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Gamal Mubarak: Keine Chance für Präsidentenposten 31. Januar 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 17:07

Husni Mubaraks Sohn Gamal scheint bereits vor dem offiziellen Startschuss ins Rennen um das Präsidentenamt disqualifiziert worden zu sein. Mit Omar Suleiman als künftigen Vizepräsidenten und Ahmed Schafik als künftigen Ministerpräsidenten, stehen ihm zwei einflussreiche Militärs im Weg. Doch das Volk würde Gamal ohnehin nicht haben wollen.

 

Angestrebt hatte der Präsidentensohn ganz offensichtlich eine Kandidatur bei der geplanten Präsidentenwahl im September 2011. Bei Bekanntgabe des Wahltermins hatte Präsident Husni Mubarak offen gelassen, ob er noch einmal antreten werde. Zwar bestritten Vater und Sohn immer wieder, dass eine dynastische Lösung für Ägypten vorgesehen sei – doch im vergangenen Jahr warb plötzlich eine landesweite Kampagne «Ja zu Gamal» für den Präsidentensohn. Es kam zu Protesten. Die Wut der Ägypter gegen Gamal ist gross. Für sie symbolisiert er die korrupte Witschaftselite, die Gleichgültigkeit des herrschenden Regimes gegenüber der drückenden Armut im Land und den Widerstand der Elite gegen demokratische Reformen.

 

Gamal war überzeugt: In einer amerikanischen Diplomaten-Depesche, die von der Enthüllungswebsite Wikileaks veröffentlicht wurde, hiess es 2007, der 47-Jährige und seine Gefolgsleute seien sich sicher, die politische Kontrolle in Ägypten erlangen zu können. Sein Vater werde Suleiman schliesslich fallen lassen, der in einigen der wichtigsten aussenpolitischen Bereiche wie dem israelisch-palästinensischen Friedensprozess die Federführung hatte.

 

Unterstützung wird immer kleiner: Am Samstag trat zudem ein enger Vertrauter Gamals – der Industrielle Ahmed Ess – aus der Regierungspartei zurück. Gamal Mubarak und Ahmed Ess werden verdächtigt, die Parlamentswahl im November manipuliert zu haben: Sie sollen dafür gesorgt haben, dass die NDP bis auf einen kleinen Teil alle 518 Mandate gewann.

 

Wo ist Gamal? Vergangene Woche spekulierten Medien, der Präsidentensohn sei aus Ägypten nach London geflüchtet. Dort hatten sich vor der ägyptischen Botschaft mehrere Tage lang dutzende Menschen versammelt, um gegen Gamal zu protestieren. Eine Frau sagte gegenüber dem Fernsehsender Al Jazeera: «Ob er hier ist oder nicht: Wir wollen ihn nicht und auch nicht seinen Vater.»

 

Gamal Mubarak besitzt laut einer ehemaligen Studienkollegin einen britischen Pass. Er sei eng mit Grossbritannien verbunden. «London ist seine zweite Heimat, hier würde er sich wohl fühlen.»

{Quelle; www.tagesschau.sf}

 

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