kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der triebhafte Mann als Maß aller Dinge 16. November 2010

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 05:19

Betsy Udink beschreibt den alltäglichen Terror gegen Frauen in Pakistan, wo die Scharia herrscht

 

Die gute Nachricht zuerst: dieses Buch hat ein Happy End. Aber leider nur für die Autorin und ihre Tochter Sophie, der es gewidmet ist. Sie konnte nach drei Jahren mit ihrer Familie Pakistan verlassen und lebt jetzt in der Türkei. Dass sie dieses Buch schreiben konnte, verdankt sie dem Umstand, dass sie die Ehefrau eines niederländischen Diplomaten ist. Wir können deshalb einen Blick in eine unfassbar schreckliche und völlig unbekannte islamische Welt werfen. Jetzt die schlechte Nachricht: Sie werden nach der Lektüre schlecht schlafen und ein Gefühl ohnmächtiger Wut empfinden. Nein, es handelt sich nicht um einen Thriller oder ein Buch, das “spannend wie ein Krimi” ist. Es ist ein Sachbuch. Auf seinem Cover müsste eigentlich eine Warnung ähnlich wie bei Zigarettenpackungen stehen: “Dieses Buch kann Ihre Seele gefährden”.

Es ist der Bericht einer langen genauen Recherche von Betsy Udink über die Lage der Frauen (und auch der Männer) und den Islam in Pakistan. Er hat im niederländischen Original wie im Deutschen den harmlos klingenden Titel “Allah & Eva”. Aber was die Autorin zu berichten hat, ist alles andere als exotische Betroffenheitsliteratur oder religiöses Sentiment.

1947 wurden Indien, Pakistan und Bangladesch nach 100jähriger Kolonialherrschaft Großbritanniens unabhängig. 1956 erklärte sich Pakistan zur ersten “islamischen Republik” der Welt. Es ist doppelt so groß wie die Bundesrepublik; etwa 166 Millionen Menschen leben dort unter dem islamischen Recht, der Scharia. Betsy Udink bereist das Land von Karachi im Süden her bis in den Norden, ist fasziniert von der Üppigkeit der Natur, fährt Ski in Malam Jabba, wo die Kinder in der Kälte Plastikhemden tragen – in einem Land, wo, wie sie lakonisch bemerkt , “Millionen von Schafen und Ziegen gehalten werden, aber kein Mensch stricken kann”. Aber sie berichtet nur nebenbei von den kleinen Sorgen einer Diplomatengattin, die das frische, mit Pestiziden voll gepumpte Obst abkochen muss – oder warum an bestimmten islamischen Feiertagen das Soziusfahren auf Mopeds verboten ist. Sie geht dort hin, wo dieses “Land der Reinen”, wie Pakistan auf Urdu heißt, sein Wesen zeigt.

In Peschawar, an der Grenze zu Afghanistan, besucht sie ein Gefängnis, eine stinkend voll gestopfte Baracke, in der über 70 Frauen festgehalten werden, weil man sie der “Zina”, des Ehebruchs, beschuldigt. Genauer, weil ihre Männer sie des Ehebruchs anklagen. Sie spricht mit Gulnaz, die als Kind Frau eines Schusters wurde, drei Kinder bekam und von ihm verstoßen wurde. Er sagte dreimal: “Ich verstoße dich” und warf sie aus dem Haus. Die Verstoßene wurde sogleich von ihrer Familie mit einem anderen Mann verheiratet. Sie bekam von ihm ein weiteres Kind, und als der Schuster dies erfuhr, fühlte er sich in der Ehre verletzt und klagte Gulnaz des Ehebruchs an, weil die Scheidung nicht bei der Gemeinde registriert war. Gulnaz, die weder lesen noch schreiben kann, wurde zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Wenn sie in drei Jahren entlassen wird, ist sie schon so gut wie tot.

Das pakistanische Familien- und Ehestandrecht gründet vollständig auf der Scharia. Der Fortschritt, den Diktator Zia-al Haq 1979 gegenüber der archaischen Tradition der Muslime in Medina einführte, besteht einzig darin, dass die Frauen nicht mehr par ordre de moufti gesteinigt und ausgepeitscht werden, sondern vor Gericht kommen und ins von den Briten gebaute Gefängnis gesperrt werden.

Die Autorin beschreibt an weiteren Fällen, wie das Klima gegenüber Frauen in Pakistan “hasserfüllt und diskriminierend” ist. Besonders deutlich wird dies anhand der Praxis des “Karo-kari”. Es ist ein Begriff aus der Provinz Sindh und bezeichnet die Tatsache des sogenannten Ehrenmords. Sie schildert folgenden Fall, der sich zunächst wie die Geschichte von “Romeo und Julia” liest: Afsheen, eine Studentin aus einer bekannten Anwaltsfamilie, verliebt sich in Hassan, einen Großcousin. Sie möchten heiraten. Ihre Familie ist dagegen, weil der junge Mann einem konkurrierenden Clan angehört. Der Großvater bestimmt, dass sie seinen Enkel, einen Piloten, heiratet. Die Ehe geht nach wenigen Tagen schief. Der Großvater hatte aber bereits einen neuen Ehemann für sie ausgesucht. Sie flieht mit Hassan, wird aber aufgespürt, und der Familienrat beschließt, dass sie sterben muss, weil das verliebte Mädchen die Ehre des Clan verletzt und damit das Eigentum der Männer beschädigt hat.

So weit, so schrecklich. Aber was dann passiert, ist unfassbar. “Ein richtiger Mann schlachtet die ungehorsame Frau in seiner Familie selbst, wie ein richtiger Mann auch am Morgen des Id ul-adha, des islamische Opferfestes, eine Ziege ein Kamel oder einen Ochsen schlachtet. Das lässt man keinen Metzger machen, das Blut muss über den Fußboden der eigenen Küche … fließen”, schreibt die Autorin. Afsheen wurde vom Großvater und seinen Söhnen ermordet. Ihre Leiche wurde, wie bei Karo-Karis üblich, verscharrt.

Obwohl der Fall landesweites Aufsehen erregte und sich sogar Präsident Musharraf einschaltete, verliefen die Ermittlungen im Sande, Niemand wurde zur Verantwortung gezogen. Auch, weil der Vater des Opfers seinem Vater verziehen hat. Nur er wäre in der Lage, Blutgeld, oder Vergeltung zu fordern. Der Staat kann durch das islamische Gesetz nicht als Ankläger auftreten. Mord an Angehörigen ist in diesem Land eine Familienangelegenheit. Wird tatsächlich jemand angeklagt, fällt die Strafe milde aus: ein, zwei Monate Gefängnis. Immer wird als legitim und strafmildernd begründet: Ein Mann, der durch “Zina” gekränkt und beschämt wurde, könne seine Wut nicht im Zaum halten. Der Mann ist also eine tickende Zeitbombe. Der pakistanische Minister für Landwirtschaft und Ernährung erklärte im Parlament, als ein Antrag gegen Ehrenmorde beraten wurde: “Karo-kari ist eine gute Tradition unseres Landes, und sie löst sehr schnell soziale Spannungen”.

Vor dem Terror dieser Kultur sind aber auch Gotteslästerer, Andersgläubige und Christen nicht sicher. Vor allem seit es die Blasphemie-Gesetze gibt. Sie wurden von Zia al-Huq seit 1985 eingeführt und weder von Benazir Bhutto noch von General Musharraf abgeschafft oder geändert. Sie bedrohen jeden mit dem Tode, der den Namen des Propheten oder den Koran befleckt. Das Gesetz hat sich in der Folge zu einem Terrorgesetz entwickelt, mit dem jeder und alles verleumdet werden kann, und ist zu einer Waffe der “Rechtgläubigen” geworden. So wird im Namen des Propheten nicht nur Terror gegen Christen ausgeübt, es bekriegen sich auch Schiiten und Sunniten. Die Autorin klagt nicht an, stellt aber fest, dass die kleinen christlichen Organisationen als einzige in diesem Land so etwas wie Nächstenliebe praktizieren – und dafür extrem angefeindet werden.

Der “erste islamische Staat” der Welt ist, liest man den Bericht der holländischen Beobachterin, die Hölle auf Erden – vor allem für Frauen. Es ist ein Regime, in dem die “Apartheid der Geschlechter” herrscht, das sich auf Koran und Hadithe beruft und in einem ungeheuren Maße sexualisiert ist. Der triebhafte Mann ist das Maß aller Dinge, ihm wird alles untergeordnet, er ist nicht in der Lage, sich zu beherrschen, ihm wird alles verziehen, wenn er sich nicht mindesten einmal am Tag “entleeren” kann. Udink schreibt: “Sex ist die nationale Zwangsvorstellung der pakistanischen Gesellschaft”. Und dies beschreibt sie nicht als Phänomen der verarmten Massen, sondern als Leitkultur. Da der Zugang zu Frauen durch den Ehrbegriff und die Kontrolle der Familien eingeschränkt ist, der Islam die Familienplanung “als westliche Verschwörung gegen den Islam” ablehnt, sucht sich der männliche Trieb andere Wege.

Udink berichtet über SAHIL, eine Organisation zum Schutz vor sexuellen Missbrauch von Jungen. Die unverbesserlichsten Knabenvergewaltiger sind danach die Polizisten. Es sei an der Tagesordnung, dass Polizisten zu einer staatlichen Schule oder zu einer Koranschule gingen, sich einen 10 oder 12-jährigen Jungen ausliehen und vergewaltigten. Auch Lehrer seien unter den Vergewaltigern. Im September 2002 schnitt ein Koranlehrer einem seiner Schüler die Zunge ab, weil der sich weigerte, sich weiterhin von ihm missbrauchen zu lassen. Homosexualität ist im Islam geächtet, “Knabenliebe” aber spätestens seit den Zeiten Harun-al-Rashids eine Leidenschaft muslimischer Männer, und in Pakistan hat sich eine besondere bizarre Bigotterie entwickelt: die der Hijras. Es sind Kastraten, sie kleiden und schminken sich wie Frauen, leben wie Parias in eigenen Kolonien und verdienen ihr Geld als “Glücksbringer” auf Hochzeiten, mit Tanz und Prostitution.

Worüber Betsy Udink nicht schreibt, ist der Kolonialismus. Und dafür bin ich ihr dankbar. Sie schildert das Land, wie sie es angetroffen hat, fragt nach, womit die Menschen ihr Verhalten begründen, auf welche Traditionen sie sich berufen, woran sie glauben. Es stellt sich heraus, dass der Islam wie er in Pakistan gelebt wird, weit entfernt davon ist, eine spirituelle Angelegenheit zu sein. Er ist Tradition – und Terror. Das Land ist in den über fünfzig Jahren seiner Geschichte nicht zu einem Gemeinwesen geworden, immer noch herrschen Feudalherren und Patriarchen, das islamische Gesetz der Scharia bestimmt das Leben, Korruption und Willkür werden dieses Land früher oder später in den Abgrund führen, wenn es nicht schon längst – wie die Vorgänge um die “rote Moschee” uns kurz vor Augen geführt haben – dort angekommen ist.

Betsy Udink, der man für diesen grandiosen, aber unendlich deprimierenden Bericht nur danken kann, fragt den katholischen Bischof von Mutlan, Dr. Andrew Francis, wie er die Lage des Landes sehe. Er antwortete: “Die Menschen hier gehen miteinander um wie die Bestien. Sie stehen nicht einmal am Anfang der Zivilisation”. {Quelle: Die Welt – Von Necla Kelek}

 

One Response to “Der triebhafte Mann als Maß aller Dinge”

  1. bazillus Says:

    Er antwortete: “Die Menschen hier gehen miteinander um wie die Bestien. Sie stehen nicht einmal am Anfang der Zivilisation”.

    Und genau das kommt dann dabei heraus, wenn die Menschen Unrecht zu islamisch-religiösem Recht erklären. Sie werden zu Bestien. Sie gehen genauso vor, wie der Prophet und sein gnadenloser Gott des Hasses und der Rache. Wer so einen Gott vertritt und verkündet, der verkündet Satanas, den Verwirrer, den Lügner von Anbeginn, den seelischen Zerstörer, den seelischen “Terminator”.

    Ich werde niemals verstehen, wie Jesu Lehre zurückgewiesen werden kann, warum Menschen einem Siegelpropheten nachlaufen können, der Rache und Hass nicht nur gepredigt, sondern auch selbst mit der Führung des Schwertes vorgelebt hat. Er hat ohne Not Menschen getötet. Was soll an ihm dann noch bewundernswert sein?

    Wenn das Recht des Stärkeren Weltprinzip sein solle, dann wäre der Atheismus ehrlicher. Dann würden sich Menschen wie Raubtiere benehmen dürfen, weil keine geistliche Schranke es ihnen verbietet.
    Aber das REcht des Stärkeren auch noch religiös zu begründen, ist mehr als mies, es ist satanisch.

    Gerade weil die Tier- und Pflanzenwelt sich des Prinzips des Rechts des Stärkeren bedient, sollte der Mensch doch über sich selbst geistlich hinauswachsen und dieses Prinzip ablehnen. Er sollte ein Wesen mit göttlichem Funken sein, der die Liebe zum Prinzip erhebt, auch wenn sie noch so widersinnig erscheint, wie die Feindesliebe. Diese ist m. E. nur religiös-praktisch begründbar. Und diese setzt einne vollkommenen Gott der Liebe voraus. Der Mensch sollte in der Lage sein, das weltlich-irdisch-materielle Prinzip dieses Unrechts zu durchbrechen. Das macht den Menschen erst aus. Der Mensch verliert sich in diesem Stark-Schwach-Prinzip, wenn er diesem nachgeht, wird aber erst stark, wenn er es überwindet. Was heißt das konkret? Das eigene Ego, welches immer meint herrschen zu müssen, muss besiegt werden. Es muss überwunden werden. Erst dann wächst der Mensch über sich selbst hinaus in Richtung Gott. Das ist zwar leichter geschrieben als getan. Aber Ideale werden die Menschen wohl noch haben dürfen, nicht wahr?


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