kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mit der Wand reden! 9. Dezember 2011

Einsortiert unter: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 21:53

Interview mit Dr. Nagib Gebraiel – Nach der heutigen Pressekonferenz in Wien

 

Egal wie oft man den Europäern erklärt, was Sache in Ägypten und in den Ländern des Nordafrikas und Nordasiens ist, verändert sich rein gar nichts. Bis jetzt stellen manche die Frage: „Warum hat das Volk die Moslembrüder und die muslimischen Parteien wie Salafisten und Gamaa Islamia gewählt? Habt ihr in Januar nicht wegen Demokratie und Freiheit revolutioniert“? Nochmals wiederhole ich: Es gab keine Revolution und es kann und wird niemals in so einem Land wie Ägypten demokratisch gewählt werden. Es wurden jede Menge Videos gezeigt, auf denen es glasklar zu sehen war, wie die Wahl bei der ersten Wahlrunde gefälscht wurde. Zum Beispiel sieht man die Moderatorin Hala Sarhan auf dem Boden sitzend und um sie „echte“ Wahlzettel! Sie stellte die Fragen: „Wie verließen diese Wahlzettel die Urnen eines Wahllokals, welches streng bewacht wurde? Ist das die Transparenz? Wie soll sich der Bürger sich fühlen, der stundenlang Schlange stand, um seine Stimme abzugeben“?

 

 

Hala Sarhan bei ihrer Sendung “Nassbook”

 

Am heutigen Montag, den 09. Dezember 2011, lud die „Union orientalischer Christen in Österreich“ den renommierten Juristen und Menschenrechtler Dr. Nagib Gebraiel nach Wien ein. Der koptische Menschenrechtler hielt eine Pressekonferenz ab, bei der er über die Situation der Christen im Nahen Osten berichtete. Bald werde ich sein Wort veröffentlichen. Aber was mich interessierte, war die Bestätigung meiner Analyse, von der keiner nirgends etwas wissen will. Leider Gottes bringt Dr. Gabriel sehr schlechte Nachrichten aus Kairo mit, die wirklich schlimmer als meine Erwartung und Prognose sind. Hiobsbotschaften sind echt viel milder!

 

Was sind die endgültigen Wahlergebnisse der ersten Runde?
Dr. Gebraiel: Vorgestern und gestern wurden die letzten Ergebnisse in den ersten neun Bundesländern nach der zweiten Wiederholung der Stichwahlen bekanntgegeben. Die muslimischen Parteien (Moslembrüder, Salafisten und Gamaa Islamia) erhielten80%“  der Stimmen. Es wird erwartet, dass sie nach den nächsten zwei Runden auf88%“ der Parlamentssitze kommen. Und jeder weiß genau, welche Konsequenzen das für Ägypten hat.

 

Stimmen Sie dem zu, dass Ägypten erst komplett islamisiert und dann das islamische Kalifat im Nordafrika von Marokko bis Ägypten durchgeführt wird?
Dr. Gebraiel: Nach der Revolution im vergangenen Januar erlebte Ägypten eine neue Dimension der islamischen Radikalität, die sie nie zuvor stattfand. Ganz öffentlich werden die Kopten als Ungläubige bezeichnet. Die Zerstörung der Kirchen und Plünderung der Besitztümer der Kopten sind keine Seltenheit. Die Moslembrüder und Salafisten verbreiten unter Augen des Militärrats und Innenministeriums die hässlichsten Gedanken. Das findet bei der Mehrheit der Bürger Gefallen, weil diese Radikalität in den letzten Jahren auf den salafistischen TV-Sendern gesät wurde. Einerseits kaufen sie die Gunst des naiven Bürgers mit Lebensmitteln oder Geschenken und andererseits terrorisieren sie ihn mal mit dem Fluch Allahs, wenn er die ungläubigen Parteien wählen würde, und mal mit Gewalt. Logisch wird ein islamisches Kalifat erwartet, was mehrmals bekanntgegeben wurde. Aber das geschieht nicht sofort, sondern etappenweise! Sie erinnern uns an Khomeini, der den Schah putschte.

 

Wie stellen Sie sich diese Etappen vor?
Dr. Gebraiel: Khomeini schockierte die Iraner nicht sofort mit seinem Allahstaat, was die Moslembrüder und Co. machen werden. Was uns Kopten anbelangt, werden sie in die Praxis umsetzen, was in dem Pakt von Omar Ibn Alkhattab steht. Die Kirche, die zerstört wurde oder baufällig ist, darf nicht wiederhergestellt werden. Eine Kirche im „Haus des Islam“ darf nicht errichtet werden. Die Glocke darf nicht im Kirchenturm nicht läuten. Kreuze auf den Kuppeln darf es nicht geben, was wir im vergangenen September in Assuan erlebten. Dann kommen die Dinge, die nach dem Rücktritt Mubaraks verkündet wurden. Damit meine ich den Tribut. Wir sollen ihrer Überzeugung nach Tribut an Moslems zahlen, weil sie uns als Dhimmy Schutz bieten. Wer nicht zahlen kann, muss wie viele Kopten auswandern oder zum Islam übertreten, weil wir nicht in der Lage sind gegen sie zu kämpfen, wie das bekannte Ultimatum lautet. Menschenrechte für die alle Minderheiten und Frauen wird es nicht geben. Die zahlen der Kopten werden durch Auswandern oder Übertritt zum Islam schrumpfen und die Frau wird aus dem Allatag verbrannt, indem sie in einen Nikab gesteckt und zu Hause eingesperrt.

 

Wie werden Amerika und der Westen darauf antworten? Lassen sie das alles zu?
Dr. Gebraiel: Machen wir uns bitte nichts vor! Ich saß letzte Woche mit der amerikanischen Botschafterin in Kairo und stellte ihr dieselbe Frage. Ihre Antwort war eindeutig: Wir unterstützen die muslimischen Parteien, solange unsere wirtschaftlichen und politischen Interessen und Israels Frieden nicht gefährdet sind. Andernfalls mischen wir uns nicht ein, was die Menschenrechte für religiösen Minderheiten und die Frauen angeht. Denn sie sind innere Angelegenheiten. Das war eine klare Ansage! Das heißt klipp und klar, dass Amerika nur zuschauen wird, während die Kopten aus ihrem Heimatland hinausgetrieben oder unter offener Verfolgung leben. Dasselbe erwartet man von der EU, was letztlich keinen überrascht.

 

Dr. Gebraiel bat die sieben Österreicher (nur zwei davon sind Journalisten – wie immer keine Tageszeitungen) um Pflegen den Kontakt zu Parteien und Parlamentariern, um sie auf dem Laufenden zu halten und um Druck auszuüben, dass das, was in so einem Land wie Ägypten geschieht, zur Öffentlichkeit gelangt. Die Medien sollen diese Tatsachen nicht verheimlichen und vertuschen, weil man im Interesse der Europäer handelt, wenn man darüber informiert. Denn Europa steht mit einem Bein in dem Debakel, in dem wir schon versunken sind. Der Islam in vielen europäischen Ländern bereitet durch die Parallelgesellschaften ein ernsthaftes Problem. Die muslimischen Iraker in Norwegen lehnen die Identität des Landes und kapseln sich in den Moscheen ab. Die jungen Mädchen tragen alle Kopftücher und beschimpfen die einheimischen Frauen aufs Übelste, was in allen Ländern Europas der Fall ist. Die Europäer sollen erst den christlichen Glauben stärken und zweitens darauf bestehen, dass ihre Regierungen den Islam unter Kontrolle zu haben. Zum Beispiel muss erforscht werden, was in den Moscheen gepredigt wird. Auf Europa kommt eine furchtbare Heimsuchung, und zwar durch die Flüchtlingswelle aus den islamischen Ländern. Diese werden den radikalen Islam mitbringen, was für viel Ärger sorgen wird. Als Steuerzahler soll der vernünftige Europäer darauf bestehen, welchem Land die finanziellen Unterstützungen zugute kommen.

 

7 Responses to “Mit der Wand reden!”

  1. Carolus Sagt:

    Schrecklich! Das übertrifft die übelsten Befürchtungen. Und die „freien“ Medien wenden sich ab und berichten kaum bis gar nicht. Dieses bewusste Wegsehen schreit zum Himmel.

  2. [...] aus: Mit der Wand reden. Interview mit dem koptischen Menschenrechtler Dr. Nagib Gebraiel. Was sind die endgültigen Wahlergebnisse der ersten [...]

  3. Chris Sagt:

    In den letzten Jahren ist Gewalt und Terror radikaler Islamisten in den islamischen, besonders den arabischen Ländern stark angewachsen und hat neue Dimensionen angenommen. Der Anschlag auf eine christlich-koptische Kirche in Ägypten ist ein neuer trauriger Höhepunkt.

    Der Terror Radikaler betrifft alle – die ganze Welt. Wie schnell er sich auf neue Bereiche ausweitet, zeigt gerade die Geschichte von Al Kaida: Anfangs waren noch die ehemalige Sowjetunion und die arabischen Regime Hauptfeind, später richtete sich der Hass gegen die einzig verbliebene Weltmacht, die USA, und mit Madrid und London geriet auch Europa in ihr Visier. Nachdem der Terror jahrelang im Irak wütete, begann in den letzte Monaten eine neue Entwicklung: Al Kaida wendet sich gegen Christen: Dieser Trend, der sich gegen die Kopten in Ägypten zeigte, setzte sich mit dem Anschlag auf eine christliche Kirche in Bagdad fort. Drei der Attentäter waren Ägypter. Sie haben anscheinend die Feindschaft gegen Kopten zu Al Kaida exportiert.

    Die Probleme der arabischen Welt hängen mit Armut, Analphabetentum und Korruption zusammen. Europa hat zum Glück andere Probleme. Dennoch sind viele Islamisten hier aktiv. Das Internet beweist es. Radikale Islamisten benützen es für ihre Propaganda. Ihre Internetseiten haben kein Impressum, aber eine europäische Domain. Und auch der hiesige Aufbau islamistischer Strukturen und die Geldsammlungen in vielen europäischen Moscheen sind ein Beleg für die islamistischen Umtriebe. Der Großteil der Gelder, die den Terror im Irak finanzieren, kommt aus wahhabitischen Kreisen von Saudi-Arabien und – Europa.

    Europa bietet den Islamisten ein willkommenes Terrain, denn hier stoßen sie auf viel weniger Widerstand. In ihren Heimatländern werden sie wegen ihrer radikalen Absichten abgelehnt und bekämpft, aber die europäischen Gesetze und Behörden lassen ihnen zu viel Freiraum. Die Justiz verurteilt ihre Hetze bei uns nicht, sondern toleriert sie als Teil der Meinungsfreiheit oder „innerer religiöser Angelegenheiten“. Vielerorts bekommen Islamisten sogar Unterstützung im Rahmen von Integrationsprojekten und der Kulturförderung.
    Geschont wird Europa von radikalen Islamisten deshalb nicht. Einige Internetseiten wettern nicht nur gegen Christen in islamischen Ländern, sondern auch in Europa. Warum lässt Europa diesen, oft bekannten Extremisten so viel Spielraum? Die meisten Muslime wollen von ihnen nichts wissen und leiden deshalb unter ihnen meist als erste.

    Wenig hilfreich ist auch das Verhalten einiger islamischer Organisationen. Sie verurteilen zwar heuchlerisch den Islamisten-Terror in Ägypten oder im Irak, schweigen aber gegen die in Europa heimischen Hetzer.

    Europa muss endlich aufwachen, muss radikale Islamisten als Vorstufe zur Gewalt und Terror ernsthaft bekämpfen. Die Muslime sind schon jetzt Hauptleidtragende dieser Entwicklung, da sie von der einen Seite als Mittäter, von der anderen Seite als Ziele gesehen werden. Sie spüren bereits den Druck der radikalen Islamisten überall. Wenn aber die Gewalt und Terror erst einmal eskaliert wird es zu spät sein. Dann werden sie den Hass von beiden Seiten zu spüren bekommen – auch von der Mehrheitsbevölkerung. Deshalb muss man die große Mehrheit der liberal gesinnten Muslime stärken denn es gibt keine andere Alternative für eine friedliche Zukunft in Europa.

    Amer Albayati: Islamexperte, Mitbegründer der Initiative Liberaler Muslime Österreich (ILMÖ), geboren 1942 in Bagdad, österreichischer Staatsbürger, seit 50 Jahren international tätiger Journalist, ständiger Gast bei BBC, VOA, Aljazeera, Alarabiya, Arabischen Medien, uam

  4. Johannes Sagt:

    Es gibt keinen friedfertigen und auch keinen radikalen Islam! Der Islam ist der Islam! Eine Ideologie, die wie roter und brauner Faschismus die Weltherrschaft anstrebt. Gäbe es friedfertige Mohammedaner, wären diese schon längst mal auf die Straße gegangen und hätten sich für ein wenig Toleranz gegenüber den “Ungläubigen” in ihren Herkunftsländern eingesetzt! Das ist bisher in den letzten 50 Jahren nicht einmal geschehen!

    Er speist sein Wirken aus dem “heiligen” Buch Koran, aus dem Hadith – und die Prophetenbiographie gilt als absolutes Vorbild für jeden Mohammedaner. Und dieser “Prophet” ist wirklich ein böser und triebhafter Mensch gewesen. Wer jedoch als gebürtiger Mohammedaner dem Koran nicht folgt, ist kein Mohammedaner. Ebenso kann sich keiner Christ nennen, der nicht ernsthaft JESUS nachfolgt und die Bibel als Maßstab für sein Leben in allen Aspekten ernst nimmt. Das gilt übrigens auch für Bischöfe und sonstige leitende “kirchliche Routiniers, die in der Kirche nur noch den Apparat sehen” (Papst Benedikt in Freiburg).

    Nicht alle islamischen Staaten sind arm – im Gegenteil, eine ganze Reihe der Ölstaaten leben in überschäumendem Luxus. Und die meisten muslimischen Mörder und Selbstmörder stammen aus so genannten bürgerlichen Kreisen, studieren und sind finanziell abgesichert. Darunter erstaunlicherweise viele Ärzte.

    Ein Dialog mit dem Islam ist sinnlos, das haben die letzen 50 Jahre in Deutschland gezeigt: die Islamisierung schreitet unaufhörlich voran, wobei vor allem die Kirchen ihre Türen weit öffnen. In Moscheen werden dagegen harmlose Lehrerinnen und ihre Schulklassen mit süßem Tee und Keksen abgespeist. Ein “Vorbeter” wird keinen Zentimeter in religiösen Fragen nachgeben. Kann er auch gar nicht!

  5. Hartmut Sagt:

    Die grössten Heuchler sind in dieser Angelegenheit die USA
    “Wir unterstützen die muslimischen Parteien, solange unsere wirtschaftlichen und politischen Interessen und Israels Frieden nicht gefährdet sind. Andernfalls mischen wir uns nicht ein, was die Menschenrechte für religiösen Minderheiten und die Frauen angeht.”

    “Gods own country” – das ich nicht lache. Der Gott der USA ist der Mammon

  6. [...] Sie hier weiter Gefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser post [...]

  7. [...] VS weliswaar de vrede met Israël en de eigen politieke en economische belangen willen beschermen, echter m.b.t. de mensenrechten voor vrouwen en religieuze minderheden niets zullen ondernemen, omdat… zouden zijn. Ook door de EU wordt gevreesd, dat de Amerikanen slechts zullen toekijken bij de [...]


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