kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kein Asyl für ägyptische Brüder – eine Anklage 21. Oktober 2010

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 06:28

Die koptischen Brüder Dr. Seti und Makram Schenuda, die in Ägypten zahlreiche Morddrohungen erhielten, deren Wohnung niedergebrannt wurde und die Mordanschläge überlebten, schafften es, Ägypten zu verlassen. In Deutschland ließen sich der Arzt und der Bauingenieur zunächst von Fachanwälten beraten, jedoch lautete die Antwort, dass in Deutschland die meisten Asylanträge von Kopten abgelehnt werden. Nach erfolgter Ablehnung würde die Auslieferung an Ägypten erfolgen, was für die Brüder der sichere Tod bedeuten würde. So wurde im Juni in Alexandria ein Antikorruptionskämpfer in einem Treppenhaus von zwei Polizisten zu Tode gefoltert, weil er es wagte, einen Handy-Film zu verbreiten, der die Korruption ägyptischer Polizisten im Zusammenhang mit Drogenhandel dokumentierte. Dieser Tod wurde vom ägyptischen Innenministerium sowie den staatlichen Medien durch Lügen vertuscht. Gewalt und Willkür durch Polizeibeamte ist nach Angaben der IGFM in Ägypten alltäglich. Auch in den USA können die Brüder kein Asyl erhalten. Zur Zeit befinden sie sich in Schweden, wo ebenfalls der Asylantrag abgelehnt wurde, sie werden dort nur geduldet (= Aussetzung der Abschiebung für eine gewisse Zeit). (more…)

 

Koptische Christen – Bedrängte Minderheit in Ägypten

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 06:20

Im koptischen Zentrum Waldsolms-Kröffelbach veranstaltete die IGFM ein Tagesseminar über die Situation der Kopten, der christlichen Ursprungsbevölkerung Ägyptens. Die gut 30 Teilnehmer des Seminars erhielten vor allem Informationen und Bildpräsentationen zum Leben der Kopten und Einblicke in einzelne Schicksale. Auf dem Programm stand außerdem eine Kirchenführung sowie Erläuterungen zu Ikonen und koptischen Traditionen. Zu den Referenten zählten unter anderem Professor Fouad Ibrahim und der evangelische Kopte Wassem Girgis.

Die Kopten berufen sich auf den Evangelisten Markus im 1. Jahrhundert. Sie verstehen sich als? Kirche der Märtyrer? und beginnen ihre Zeitrechnung mit dem Jahr 284 n. Chr., der Thronbesteigung des römischen Kaisers und Christenverfolgers Diokletian. Nach koptischer Zeitrechnung entspricht daher das Jahr 2005 n. Chr. dem Jahr 1721. Gegenwärtig leben etwa 6000 Kopten in Deutschland. Weltweit wird ihre Zahl auf 11 Millionen geschätzt, davon 1,5 Millionen im Ausland. Etwa 200.000 von ihnen leben im Sudan.

Verfolgung seit dem 7. Jahrhundert: Seit dem 7. Jahrhundert unter der Herrschaft des Islam, gab es für die ägyptischen Christen Kopfsteuer, Zerstörung von Kirchen und stigmatisierende Kleidervorschriften. Die koptische Sprache wurde verboten. (more…)

 

Die Eroberung Europas durch die Moslembrüder

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 06:12

Seit ihrer Gründung 1928 hat die Muslim-Bruderschaft (Hizb Al-Ikhwan Al-Muslimun) das politische Leben des Nahen Ostens zutiefst beeinflusst. Ihr Motto ist: „Allah ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unser Gesetz. Jihad ist unser Weg. Auf dem Weg Allahs zu sterben ist unsere größte Hoffnung”.

 

Die radikalen Ideen der Bruderschaft haben zwar den Glauben von Generationen von Islamisten geformt, aber über den Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte hat sie etwas von ihrer Macht und Anziehungskraft im Nahen Osten verloren; sie wurde durch die harte Unterdrückung durch örtliche Regime zerschlagen und von den jüngeren Generationen von Islamisten vor den Kopf gestoßen, die oft noch radikalere Organisationen bevorzugen.

Aber der Nah Osten ist nur ein Teil der muslimischen Welt. Europa ist ein Brutkasten für islamistisches Denken und politische Entwicklung geworden. Seit den frühen 1960-er Jahren sind Mitglieder der Muslim-Bruderschaft wie Sympathisanten nach Europa gezogen und errichteten langsam, aber stetig ein weites und gut organisiertes Netzwerk aus Moscheen, Wohlfahrts-Verbänden und islamischen Organisationen. (more…)

 

Die königliche Familie und das lange Strafregister

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 06:02

 

Saudischer Prinz zu lebenslanger Haft verurteilt

 

Einem Enkel des saudiarabischen Königs wurde vorgeworfen, seinen Diener misshandelt und erdrosselt zu haben. Jetzt hat ihn ein Gericht in London wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein Überwachungsvideo, das offenbar den saudischen Prinzen und seinen Diener im Lift zeigen soll, wurde vor Gericht als Beweis vorgelegt (Video: Reuters).

 

Wegen Mordes an seinem Diener ist ein Prinz aus Saudiarabien von einem britischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Saud Bin Abdulasis Bin Nasir el Saud, ein Enkel des saudiarabischen Königs, muss damit mindestens 20 Jahre lang hinter Gitter, wie das Londoner Strafgericht Old Bailey am Mittwoch anordnete. (more…)

 

Drei Jahre ohne Gottesdienst in Saudi-Arabien – Schicksal katholischer Gastarbeiter im Wahabitenreich

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 05:52

Manila: “Während meiner drei Arbeitsjahre in Saudi-Arabien hatte ich nie die Erlaubnis, das Haus verlassen und an einem Gottesdienst teilnehmen zu können”, das ist die schockierende Schilderung von Rebeka Perlas, einer 35 Jahre alten Philippinin, die als Hausangestellte bei einer moslemischen Familie in Riad arbeitete.

 

Rebeka Perlas ist eine von rund 200.000 Philippinos, die aus Arbeitsgründen in das islamische Land auf der arabischen Halbinsel kamen, um zum Unterhalt der Familie zu Hause beizutragen.Im wahabitischen Königreich gibt es keine Religionsfreiheit. Einzig der Islam ist als Religion anerkannt. Der Bau von Kirchen und Kapellen ist verboten. Ausgesprochen selten erteilen die Behörden, die Erlaubnis zu einer liturgischen Handlung in Privaträumen und mancher Botschaft. Zudem seien die Arbeitsbedingungen der ins Land strömenden Gastarbeiter teils “katastrophal”, wie Asianews berichtet. Rebeka Perlas schilderte, daß ihr Arbeitgeber nicht physisch „schlecht“ zu ihr gewesen sei. Trotz ihrer immer wieder vorgebrachten Bitten, war es ihr nicht möglich, an einem Gottesdienst oder auch nur Gebetstreffen teilzunehmen. (more…)

 

Heiliger Krieg in der Grabeskirche

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 05:28

Es ist die ungewöhnlichste Wohngemeinschaft der Welt: In der Grabeskirche streiten sechs Konfessionen seit Jahrhunderten um Gebetszeiten, Eingänge und Zugänge zum Grab Jesu. Ihre Geschichte erzählt jetzt ein Kinofilm.

 

Menschentrauben drängen in Shorts und knappen T-Shirts durch die alte Holztür, es wird geschoben und gerempelt, in der Luft liegt ein Gemisch aus Schweiß und Weihrauch. An dem Stein, auf dem Jesus gesalbt worden sein soll, beten oder weinen Gläubige voller Hingabe; andere fotografieren und telefonieren. Und immer wieder mahnen Mönche im Kommandoton zur Eile, damit nur ja keiner zu lange vor dem Grab Christi verharrt: Mit dieser Szene nimmt der Regisseur Hajo Schomerus den Zuschauer mit in die Grabeskirche in Jerusalem, wo die Stimmung manchmal unbesinnlicher nicht sein könnte.

Vier Monate hat er dort für seinen Film “Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen” (Kinostart 25.03.2010) gedreht, und einen Alltag dokumentiert, der selten von christlichem Miteinander geprägt ist. Gleich sechs Konfessionen teilen sich in der Kirche das Hausrecht: Die griechisch-orthodoxen Christen, die römisch-katholischen, syrische und armenische Christen, äthiopische Abessinier und ägyptische Kopten. Seit Jahrhunderten leben sie unter demselben Dach, doch es ist vor allem der “Status Quo” – ein von der osmanischen Regierung 1852 erlassener Verhaltenskodex – der den religiösen Eifer im Zaum hält. Aber nicht immer.

Streit um Putz- und Gebetspläne: Denn jede Gruppe wacht eifersüchtig über die eigenen Rechte und beäugt eventuelle Übervorteilungen der anderen. Die abessinischen Christen, die wegen nicht bezahlter Steuern schon vor Jahrhunderten aus der Basilika ausgeschlossen wurden, haben sich auf dem Dach der Kirche eingerichtet. (more…)

 

Schebab, AQIM und Boko Haram: Afrikas Islamisten radikalisieren sich

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 05:20

Zwischen den islamistischen Gruppen in Afrika scheint sich allmählich ein Netzwerk zu bilden. Shebab-Milizen und radikale Nigerianer trainieren gemeinsam mit Rekruten aus Niger und Mali. Die Sekte Boko Haram zeichnet sich für viele Anschläge in Nigeria verantwortlich

 

Die Shebab-Milizen in Somalia, Al-Kaida im Maghreb (AQIM) oder die nigerianische Sekte Boko Haram: Radikalislamisten aus Afrika sind seit dem vereitelten Anschlag auf ein US-Flugzeug an den Weihnachtstagen und dem versuchten Mordanschlag auf den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard verstärkt in den Blickpunkt geraten. Die Gruppen behaupten von sich, dass sie mit den Taliban oder dem Terrornetzwerk Al-Kaida eng verbunden sind. Was sie verbindet, ist auf jeden Fall ihre wachsende Radikalität.

Ein koordiniertes gemeinsames Vorgehen gibt es noch nicht, doch immer häufiger Querverbindungen. Die Gruppierung AQIM, die aus Algerien gesteuert wird, operiert in der gesamten Sahel-Zone. (more…)

 

 
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