kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mit freundlicher Empfehlung an die Verfälscher des Kamilia-Bildes 30. November 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 04:21

Die koptische Menschenrechtsorganisation in Großbritannien schickt drei Bilder an die amateurhaften Verfälscher, die das Bild von Frau Kamilia Schehata völlig lächerlich mit Hilfe des Computerprogramms “Adobe Fotoshop” manipulierten. Für diejenigen, die von der Vorgeschichte keinen blassen Schimmer haben, erzähle ich eine kurze Zusammenfassung.

Im vergangenen Juli wurde Frau Schehata, Gattin eines koptischen Priesters, entführt. Nach zwei Tagen zogen die ägyptischen Sicherheitsbehörden dieselbe Show ab, wenn eine Koptin entführt wird. Leere Versprechungen, bis die Entführte über alle Berge gebracht wird, und bis man alle ihre Papiere umgeändert hat, damit man sie ihrer bekümmerten Familie als frischgebackene Muslimin präsentiert, die seit langer Zeit in einen Moslem verliebt war. Darum zog der Ehemann, Pater Tedawos, in Begleitung etwa 50 Priester aus derselben Diözese und vielen Diakonen und Laien nach Kairo, wo sie im Hof des Kairoer Doms des Heiligen Markus demonstrierten. Nach einer Woche des Streiks brachte der Sicherheitsdienst die entführte Gattin zu ihrem Mann, weil die Kopten in Ägypten und im Ausland enormen Druck ausübten. Man dachte dann, dass die böse Geschichte ein glückliches Ende schon fand.

Der Sicherheitsdienst führte aber ein anderes Szenario im Schilde, um die koptische Kirche nicht zur Ruhe kommen zu lassen, und um Unruhen vor den Parlamentswahlen zu stiften, damit die Bürger sich nicht mit den unzähligen Problemen auseinandersetzt, in denen das Land bis zu den beiden Ohren versunken ist. Sie fädelten ein, was Luzifer nie im Sinn käme!

Man erfindet ein Ammenmärchen und verbindet es mit der Ursache der Unruhen vom Dezember 2004, als auch eine Gattin eines koptischen Priesters entführt wurde. Damals hieß es, dass die 48järige Apothekerin anlässlich ihrer Liebesbeziehung zu einem muslimischen Arbeitskolleg zum Islam übergetreten wäre. Seine Heiligkeit Papst Schenuda zog sich im Kloster des Heiligen Bischoy in der Wüste von Natrontal zurück und bestand darauf, kein Weihnachtsfest zu feiern, eher Wafa Konstantin unversehrt zurückgebracht wird. Tatsächlich kehrte diese Dame zurück und verbrachte einige Tage in einem Nonnenkloster. Später hieß es: Die Kirche soll Frau Konstantin gefoltert und dann umgebracht haben, weil sie darauf bestanden haben soll, eine Muslimin zu bleiben. Dann erklärte Papst Schenuda die Bereitschaft, dass diese Dame sich auf dem koptischen TV-Sender Aghapy öffentlich schildert, dass sie erstmal am Leben ist und eine Christin ist und bleibt. Weil der ägyptische Staat Öl ins Feuer gießen will, wurde nicht erlaubt, dass Frau Konstantin sich zeigt, damit die Lage sich nicht beruhigt.

Dieses lächerliche Theaterstück dauerte bis 2007 an. Dann wurde die Geschichte ins Rollen gebracht, als die Teufel des Sicherheitsdienstes folgende Geschichte erfanden: Ein komischer Vogel mit Bart und langem weißem Nachthemd soll Frau Schehata zum Islam geführt haben, als sie in Nikab zum ihm kam. Sie soll die Hälfte des Korans auswendig gelernt haben und als Muslimin mit ihrem Mann, dem koptischen Priester, wegen ihres Sohnes gelebt haben. Dafür wurde ein Bild von ihr verfälscht, welches sich wie das Feuer im Heu im ganzen Land verbreitete.

Kurz vor dem Ende ihres Fastenmonats Ramadan brach eine Welle von Demos gegen Papst Schenuda an. Jeden Freitag und nach ihrem unseligen Gebet versammelten sich Tausende und hielten dieses Bild in der Hand. Dabei wurde seine Heiligkeit mit den vulgärsten Worten beschimpft, das Christentum herabgewürdigt und dazu aufgerufen, die Produkte der koptischen Firmen zu boykottieren. Die Polizei und alle erdenklichen Behörden haben rein gar nichts unternommen. 21 Demos in vielen Bundesländern und kein Polizist schwang sein Schlagstock, kein Tränengas und keine scharfe Munition. Die wurden für die Kopten aufgehoben!

Am 30.10.2010 hörte man von den ägyptischen, syrischen und jemenitischen Terroristen, die etwa 60 irakischen Christen abschlachteten und zahlreiche schwer verletzten: “Lasst unsere Schwestern Kamilia Schehata und Wafa Konstantin frei sowie unsere Schwestern, die in den koptischen Kirchen und Klöstern gegen ihren Willen aufgehalten werden, weil sie sich für den Islam entschieden haben”. Leider Gottes haben alle Zeitungen und Nachrichtensender diesen Schwachsinn verbreitet, ohne der Geschichte auf den Grund zu gehen. So skrupellos ist der ägyptische Sicherheitsdienst, der von Innenministerium und Geheimdienst unterstützt wird. Sehen Sie, wie es uns Kopten im eigenen Land geht? Das ist nur ein Tropfen im Ozean!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 331 Followern an