Wird der Wulff-Nachfolger auch der Bundespräsident der Deutsch-Türken?
Mit Ausnahme der Linken haben sich die Bundestagsparteien auf Joachim Gauck als neuer Bundespräsident geeinigt. Mit seinen Ansichten zu Integrationsfragen dürften Deutsch-Türken skeptisch sein, ob er auch für sie der Richtige ist.
„Bei der Versorgung wollen selbst diejenigen integriert sein, die unsere Kultur ablehnen, oder sogar bekämpfen und denunzieren“, sagte Joachim Gauck im Herbst 2010 über integrationsunwillige Migranten. „Wenn eingewanderte Familien sich noch jahrelang der Landessprache verweigern, dann werden alle Integrationsbemühungen scheitern“, so Gauck weiter. Anerkennende Worte über den Großteil der Migranten, die sich gar keine Gedanken mehr über Integration machen, da sie selbst schon längst ein Teil Deutschlands sind, sucht man vergeblich.
72 Prozent der DTN.Leser für Wulff Rücktritt: Dabei hatten sich die Deutsch-Türken so sehr einen Bundespräsidenten gewünscht, der an der Wulff-Linie festhält und ihnen das Gefühl der Anerkennung gibt – auch in der Politik (die türkisch-deutsche Freundschaft hatte er bei seinem Besuch in der Türkei zusätzlich gefestigt – mehr hier). Über Wulffs Rücktritt waren sich die meisten allerdings trotzdem einig. Bei einer Leserumfrage der Deutsch-Türkischen Nachrichten entschieden sich 72 Prozent dafür, dass der Rücktritt Wulffs die richtige Entscheidung war. Aiman Mazyek, Voristzender des Zentralrats der Muslime, erklärte noch am Freitag: „Ich bin Ich bin sicher, dass der eingeschlagene Weg der Integration durch den neuen BP fortgesetzt wird und ich setze darauf, dass dieser oder diese dann auch für alle Deutschen sprechen wird, also auch für die Muslime“.
Noch bitterer als sein Appell an alle Integrationsverweigerer, mit denen er alle schon integrierten unter den Tisch kehrt, dürfte seine Ansicht über Sarrazins Bestseller sein. Er attestierte Sarrazin „Mut bewiesen“ zu haben, nach seiner Veröffentlichung seiner umstrittenen Theorien. „Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik“, sagte Gauck und weiter erklärte er, Politiker könnten von Sarrazin lernen, dass „ihre Sprache der politischen Korrektheit bei den Menschen das Gefühl weckt, dass die wirklichen Probleme verschleiert werden solle“. Dass Sarrazins „Sprache“ allerdings nicht viel mehr Licht ins Dunkle bringen kann, dürften seine fragwürdigen Gen-Theorien bereits ebenfalls bewiesen haben. {Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de}
Mazyek: Wulff-Rücktritt hat nichts mit seinen Islam-Aussagen zu tun
Nach dem ersten Bekanntwerden der Wulff-Affäre hatten viele Muslime den BP wegen seinem großen Integrations-Engagement unterstützt.
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, glaubt, die Akte-Wulff sei übertrieben worden, trotzdem müsse er sich den rechtlichen Konsequenzen stellen.
Viele Muslime hatten sich nach den ersten Vorwürfen gegen Wulff hinter ihren Bundespräsidenten gestellt. Schließlich war er es, der ihnen Anerkennung schenkte. Seine Aussage „Der Islam ist ein Teil von Deutschland“ bleibt unvergessen. Es kursierte sogar die Meinung, genau deshalb seien die Vorwürfe gegen Wulff erhoben worden. Solche Meinungen seien in der deutschen Politik nicht erwünscht. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, teilt diese Theorie nicht. Den Deutsch Türkischen Nachrichten erklärte er: „Ich bin sicher, dass der eingeschlagene Weg der Integration durch den neuen BP fortgesetzt wird und ich setze darauf, dass dieser oder diese dann auch für alle Deutschen sprechen wird, also auch für die Muslime. Ich habe uneingeschränktes Vertrauen in unser Rechtssystem. Und jeder in unserem Lande muss sich diesem gegenüber auch im Bedarfsfall stellen, auch ein BP. Ich teile die Verschwörungstheorie ausdrücklich nicht, wonach Herr Wulff wegen seinen Aussagen zum Islam den Hut nehmen musste. Dennoch bleibt ein Geschmäckle, weil zu den größten gegenwärtigen Herausforderungen Deutschlands der drohenden EU-Finanzkollaps, die gefährliche Bedrohungslage im Nahen Osten und die bisher unaufgeklärten skandalösen Nazi-Morde in Deutschland zählen, und eben nicht die Personalie Wulff. Wenn man hingegen die Berichterstattung der letzen Zeit verfolgt, hatte man gelegentlich den Eindruck, das sei genau umgekehrt“. Deutschlands Bundespräsident ist zurückgetreten. Er war der Ansicht, dass die breite Mehrheit kein Vertrauen mehr in ihn habe. Wie beurteilen Sie seinen Schritt? War er richtig oder falsch? {Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de}
Deutsche reagieren allergisch auf Fremdheit
Die Aussage, dass der Islam ein Teil Deutschlands ist, wird es unter Präsident Gauck nicht geben.
„Ein Problem der Wortwahl“, nennt Gauck den Wulff-Sager.
Fremdheit und Distanziertheit zu übersehen sei nämlich ein großer Fehler.
Die Einwanderung fremder Arbeitskräfte sei notwendig gewesen. Doch ob man diese auch so organisiert habe, dass Menschen in friedlicher Koexistenz in Deutschland leben, sei noch nicht ausgehandelt, so Gauck in einem Gespräch mit der NZZ vom 10. Oktober im vergangenen Jahr. Und genau dieses Problem habe Thilo Sarrazin, wenn auch in überspitzer Form, aufgegriffen. „Ein Großteil der Bevölkerung ist ihm dankbar“, fügt Gauck hinzu. Das Video ist neuerdings wieder im Umlauf, weil sich Gauck-Anhänger beschwert hatten, vereinzelte Aussagen, die bewiesen, dass Gauck mit den Thesen Sarrazins sympathisiere, wären von Medien aus dem Kontext gerissen und falsch interpretiert worden. Das Interview jedoch lässt keinen Zweifel über Gaucks Haltung zum Thema Integration und der Botschaft, die er als Bundepräsident geben möchte. Distanziert äußerte er sich zu der Aussage Wulffs, der Islam gehöre zu Deutschland. Ob er diese Aussage in dieser Funktion gemacht hätte? „Das ist ein Problem der Wortwahl“, umschifft Gauck die Frage, er wisse was Wulff meint. Dennoch: „Ich denke, dass er in dieser Beschreibung, etwas, was irgendwann einmal sein wird, vorgezogen hat“. Mit anderen Worten: Der Islam ist kein Teil Deutschlands – und ob er es einmal werden wird, ist nicht gesagt.
Zwar sei die Absicht, ein einladendes Land zu sein, lobenswert,
doch dabei Fremdheit und Distanziertheit zu übersehen, sei ein großer Fehler.
Überhaupt scheint Gauck besonders die Unterschiede zwischen Deutschen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte, besonders Muslimen zu betonen. Deutschland habe „ganz andere Traditionen“ und Menschen, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, reagieren „allergisch, wenn sie das Gefühl haben, das was auf dem Boden der europäischen Aufklärung und auch auf dem religiösen Boden Europas gewachsen ist, überfremdet wird“. Das Wort „Überfremdung“ benutzt Gauck bewusst, wohl wissend, dass es in Deutschland „verpönt“ ist, wie er sagt. Seine Kritik am Islam ist eine grundsätzliche. „Der Ansatz des Islam ist nicht durch eine Reformation gegangen wie in Europa und auch nicht durch eine europäische Aufklärung“, beanstandet er und merkt dabei nicht, dass er europäische Denkmuster auf die islamische Kultur und Religion überträgt. „Jetzt einen Zustand zu beschreiben als wäre dieser kulturelle Schritt innerhalb der muslimischen Welt schon vollzogen, täuscht uns über diese Fremdheit, die nach wie vor existiert“, so Gauck weiter.
Gauck scheint stark in seinem eigenen Horizont gefangen, wenn er – wie so oft –das Beispiel des Kommunismus` zu Untermauerung seiner Vorbehalte heranzieht: „Entfeindet euch mit dem Osten“ habe man damals gesagt und übersehen, dass es die Feindschaft des kommunistischen System durchaus gab. Letztendlich tut er in seiner Argumentation nichts anderes, als die Begriffe „Kommunismus“ und „Islam“ miteinander auszutauschen. Es scheint, dass Gauck mit seinen Aussagen zum einen der Realität in Deutschland nicht mithalten kann. Seine Sozialisation in einem weitgehend von Deutschen dominierten Umfeld und seine starke Prägung durch den Ost-West-Konflikt werfen Zweifel daran auf, ob er der heterogenen Gesellschaft, die Deutschland geworden ist, gerecht werden kann. Sollte außerdem ein Bundespräsident nicht eine integrative sowie eine normative Funktion haben? Bislang jedoch tritt er auf der Stelle. Es scheint, Deutschland habe ihn schon längst überholt, bevor er überhaupt im Amt ist. {Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de}
ich bin ja auch ein modern denkender Mensch und möchte nicht die Inquisition, aber heute angesichts des Islam Aufklärung und Reformation zu preisen mit der hämischen Freude, damit hätte man dem Christentum eine Schlappe zugefügt, das ist wirklich jämmerlich, weil was die Aufklärung ist, das weiß kein Mensch zu sagen, obwohl sie alle drin leben und die Reformation ist in Form der evangelischen Kirche in Auflösung begriffen. Die ganze Zivilisation, stellt sich heraus, haben sie gar nicht absichtlich aufgebaut, sondern nur um Parteien wie der ÖVP etwas zu Fleiß zu machen, weil die der Inbegriff des Rechtskapitalismus ist und durch Nichtwählen der ÖVP, Ausgrenzung der FPÖ und Abschaffung der Kirche kann man die paradiesischen Zustände wie in den islamischen Ländern bei uns schaffen. Bei uns im Wiener 9. Bezirk sperren schon reihenweise die Geschäfte zu, weil das rein materialistische System des Atheismus, in dem man alle Kräfte auf das Materielle konzentriert hat, auch bereits seinen letzen Seufzer aushaucht. Also weder das Eine noch das Andere haben noch können se.