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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Muslime vertreiben Christen aus Palästinensergebieten 2. Januar 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 21:35

„Die umstrittenen Gebiete der Westbank und des Gazastreifens sind von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und in jüngerer Zeit zum Teil von der Hamas verwaltet worden.

Unter diesen Regimen sind die dort wohnenden christlichen Araber Opfer regelmäßiger Menschenrechtsverletzungen geworden, darunter Einschüchterung, Prügel, Landraub, Brandbomben gegen Kirchen und andere christliche Institutionen, Verweigerung von Arbeitsplätzen, wirtschaftlicher Boykott, Folter, Entführungen, Zwangsehen, sexuelle Belästigungen und räuberische Erpressung.

 

Zum christlichen Glauben übergetretene Muslime befinden sich in der größten Gefahr.

Sie sind oft wehrlos Grausamkeiten durch muslimische Fundamentalisten ausgesetzt. Offizielle Vertreter von PA und Hamas sind direkt für viele der Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Christliche Araber werden auch Opfer des Halbanarchismus, wie er für die Herrschaft der PA typisch ist.“

 
Justus Reid Weiner ist Rechtsanwalt für internationales Menschenrecht und Mitglied der Anwaltskammern in Israel und New York. Seine professionellen Veröffentlichungen sind in führenden juristischen Zeitschriften und intellektuellen Magazinen erschienen. Weiner hält viele Vorlesungen im Ausland und in Israel und lehrt internationales Recht und Handel an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Aus Weiners Sicht sind die gegen christliche Araber verübten Verbrechen das Ergebnis einer Denkweise, die in die frühesten Tage des Islam zurückreicht. „Traditionell wurde Christen und Juden ein untergeordneter sozialer Status zugewiesen, den man im Islam als Dhimmitum kennt. Bis heute sind muslimische Einstellungen zu Christen und Juden von den Konzepten und Vorurteilen beeinflusst, die das Dhimmitum in der islamischen Gesellschaft hervor gebracht hat. Die weit verbreitete Verfolgung von Christen in verschiedenen muslimisch dominierten Ländern liefert dafür viele Belege.1

 

Israel ist im Nahen Osten die einzige Ausnahme; dort hat die christliche Bevölkerung seit 1948 zugenommen.

Sie stieg um mehr als 400 Prozent.

Das schließt auch die nicht arabischen Christen ein, so russische Christen, die als Ehepartner von Juden nach Israel gezogen sind.

 

Als Dhimmis sind in palästinensisch kontrollierten Gebieten lebende Christen sie schwächenden juristischen, politischen, kulturellen und religiösen Einschränkungen unterworfen. Muslimische Gruppen wie die Hamas und der Islamische Jihad haben auf den Jahrhunderte alten Fundamenten der islamischen Gesellschaft eine Kultur des Hasses aufgebaut. Darüber hinaus hat die PA das islamische Recht in ihren Verfassungsentwurf übernommen. In einer solchen Umgebung haben sich christliche Araber als Opfer von Vorurteilen und Hassverbrechen wiedergefunden. Zehntausende palästinensischer Christen haben ihre angestammte Heimat verlassen und sind ausgewandert. Sie fliehen in fast jedes Land, das ihnen ein Visum auszustellen bereit ist. Die Demografie in den Palästinensergebieten hat sich drastisch verändert. In Bethlehem stellte die christliche Bevölkerung 1950 eine Mehrheit von 80 Prozent. Heute steht der Anteil der christlichen Araber bei rund 15 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt. Weder die palästinensisch-christlichen Leiter noch die PA wollen genaue Statistiken offenlegen, denn das würde bedeuten, dass das Ausmaß der Auswanderung öffentlich bekannt würde. Sie würden sich dann Fragen über die Gründe für diesen Rückgang ausgesetzt sehen.“

 

Weiner stellt heraus, dass Yassir Arafat die Politik bestimmte, die zu dieser demografischen Verschiebung führte. „Nachdem die PA die Kontrolle über Bethlehem gewonnen hatte, zog sie die Stadtgrenzen neu. Arafat widersetzte sich der Tradition, indem er einen Muslim zum Distriktsgouverneur machte. Der Stadtrat von Bethlehem, der entsprechend dem palästinensischen Recht eine christliche Mehrheit haben muss, wurde von Muslimen übernommen. Acht der fünfzehn Sitze des Stadtrats sind weiterhin für Christen reserviert, aber die Hamas kontrolliert ihn mit einigen christlichen Verbündeten. Arafat krönte seine Bemühungen damit, dass er das griechisch-orthodoxe Klaster neben der Geburtskirche in seine offizielle Residenz in Bethlehem verwandelte.Die Probleme der Christen Bethlehems sind typisch für den gesamten Nahen Osten. Wie in der palästinensischen Gesellschaft haben christliche Araber keine Wahl und keinen Schutz. Kein Wunder, dass sie wegziehen. Infolge der Auswanderung – die teilweise zwei oder drei Generationen zurückreicht – leben heute siebzig Prozent der christlichen Araber, die ursprünglich Einwohner der Westbank oder des Gazastreifens waren, im Ausland. Zehntausende leben in Sydney, Berlin, Santiago, Detroit und Toronto. Die Auswanderung christlicher Araber hat sich im Verlauf des letzten Jahrzehnts vervielfältigt und ein Ende ist nicht in Sicht.

 

Derzeit wird geschätzt, dass die Zahl der im Gazastreifen lebenden Christen nur noch 1.500 bis 3.000 unter geschätzten 1,2 Millionen Muslimen beträgt.

Es verbleiben insgesamt vielleicht weniger als 50.000 Christen im gesamten Ostjerusalem, der Westbank und dem Gazastreifen.“

 

Weiner schließt: „Die Menschenrechtsverbrechen gegen christliche Araber in den umstrittenen Gebieten werden von Muslimen begangen. Doch statt die tatsächlichen Täter beschuldigen viele palästinensisch-christliche Leiter Israel dieser Verbrechen. Diese Patriarchen und Erzbischöfe christlich-arabischer Denominationen entstellen die Wahrheit und bringen ihre Leute in Gefahr, oft um persönlichen Profits willen oder weil sie eingeschüchtert werden. Dieses Motiv ist von einer Reihe Christlicher Leiter in der westlichen Welt übernommen worden. Andere, die sich der Menschenrechtsverbrechen bewusst sind, entscheiden sich zu schweigen.“

 

Manfred Gerstenfeld interviewt Justus Reid Weiner, 2. Januar 2012 (direkt vom Autor) – (in Englisch auch veröffentlicht bei IsraelInternationalNews.com, 18.12.2011) –  Dr. Manfred Gerstenfeld ist Vorsitzender des Aufsichtsrats des Jerusalem Center of Public Affairs.

{Quelle: www.heplev.wordpress.com}

 

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