Notlage von Christen beschäftigt, einige Länder mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung – darunter Afghanistan, Saudi-Arabien und sogar die Malediven – als die weltweit schlimmsten Übeltäter bezeichnet. In Pakistan werden die berüchtigten Blasphemie-Gesetze des Landes regelmäßig gegen Christen eingesetzt, um persönliche Rechnungen zu begleichen oder finanzielle Vorteile zu erlangen. Die schockierenden Morde an Shahbaz Bhatti, dem pakistanischen Minister für Minderheiten, und Salmaan Taseer, dem Gouverneur der Provinz Punjab, zeigen, dass jeder, der sich zu diesem Thema äußert, mit schneller Vergeltung rechnen muss. Das Problem ist aber nicht nur auf die muslimische Welt beschränkt. Nach Angaben der Organisation Hilfsaktion Märtyrerkirche stieg die Verfolgung von Christen in China von 2010 auf 2011 deutlich an. Besonders inoffizielle Hauskirchen werden leicht Opfer offizieller Belästigung oder Angriffe durch die Behörden.

 

 

 

 

Misshandlungen in Nordkorea

 

Aber der schlimmste Täter ist weiterhin Nordkorea, wo Christen den übelsten Misshandlungen ausgesetzt sind und Berichten zufolge mindestens 25% von ihnen unter Bedingungen in Arbeitslagern leben, die an Sklaverei erinnern. In Vietnam werden die Bergvölker der indigenen Degar aufgrund ihres christlichen Glaubens mit Misstrauen betrachtet, und die Regierung ist für zahlreiche Fälle von Folter und Misshandlung sowie die zwangsweise Sterilisierung Hunderter von Degar-Frauen verantwortlich. Sogar in Ländern wie Indien, die für ihre Offenheit und Toleranz gepriesen werden, wurden christliche Gruppen Opfer von Angriffen. Landesweit wurden dort 2011 mindestens 1.000 Fälle von Gewalt gegen Christen bekannt. Im Januar griffen Hindu-Fundamentalisten im Staat Andhra Pradesh einen evangelikalen Pastor an, dem sie Zwangskonvertierungen vorwarfen. Trotz der Schwere dieser anti-christlichen Gewalt und Einschüchterung ist Indifferenz gegenüber dem Los christlicher Gruppen unter Regierungen, den Medien und sogar einfachen Bürgern weit verbreitet. Einige verstreute christliche Nichtregierungsorganisationen versuchen, das Thema bekannt zu machen, aber die großen Menschenrechtsorganisationen haben es weitgehend versäumt, sich mit gegen Christen gerichteten Angriffen und Bestrafungen zu beschäftigen.

 

 

Religiöse Verfolgung bleibt Thema

 

Internationale Einrichtungen sind offensichtlich wenig gewillt, das Problem überhaupt zu sehen. Aber nach Angaben des Pew Forum leben mindestens 10% der Christen weltweit – 200 Millionen Menschen in 133 Ländern – in den jeweiligen Gesellschaften als Minderheiten. Solange das Problem nicht angegangen wird, werden Hunderte von Gemeinschaften, die lediglich friedlich ihre Religion ausüben möchten, schwerwiegende psychologische und demografische Konsequenzen tragen und für ihren Glauben ins Exil flüchten müssen. Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und die anderen Demokratien der Welt haben die Möglichkeit, das Problem religiöser Verfolgung auf die Tagesordnung zu setzen. Was ihnen fehlt, ist der Wille dazu. Die EU sollte dem Beispiel des US-Außenministeriums folgen, das einen umfassenden Jahresbericht über religiöse Freiheit in aller Welt veröffentlicht. Weiterhin wäre es möglich, das Problem durch bilaterale Abkommen mit Ländern, in denen Christen verfolgt werden, zu behandeln. So würde klar, dass diese Staaten in Bezug auf ihre religiösen Minderheiten, seien es nun Christen oder andere, nicht ungestraft davonkommen. 

{Quelle: www.welt.de – Von Fiorello Provera … ist stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments.}

 

 

 

 

Menschenrechtler warnen

vor zunehmender Verfolgung von Christen

im Iran und Ägypten

 

 

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte sieht eine massive Verschlechterung der Situation von Christen in Iran, Ägypten und Nigeria. Der Druck auf christliche Gemeinden im Iran wachse, beklagt Mahin Mousapour, iranischstämmige Pastorin im domradio.de-Interview. Dies betreffe vor allem Konvertiten zum Christentum. Ihnen drohe Verhaftung oder sogar die Todesstrafe wegen ihrer Abkehr vom Islam. In Ägypten hätten sich Hoffnungen auf eine Verbesserung der Lage nach dem Umsturz nicht erfüllt, sagte der Sprecher der Organisation, Martin Lessenthin, am Mittwoch in Düsseldorf. Angesichts der Sorgen um das iranische Atomprogramm warnte er davor, die Menschenrechte im Iran aus dem Blick zu verlieren. Bundesregierung und EU müssten die Einhaltung von Menschenrechtsverträgen unmissverständlich einfordern. Stille Diplomatie habe beim Iran ihr Ziel verfehlt.
 

 

“Festnahmen nehmen blindwütiges Ausmaß an”

 

Es habe Hausdurchsuchungen und Festnahmen in vielen iranischen Städten gegeben “Die Erstürmungen und Festnahmen nehmen ein blindwütiges Ausmaß an”, sagte Mahin Mousapour, die Leiterin einer evangelischen Konvertiten-Gemeinde von Iranern. In den vergangenen zwei Jahren sind nach Angaben der Gesellschaft für Menschenrechte mehrere hundert Konvertiten verhaftet und Hunderte von Bibeln verbrannt worden. Internationale Aufmerksamkeit erregte das Todesurteil gegen den iranischen Pastor Youcef Nadarkhani. Er war 2010 wegen “Abfalls vom Islam” zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Seitdem droht ihm die Hinrichtung. Auf sein Schicksal will auch die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte mit Mahnwachen und Protestaktionen weiter hinweisen. In Ägypten gibt es nach Angaben des koptisch-orthodoxen Priesters Gewied Ghaly Tawadros eine wachsende Zahl von Übergriffen auf Christen. So würden christliche Geschäftsleute zu Schutzgeldzahlungen gezwungen, vertrieben oder getötet. Ein Priester sei zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, weil sein Kirchenrohbau die vorgegebene Höhe überschritten habe. Koptische Mädchen würden immer wieder vergewaltigt und dann zum Übertritt zum Islam gezwungen, sagte der in Düsseldorf lebende Tawadros.
 

 

Mehr Schutz für Kopten in Ägypten gefordert

 

“Man kann sehen dass die Zeichen der Zeit für die Kopten in Ägypten auf Untergang stehen”, erklärte der koptische Geistliche. Hunderttausend Kopten hätten das Land im vergangenen Jahr verlassen. “Die Christen in Ägypten brauchen die Aufmerksamkeit der Welt zu ihrem Schutz”, sagte Tawadros. Im überwiegend muslimischen Ägypten leben mehrere Millionen Christen, die mehrheitlich der koptisch-orthodoxen Kirche angehören. Im Norden Nigerias werden Christen von der radikal-islamischen Gruppe Boko Haram systematisch verfolgt, wie der Nigeria-Experte der Gesellschaft, Emmanuel Ogbunwezeh, berichtete. Bei Anschlägen von Boko Haram starben demnach in den letzten zwei Jahren mehr als dreitausend Christen. Mehr als hunderttausend Christen sind demnach auf der Flucht in den christlichen Süden des Landes. Die Staatengemeinschaft müsse Nigeria bei der Terrorbekämpfung helfen. Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas droht zufolge Ogbunwezeh sonst ein Bürgerkrieg. {Quelle: www.domradio.de}

 

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