kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Letzter Stand der Christenverfolgung im Iran 31. Juli 2010

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 05:52

Hauskirchen-Leiter seit April inhaftiert

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea): Als „Gefangenen des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den iranischen Pastor Bahnam Irani benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen. Der Leiter einer Hauskirche in der nordiranischen Millionenstadt Karaj wurde nach Erkenntnissen des Informationsdienstes Farsi Christian News Network (FCNN) am 14. April von Geheimdienstmitarbeitern abgeführt. Sie drangen in sein Haus ein, stellten sich als Mitarbeiter des Informationsministers vor, bedrohten die Anwesenden, beschimpften und verhafteten den Pastor. Anwesend waren zehn junge Leute, die kürzlich Christen geworden waren und sich zum Bibelstudium trafen.

Sie mussten Formulare ausfüllen und angeben, wie sie zum Christentum kamen und wer sie getauft hat. Die Geheimdienstmitarbeiter erklärten ihnen, dass sie an einem illegalen Treffen teilnehmen und demnächst von den Behörden vorgeladen werden. Später kamen erneut Beamte in Iranis Haus und beschlagnahmten unter anderem Computer, Bibeln und andere christliche Schriften. Familienmitglieder erhielten keine Informationen über den Aufenthaltsort des Pastors, der bereits 2005 einmal inhaftiert war. Die IGFM vermutet, dass er sich in der Haftanstalt des Stadtteils Gohar-Dasht von Karaj befindet.

Aktion gegen Hauskirchen-Bewegung: Die Menschenrechtsorganisation bewertet das Vorgehen gegen die Gemeinde als gezielte Aktion gegen die iranische Hauskirchen-Bewegung. Deren Leiter haben zum Gebet aufgerufen, insbesondere für Personen, die vom Islam zum Christentum übergetreten sind. Die IGFM ruft dazu auf, in Briefen an die iranische Botschaft in Berlin die sofortige Freilassung Iranis zu fordern. Der Iran habe den „Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ ratifiziert, der Religionsfreiheit garantiere. Nach der iranischen Verfassung dürfe niemand wegen eines bestimmten Glaubens belästigt werden. Von den 74 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf bis zu 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

Jeden Tag eine Bibel verschenken


Christen riskieren ihr Leben für das Evangelium

Teheran (idea) – Im Iran verschenken Angehörige von Hauskirchen jeden Tag eine Bibel an Nichtchristen. Das berichtet Informationsdienst Mission Network News (MNN) in Grand Rapids (US-Bundesstaat Michigan). Die Christen träfen sich wöchentlich, beteten über den Bibeln und für die Aktion und nähmen dann sieben Exemplare, die sie im Laufe der Woche weitergeben. In der Islamischen Republik könnten sie dafür mit dem Tod bestraft werden, wenn der Empfänger sie anzeigt. Doch sie seien bereit, das Risiko auf sich zu nehmen, um das Evangelium weiterzugeben. Wie es heißt, interessierten sich immer mehr Iraner für andere Antworten auf Lebensfragen, als sie der traditionelle Islam ihnen gebe. Vor kurzem war bekannt geworden, dass es allein in der rund acht Millionen Einwohner zählenden Hauptstadt Teheran über 100.000 Angehörige von Hauskirchen geben soll. Die paramilitärischen Revolutionsgarden hatten im Juni Hunderte illegal importierter Bibel beschlagnahmt und verbrannt. Von den 74 Millionen Einwohnern Irans sind 99% Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

Iranische Revolutionsgarde verbrennt Bibeln


Christlicher Informationsdienst berichtet: Offenbar Hunderte geschmuggelte Bücher vernichtet.

Sardasht (kath.net/idea): Iranische Sicherheitskräfte haben offenbar Hunderte Alte und Neue Testamente vernichtet. Mehrere Lieferungen dieser Bücher seien in der westiranischen Grenzstadt Sardasht (Provinz West-Aserbaidschan) beschlagnahmt und verbrannt worden, meldet der Informationsdienst Farsi Christian News Network (FCNN). Er beruft sich auf Berichte der paramilitärischen Revolutionsgarden und Informationen von Morteza Talalei, Mitglied des Stadtrats von Teheran. Danach seien große Bibellieferungen von Aserbaidschan aus eingeschmuggelt worden. Sie sollten im Land verteilt werden, doch seien Hunderte dieser „pervertierten Bibeln“ in den vergangenen Monaten verbannt worden.

FCNN kritisiert diese Aktionen scharf. Die Bibeln seien für Christen und Juden bestimmt gewesen, die sich im Untergrund versammeln müssen. Die Sicherheitskräfte der Islamischen Republik verböten das Predigen in der Sprache Farsi sowie die Veröffentlichung von Bibeln und anderer christlicher Literatur. Damit verletze der Staat die Religionsfreiheit. Besonders gefährdet seien Muslime, die sich dem Christentum zuwenden. Von den 74 Millionen Einwohnern Irans sind 99 % Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf bis zu 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

 

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