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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst 23. Februar 2012

Einsortiert unter: Spiritualität — Knecht Christi @ 19:56

Papst zum Aschermittwoch: Die Asche bringt den Kosmos in die Liturgie

 

 

Traditionelle Bußprozession über römischen Aventin-Hügel – In der menschlichen Sterblichkeit die unvorstellbare Nähe Gottes aufnehmen, der jenseits des Todes den Zugang zum wieder gefundenen Paradies öffnet

 

Rom (kath.net/KAP/red): Mit der Austeilung des Aschenkreuzes hat Papst Benedikt XVI. am Mittwoch in Rom die 40-tägige Fastenzeit eröffnet. Nach einer Statio in der Benediktiner-Kirche Sant’Anselmo und einer Bußprozession über den Aventin-Hügel feierte er wie jedes Jahr in der Basilika Santa Sabina die Liturgie zum Aschermittwoch. Unmittelbar nach der Segnung der Asche, die an die Vergänglichkeit des Menschen erinnert, erhielt Benedikt XVI. als erster das Aschenkreuz. Anschließend legten er und seine Mitzelebranten den übrigen Gläubigen Asche auf. Zum ersten Mal benutzte der Papst für die Bußprozession von der Abteikirche Sant’Anselmo nach Santa Sabina ein neues offenes und strombetriebenes Papamobil. In seiner Predigt bezeichnete Benedikt XVI. die Liturgie des Aschermittwoch als “Einladung zu Buße, zu Demut und zum Sich-Vergegenwärtigen der eigenen sterblichen Existenz”. Dies dürfe jedoch nicht zu Verzweiflung führen, vielmehr solle man in dieser Sterblichkeit die unvorstellbare Nähe Gottes aufnehmen, der jenseits des Todes den Zugang zur Auferstehung und zum wieder gefundenen Paradies öffnet.

 

Das Aschenkreuz verweise auf die Vergänglichkeit des Menschen, erinnerte der Papst. Nach der Vertreibung aus dem Paradies habe Gott Adam gesagt, “denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück”. Diese auch bei der Austeilung des Aschenkreuzes benutzte Formel erinnere daran, dass Gott den Menschen aus dem Staub der Erde geschaffen und ihm eine Seele eingehaucht habe, dass er damit eine “einzigartige Einheit von Materie und göttlichem Geist” sei. Auch nach dem Fluch über die Erde und der Bestrafung des Menschen habe Gott der Erde und dem Menschen gegenüber seine gute Intention bewahrt. Denn mit der gerechten Strafe habe er auch den Weg der Rettung angekündigt, der durch die Menschwerdung und das Heil Gottes komme, so der Papst.

 

kathTube: Benedikt XVI. empfängt das Aschenkreuz



 

 

 

Bedenke, Mensch, dass du Staub bist

und wieder zum Staub zurückkehrst

 

 

Am Aschermittwoch beginnt die vierzigtägige Fastenzeit, mit der sich katholische Christen auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten vorbereiten.

Zum Beginn dieser “österlichen Bußzeit” wird nach alter Tradition den Gottesdienstbesuchern als äußeres Zeichen der Bußgesinnung das Aschenkreuz aufgelegt.

 

Seinen Namen hat der “Aschermittwoch” von der Praxis öffentlicher Buße, wie sie die Kirche einstmals kannte: Die Büßer legten ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut. Schon in der Antike und im Alten Testament war Asche Symbol der Nichtigkeit und Vergänglichkeit. Im 10. Jahrhundert entfiel dann die öffentliche Kirchenbuße. Was blieb, war der Ritus der Aschenbestreuung. Etwa seit Ende des 11. Jahrhunderts wurde dazu die Asche der im Vorjahr am Palmsonntag benutzen Palmzweige verwandt. Bis zum heutigen Tag lassen sich katholische Christen im Aschermittwoch-Gottesdienst mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnen – sichtbares Zeichen für die Vergänglichkeit allen Lebens: “Bedenke, Mensch, dass Du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst”. Der Aschermittwoch ist neben dem Karfreitag heute auch der einzige vorgeschriebene strenge Fast- und Abstinenztag in der katholischen Kirche. An ihm soll sich der Gläubige gemäß der kirchlichen Bußpraxis nur einmal satt essen und auf Fleischspeisen verzichten.

 

In der Fastenzeit lädt die Kirche alle Gläubigen ein,

sich durch Buße und Umkehr auf die Feier des Todes und der Auferstehung Christi vorzubereiten.

 

Bereits das Konzil von Nicäa (325) kannte eine vierzigtägige Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferweckung Jesu von den Toten. Vorbild hierfür war Jesus selbst, der nach der Taufe im Jordan 40 Tage auf Nahrung verzichtete, wie die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten. Ursprünglich stand nicht der Aschermittwoch, sondern der sechste Sonntag vor Ostern am Anfang der “Quadragesima”. Doch die Kirche konnte sich den Sonntag nur als Festtag vorstellen, an dem man folglich auch nicht fastete. So wurde offenbar schon im sechsten oder siebten Jahrhundert der Beginn der Fastenzeit vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch festgelegt. Die 40 Tage waren damit gewahrt.

 

Sie spielen schon im Alten Testament eine große Rolle:

Vierzig Tage verbrachte Mose auf dem Berg, um Gottes Gebote entgegenzunehmen.

Vierzig Tage wanderte Elia fastend und betend durch die Wüste,

bis er am Horeb Gott in geheimnisvoller Weise erfahren durfte.



{Quelle: www.kath.net}

 

2 Antworten zu „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst“

  1. Erich Foltyn Sagt:

    ich spür es schon, dass ich aus Staub bin, ich fange schon an bei lebendigem Leib zu Staub zu zerfallen. Aber damals, wie Jesus gelebt hat, wusste man noch nichts von Atomphysik und Chemie, er hat aber bereits geahnt, dass die Stoffe alle aus den gleichen Grundbausteinen bestehen und sich ineinander umwandeln können, er sprach immer von dem winzigen Samenkorn (Senfkorn), wenn es auf die Erde fällt wächst es zu einem riesigen Baum, in dem die Vögel nisten können. Etwas in den Samenkorn verwandelt die Erde in Holz, Blätter und Früchte. Die Atome organisieren sich zu komplexen Molekülen, durch einen Geist, der ihnen bereits von Anfang an mitgegeben ist und beim Sterben fällt alles wieder auseinander und geht auf in etwas Neuem.

  2. Schöpfungsmythen

    So verhält es sich mit der Welt: Die Menschen erschaffen Götter und sie verehren ihre Schöpfungen. Es wäre angemessen, dass die Götter die Menschen verehren, wie es der Wahrheit entspricht.

    (Nag Hammadi Library / Philippusevangelium / Spruch 85)

    Götter sind durch Schöpfungsmythen – es geht um die Schöpfung von Kultur und nicht um die „Schöpfung von Natur“ – im kollektiv Unbewussten einprogrammierte, künstliche Archetypen zur Anpassung eines Kulturvolkes an eine noch fehlerhafte Makroökonomie durch selektive geistige Blindheit.

    Die originale Heilige Schrift (die Bibel nur bis Genesis 11,9 sowie ein wesentlicher Teil der Nag Hammadi Schriften), die dadurch gekennzeichnet ist, dass ihre Verfasser die wirkliche Bedeutung der in Genesis 3,1-24 beschriebenen Erbsünde noch kannten, ist aufgebaut wie ein komplexes Gleichungssystem, in dem archetypische Bilder und Metaphern die “Unbekannten” darstellen. Das Gleichungssystem hat nur genau eine Lösung, die einen vollkommenen Sinn ergibt und die gesamte Kulturgeschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem “Auszug der Israeliten aus Ägypten” bis heute erklärt.

    Bei der Vielzahl von Gleichnissen, insbesondere in den Nag Hammadi Schriften, in denen immer wieder die gleichen Bilder und Metaphern in vielen Kombinationen und Zusammenhängen verwendet werden, wäre es absolut unmöglich, den makroökonomischen Sinngehalt “hineinzuinterpretieren” – und das auch noch mit 100-prozentiger Signifikanz –, wenn die originale Heilige Schrift irgendeine andere Bedeutung hätte, als die in “Der Weisheit letzter Schluss” beschriebene.

    Herzlich Willkommen in der Wirklichkeit: http://www.deweles.de


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