Pater Mussa Schaker Wahba, Hirte der Kirche der Heiligen Maria im Dorf Elmanschya Elkobra (in der Nähe vom Moharek-Kloster – Kossiya – Assyot), wurde von Ihab Sobhy (CTV – koptischer Sender) angerufen, damit er über die jüngsten Angriffe auf die Kopten in diesem Dorf berichtet. Pater Mussa schilderte die heutige Lage und erzählte über die Vorfälle der letzten Tage. Er sagte dabei: „Heute stürmten die muslimischen Ganoven das Haus des Kopten Osama Fayez, den sie getötet haben. Sie schnitten seiner Mutter die Finger der rechten Hand ab. Vor wenigen Stunden erlag sie ihren Verletzungen. Dasselbe erlebte Kamel Rezkalla vor zwei Tagen. Sie schlugen ihn mit ihren Kalaschnikows auf dem Hinterkopf, was er mit Schädelbrüchen und 30 Stichen überlebte. Sie ergaunerten alles, was sich an Geld und Goldschmuck seiner Frau und Tochter im Haus befand. Michael Ghali hatte aber Glück, dass diese muslimische Bande sich in der Nacht in einem Zimmer seines Hauses versteckte, und ihn und seine Frau überraschte, als sie am nächsten Morgen sein Schlafzimmer aufschloss. Sie wickelten das koptische Paar in Decken und raubten ihr Geld und Goldschmuck. Sie taten den beiden nichts an, aber Michael erlitt Herzinfarkt und starb im Krankenhaus. Wadie Abd Almassih, Mounir Paulus, William Makram Saad, magdy Faltas, Karam Farid, Dr. Mamduh Luis, die Apotheke von Dr. Emad Adieb haben dasselbe in den letzten zwei Wochen erlebet“.
Ihab Sobhy stellte dem koptischen Priester die wiederholte Frage: „Wo ist die Polizei denn? Kann sie nicht diese Angriffe stoppen und diese Ganoven festnehmen“? Die Antwort Paters Mussa war mehr als klar: „Die Polizei und das Polizeipräsidium kennt diese Banden ganz gut und zwar namentlich. Alle diese Kopten, die überfallen, beraubt und schwer verletzt wurden, erstatteten Anzeigen. Zum Beispiel gab Mounir Paulus, dem sämtliche Kühe und Ziegen ausgeraubt wurden, die Kennzeichen des Lastkraftwagens der Gauner an, und wo das Vieh hingebracht und verkauft wurde. Als ich mit dem Polizeichef von Kossiya sprach, sagte er mir wortwörtlich: Was soll ich denn tun? Ich inhaftiere diese Schwerverbrecher und behalte sie drei bis vier Tage in Haft. Später werde ich davon überrascht, dass der Staatsanwalt sie auf freien Fuß gesetzt hat“! Pater Mussa fuhr fort: „Die Heilige Messe, die wir jeden Tag während der Fastenzeit zelebrieren, wird von sehr wenigen Kopten besucht. Denn jeder hat Angst, dass er an der Reihe sei. Jeder lebt mit der Angst, ausgeraubt oder getötet zu werden“!
Nach Beendung dieses Telefonats rief ein Kopte namens Wael Hillal aus dem Dorf Deir Elgabrawy (Abnoub – Bundesland Assyot) an.
Er sendet einen Hilferuf an alle Parteien und das ägyptische Parlament. Es geht um einen salafistischen Lehrer, der vor kurzem an der Realschule zu lehren. Vor ihm lebten wir in Harmonie! Plötzlich hat er einen koptischen Lehrer mit uns (er ist selber Lehrer) beschuldigt, seinen Islam beleidigt zu haben. Natürlich ist das alles erfunden, weil er sich an diesem Kopten rächen wollte, der einen guten Ruf unter den Schüler genießt. Es blieb er nicht dabei! Gestern kam die Polizei in die Schule und hat den koptischen Lehrer vor allen Schülern und der Lehrkraft inhaftiert. Wael bittet um Hilfe, weil es seiner Meinung nach um eine Kampagne der Salafisten gegen die Kopten handelt.

Egal wo in Ägypten ist Selbstjustiz zur Selbstverständlichkeit geworden, weil die Polizei seit dem 25. Januar 2011 abwesend ist.
Wer von den Ganoven erwischt wird, endet wie der da: Erschlagen, erstochen, erschossen und dann durch die Straßen schleifen!
Jeden Tag gibt es solche Meldungen: Ägyptenweit!
Dialog über Deutschland, ein Anliegen der Kanzlerin. Spitzenreiter ist die “offene Diskussion über den Islam”. Bitte mitvoten:
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansich
Danke!