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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erdogans Versprechen mit Skepsis begegnen 31. August 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 12:01

Türkei hat viele Gelegenheiten versäumt, enteignetes Eigentum an Christen zurückzugeben

 

Frankfurt am Main (30.08.2011): Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) rät zu äußerster Zurückhaltung, dem Versprechen des türkischen Präsidenten Erdogan Glauben zu schenken, dass die Türkei Enteignungen von christlichen Gemeinden und von Christen rückgängig machen oder die Betroffenen gerecht entschädigen werde. Die IGFM sei vielmehr der Meinung, dass er mit dieser Ankündigung die Enteigneten zum Warten und Stillhalten verpflichtet habe. Nach den jährlichen Verurteilungen durch den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof habe es der türkischen Regierung seit Jahren frei gestanden, Enteignungen rückgängig zu machen, aber stattdessen wurden die früheren Besitzer mit minderwertigem Boden für teure Stadtgrundstücke abgespeist oder vertröstet. Jahrhunderte im Besitz befindlicher Grund und Boden der christlichen Klöster im Tur Abdin wurden ausgerechnet in diesem Jahr nach aktueller Gesetzeslage weggenommen.

„Wer und was soll Erdogan hindern, so fortzufahren? Noch gibt es nur die Ankündigung – und die gibt es schon seit einigen Jahren – für die Wiedereröffnung des Priesterseminars auf der Prinzeninsel Chalki vor Istanbul. Passiert ist aber nichts. Skepsis ist angebracht, wenn Erdogan Erklärungen abgibt, die sich für das christliche Abendland verlockend anhören“, meint Karl Hafen, Geschäftsführender Vorsitzender der IGFM. {Weitere Informationen: http://www.igfm.de/Tuerkei.565.0.html}

 

 

Erdogan betont Gleichberechtigung aller Religionen in der Türkei

 

Nach internationalen Gerichtsverfahren hat die türkische Regierung die Rückgabe von Eigentum an Christen und Juden im Land beschlossen

 

Ankara (kath.net/KAP): Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach dem Beschluss zur Rückgabe von Eigentum an Christen und Juden im Land die Gleichberechtigung von Nicht-Muslimen betont. In der Türkei gebe es unabhängig von der Religionszugehörigkeit nur “Bürger erster Klasse”, sagte Erdogan laut Presseberichten vom Montag bei einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern der 161 nicht-muslimischen Stiftungen des Landes. Die Begegnung war das erste Treffen eines türkischen Regierungschefs mit Christen und Juden anlässlich eines traditionellen Fastenbrechens im islamischen Fastenmonat Ramadan. “An dieser Tafel ist Platz für alle”, sagte Erdogan.

 

An dem Treffen nahmen unter anderem der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I., der amtierende armenische Patriarch Aram Atesyan sowie der türkische Oberrabbiner Isak Haleva teil. Auch der Chef des Religionsamtes, Mehmet Görmez, sowie einige Minister aus Erdogans Kabinett und Erdogans Ehefrau Emine waren Gäste des Treffens im Archäologischen Museum von Istanbul. In seiner Rede ging Erdogan auf den kurz zuvor veröffentlichten Erlass seiner Regierung ein, der die Rückgabe von eingezogenem Besitz nicht-muslimischer Stiftungen oder die Entschädigung für die Enteignungen vorsieht. Die Verordnung behebe Defizite, die bei der Umsetzung bereits beschlossener Gesetze zur Besserstellung der nicht-muslimischen Gruppen aufgetreten seien, so Erdogan. Mit dem Erlass würden zudem Schwierigkeiten gelöst, die der Türkei seit Jahren Probleme auf internationaler Ebene bereiteten.

 

Damit spielte Erdogan auf internationale Gerichtsverfahren an, bei denen die Türkei unterlag. Im vergangenen Jahr hatte das orthodoxe Patriarchat von Konstantinopel nach langem Rechtsstreit den vor Jahrzehnten enteigneten Prinkipo-Palast auf den Prinzeninseln vor Istanbul zurückerhalten. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg hatte schon 2007 einer Klage des Patriarchats gegen die Enteignung grundsätzlich Recht gegeben; im Juni 2010 wurde die Türkei dann zur Rückgabe des Gebäudes verurteilt. Der Erlass zur Rückerstattung wurde von christlichen und jüdischen Vertretern bei dem Treffen mit Erdogan begrüßt. Patriarch Bartholomaios I. sagte, die Türkei sei auf dem richtigen Weg. Oberrabbiner Haleva sprach laut Presseberichten von einer “Revolution”.

 

One Response to “Erdogans Versprechen mit Skepsis begegnen”

  1. Saphiri Says:

    Das Problem ist Obama!

    Der unterstützt die Musels u. möchte,

    daß die Türkei Mitglied in der EU wird.

    wehrt Euch.


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