Islamische Staaten verurteilen Angriffe auf Kirchen in Israel
Generalsekretär des Verbandes von 57 islamischen Staaten, Ihsanoglu, übt in Jeddah scharfe Kritik
Riad (kath.net/KAP): Die Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) hat christenfeindliche Schmierereien an einer Kirche in Jerusalem verurteilt und dafür Israel verantwortlich gemacht. Der Angriff auf Kircheneigentum stehe in einer Reihe mit anderen Angriffen israelischer Extremisten gegen christliche und muslimische Besitztümer, erklärte der Generalsekretär des Verbandes von 57 islamischen Staaten, der türkische Historiker Ekmeleddin Ihsanoglu, am Mittwoch im saudischen Jeddah. Die internationale Gemeinschaft müsse die Heiligen Stätten schützen und Druck auf Israel ausüben, um ein Ende solcher Aktionen und die Einhaltung internationalen Rechts durchzusetzen, so Ihsanoglu. Zuvor hatte auch die radikalislamische Hamas Anschläge auf christliche und islamische Gebäude in Jerusalem verurteilt. Die Vorfälle zeugten von einem “Rassismus Israels, der sich gegen eine palästinensische Präsenz in Jerusalem richtet, ob sie islamisch oder christlich ist“. Am Montag waren an einer Baptistenkirche im Jerusalemer Stadtzentrum christenfeindliche Parolen entdeckt worden. Zudem wurden bei drei dort parkenden Autos die Reifen zerstochen. Medienberichten zufolge stand an der Kirche neben Beschimpfungen Jesu und seiner Mutter Maria auch “Tod dem Christentum” und “Wir werden euch kreuzigen”. Schon zwei Wochen zuvor hinterließen Unbekannte am griechisch-orthodoxen Heilig-Kreuz-Kloster nahe dem israelischen Parlament hebräischsprachige Drohparolen.




Palästinenser werfen Ziegelsteine und die internationale Presse steht bereit

Die Lehrerin Zehava Weiss befand sich am Dienstag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, als ihr Auto von mehreren Ziegelsteinen auf die Frontscheibe getroffen wurde. Der Vorfall ereignete sich auf dem Weg durch das palästinensische Dorf Beit Ummar im so genannten Westjordanland. Die Fahrerin, die in der jüdischen Siedlung Karmei Tzur wohnt, wurde nicht verletzt und kam mit dem Schrecken davon. Mehrere Fotografen verschiedener Presseagenturen standen auf beiden Straßenseiten um das Auto herum und hielten ihre Kameras bereit. Es scheint, als wurden die Jugendlichen sogar von der Presse aufgefordert, die israelischen Autos zu bewerfen. Die Vielzahl der existierenden Fotos des Vorfalls aus verschiedenen Perspektiven lässt auf die Planung eines Angriffs schließen. Die indirekte Mittäterschaft der Presse in derartigen Vorfällen ist keine Seltenheit und zeigt die Skrupellosigkeit einiger Journalisten im Nahostkonflikt. Weiss sagte dem Nachrichtenportal Ynet, dass auch das Auto vor ihr mit Ziegelsteinen bombardiert wurde, sie jedoch gehofft hatte, heil an den Werfern vobeizukommen. „Auf einmal standen viele Menschen um mein Auto herum und ich wusste, gleich passiert etwas. Ich bin dann einfach weitergefahren, weil keine Polizei oder Soldaten zu sehen waren“, erzählte Weiss. Leider sind solche Geschehnisse keine Seltenheit in dem Gebiet und dies war nicht das erste Mal, dass Zehava Weiss so etwas erlebte. „Ich lebe in Karmei Tzur und fast jeden Tag werden in dem naheliegenden palästinensischen Dorf Steine auf vorbeifahrende Israelis geworfen.“ Zwei Verdächtige wurden nach dem Vorfall in der Nähe der palästinensischen Stadt Al-Khader verhaftet. Die israelische Armee versucht, jegliche terroristische Aktivität in dem Gebiet zu unterbinden. {www.israelheute.com – Kerstin Braun}
