kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Türkischer Karikaturenstreit 30. September 2011

Filed under: Humor mit Kultur — Knecht Christi @ 23:41

Dass fanatisierte Muslime auf Karikaturen über den Islam sehr aggressiv reagieren ist uns seit den Mohammed Karikaturen bekannt. Damals kamen über 150 Menschen um, weil eine dänische Zeitung unter anderem Mohammed mit einer Bombe auf dem Kopf abgedruckt hatte. Die religiösen Fanatiker bestätigten durch inszenierte Massenproteste und Morde, wie wahr diese Karikaturen waren und wie hoch ihre Gewaltbereitschaft tatsächlich ist. Humorlosigkeit und penetrantes beleidigt sein scheint im Islam ein Dogma zu sein. Verglichen dazu sind türkische Islamisten wirklich moderat. Aber eines Rechtsstaates mit Meinungsfreiheit ebenso unwürdig. Die türkische Satire-Zeitschrift “Penguen” (deutsch: Pinguin) druckte eine Karikatur in einer Moschee betender Muslime ab. Innerhalb dieser Karikatur erscheint die versteckte Botschaft: “Allah yok. Din Yalan”. Auf deutsch: “Allah gibt es nicht. Religionen sind Lügen”. Die Istanbuler Staatsanwaltschaft forder für den Karikaturisten Bahadir Baruter nun eine Haftstrafe bis zu einem Jahr. Die Begründung lautet, Beleidigung religiöser Gefühle. Also Blasphemie. {Die offizielle Seite der türkischen Satire-Zeitschrift “Penguen”   -   Quelle: www.exmuslime.at}

 

 

Islamisierung der Türkei

Karikaturist nach blasphemischer Zeichnung angeklagt

 

Die umstrittene Karikatur: “Kann ich den letzten Teil des Gebets weglassen? Ich habe auch noch andere Dinge zu erledigen… Vielen Dank mein Gott! Schönen guten Tag noch…”

 

Ein Mann telefoniert in einer Moschee mit Gott und bittet, das Gebet abzukürzen: Diese Karikatur bringt einen türkischen Zeichner in Schwierigkeiten. In der Türkei ist Atheismus eine Volksbeleidigung und mit Gefängnis zu bestrafen – so sieht es offenbar die Istanbuler Staatsanwaltschaft. Sie reagierte auf Anzeigen einer Imam-Vereinigung und diverser Privatpersonen gegen den Karikaturisten Bahadir Baruter und erhob Anklage gegen ihn wegen einer Zeichnung, die – nach Auffassung der Staatsanwaltschaft – „die religiösen Gefühle eines Teiles des Volkes verletzt“.

 
Die umstrittene Karikatur: “Kann ich den letzten Teil des Gebets weglassen? Ich habe auch noch andere Dinge zu erledigen… Vielen Dank mein Gott! Schönen guten Tag noch…” Die Anklage wurde zuerst vom Nachrichtenportal „Habertürk“ vermeldet, verbreitete sich aber wie ein Lauffeuer im ganzen Land und beschäftigt nun alle türkischen Medien und unzählige Internet-Foren.

 

“Vielen Dank mein Gott! Schönen guten Tag noch”: Baruter hatte in der Satire-Zeitschrift „Penguen“ eine Karikatur veröffentlicht, auf der ein Vorbeter in einer Moschee mit einigen Gläubigen zu sehen ist. Einer der Männer telefoniert gerade mit dem lieben Gott, den er mit der überkonfessionellen Bezeichnung „Tanri“ anredet, nicht „Allah“: „Kann ich den letzten Teil des Gebets weglassen, ich habe auch noch andere Dinge zu erledigen… Vielen Dank mein Gott! Schönen guten Tag noch…“ In den Arabesken, die die Wand der Moschee zieren, hat der Zeichner folgende Botschaft versteckt: „Allah yok, Din yalan“ – Es gibt keinen Gott, Religion ist Lüge.“

 

Heftige Diskussionen im Netz und in den Medien: Das hatte wütende, aber offenbar nicht ganz unorganisierte Reaktionen „aus der Bevölkerung“ zur Folge, sowie heftige Diskussionen im Internet und in den Medien. Auf der Facebook-Seite Baruters entbrannte eine Debatte mit rund 160 Beiträgen pro und contra. Es ist nicht das erste Mal, dass Atheismus in der seit einigen Jahren islamischeren Türkei vor Gericht steht. So wurde beispielsweise der Verlag, der die türkische Übersetzung von Richard Dawkins‘ Buch „Der Gotteswahn“ (2006) auf den Markt brachte, wegen Gotteslästerung verklagt. Am Ende stand jedoch ein Freispruch, und das wird wohl auch bei Baruter das zu erwartende Ergebnis sein.

 

Intoleranter gegenüber Nichtgläubigen? Über den konkreten Fall hinaus muss man sich jedoch die Frage stellen, inwieweit die immer religiöser werdende Türkei zugleich intoleranter wird gegenüber Andersgläubigen und vor allem gegen Nichtgläubige. Seit einigen Jahren findet eine spürbare Islamisierung der Gesellschaft statt, kräftig gefördert durch die islamisch geprägte Regierung unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan – und fast mehr noch durch seine Partei, die AKP, und deren konservativere Untergliederungen. Erdogan hatte persönlich das Thema „verdorbene Atheisten“ zu einem zentralen Leitmotiv seines Wahlkampfes im vergangenen Jahr gemacht. Der Regierungschef hatte Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu mit fast genau den selben Worten attackiert, die nun in der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft gegen Baruter stehen. Kilicdaroglu, so sagte Erdogan damals, habe „die religiösen Überzeugungen unseres Volkes beleidigt“, indem er den Namen „Allah“ in einer nicht religiösen Formulierung verwendet habe.

 

Diemeisten Türken wollen nicht neben Atheisten wohnen: Das klang schon damals etwas gespenstisch, da einerseits „Religion“ mit „Volk“ gleichgesetzt wurde, und individuelle Atheisten demnach zugleich Verräter ihres Volkes wären. Aber auch deshalb, weil Religion als Mittel eingesetzt wurde, um einem politischen Opponenten letztendlich die Menschenwürde abzusprechen. Entsprechend beunruhigend ist die Entwicklung der Sichtweisen in der Gesellschaft – neueren Umfragen zufolge wollen die meisten Türken nicht neben einem Juden oder Christen wohnen, geschweige denn Atheisten. Die Angelegenheit wirft auch ein Schlaglicht auf die schwierigen Bedingungen, unter denen Karikaturisten in der Türkei arbeiten. Erdogan persönlich zieht gerne vor Gericht, um (in der Regel erfolgreich) Schadenersatz zu verlangen, wenn er in Zeichnungen als Hund oder Schwein dargestellt wird.

 

Bei der Jagd nach den Tätern scheuen die Behörden keine Mühe: Um die „Täter“ aufzuspüren, scheuen die türkischen Behörden keine Mühe: Im März dieses Jahres verlangte ein türkischer Staatsanwalt Amtshilfe vom amerikanischen Justizministerium, um den Urheber einer Zeichnung zu identifizieren, die per Email im Internet zirkuliert. Da wird Erdogan als Schwein dargestellt. Die Karikatur soll in der recht nationalistisch eingestellten Nordtürkei in der Gegend um Trabzon sehr beliebt sein. Das amerikanische Justizministerium lehnte das Gesuch ab, den Email-Anbieter Google zur Preisgabe der Identität des Zeichners und der Verbreiter seines Werkes zu zwingen: Das verstoße gegen das Prinzip der Meinungsfreiheit. {www.welt.de  -  Boris Kalnoky  – Foto: Bahadir Baruter}

 

3 Responses to “Türkischer Karikaturenstreit”

  1. bording Says:

    Wer ist GOTT? – Was ist GOTT? – Wie ist Gott?

    Keiner weis es, sie haben keine Ahnung, aber alle machen mit………

    Alle – glauben, – vermuten – ahnen, – und sie verlangen von den ANDEREN, dass die ANDEREN auch dazu bringen müssen, ebenfals zu – glauben, – vermuten – und zu ahnen.

    Diese Einbildung ist so starkt besetzt, – dass man dafür auch tötet – !!!

    Man weis zwar nichts genaues, – aber auf alle Fälle ist der ZWEIFLER schon einmal TOT.

    Wenn der ZWEIFLER TOT ist, so haben die, die GLAUBEN doch schon einmal RECHT????

    Die HÜTER des – glauben, – vermutens, – ahnens, machen sich daraus ein einträgliches GESCHÄFT……..ja,ja MACHT ist doch noch besser, – weil man damit eine Herrschaft aufbauen kann, die die ganze WELT umspannen……..?

    Komme zu der Frage – Wer – Was,- Wie, ist GOTT ?????

    WENN EIN VATER EIN KIND HAT; UND DIESEM KIND ANSCHAFFT,- BEAUFTRAGT,- BEFIEHLT,- SEINE ANDEREN KINDER; – DIE JA BRÜDER VON IHM SIND UMBRINGEN?

    IST ER DANN EIN G U T E R VATER ? ? ?

    Vorher aber noch HASS und ZWIETRACHT bis ans ENDE der TAGE sät…….

    Dass macht ihm auch nicht sympatischer……. ABER AUF SATAN PASST diese BESCHREIBUNG………ALLEMAL zu ! ! ! !

    Die Frage müsste nicht lauten – WER, – WAS, – WIE ist GOTT, sondern

    KANN ER ÜBERHAUBT GOTT mit diesen E I G E N S C H A F T E N sein ? ? ?

    gr.bording

    • K@mmerjäger Says:

      Es war nie ein Gott, es ist kein Gott u.es wird nie ein Gott werden!
      Lediglich eine stümperhafte Kopie eines satanischen Götzen die
      von extrem primitiven Kreaturen konstruirt wurde, um im Schatten
      dieser Pseudo-Religion ihre hodenlastige Geistlosigkeit zu tarnen!
      Obwohl sie seit 1400 Jahren mit Größenwahn u.Auto-Suggestion
      damit ihre Minderwertigkeit verdrängen wollen – klappt es weniger,
      je mehr sie es versuchen. Tag für Tag erkennen mehr Menschen
      die wahre Fratze des Islam – und Das ist gut so! Die Einzigen die
      diese Fratze nicht sehen können/dürfen sind die Moslems selbst!

      Um zu erklären warum sie es nicht können/dürfen, wäre eine rein
      wissenschaftliche Einführung in die genetische Vererbungslehre
      notwendig – aber dazu fehlt mir einfach die Zeit. Aber eben ganz
      kurz dieser Vergleich: Kann man aus Parasiten Nutztiere machen?
      . . . grübel?! . . . Na also!!!

  2. palapulu Says:

    Hallo Knecht Christi,

    ich möchte mich bei dir für diesen Artikel bedanken. Ganz ohne billigen Populismus beurteilst du die Tatsachen genau richtig.
    Das sieht man leider nur noch sehr selten im Netz. Die Medien und Foren sind voll mit Texten, die bewusst mit viel Emotionen und Übertreibungen und teilweise sogar Fehlinformationen den Hass zwischen beiden Kulturen zu schüren.
    Dein Text hingegen ist sehr ruhig und informativ! Weiter so!


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